Wettbewerbsfähigkeit von KMU durch Exoskelette steigern

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In den nächsten drei Jahren sollen die Wettbewerbsfähigkeit von KMU verbessert und die Gesundheit am Arbeitsplatz gefördert werden.

 

Das Projekt EXSKALLERATE (ACCELERATE adoption of EXOSKELETONS for construction and manufacturing applications in the North Sea Region) hat das Ziel, die Einführung von Exoskeletten für KMU im Baugewerbe sowie der industriellen Fertigung im Gebiet der gesamten europäischen Nordseeregion zu beschleunigen. Die Regionalmanagement Nordhessen GmbH und MoWiN.net e.V. kooperieren dabei mit 13 weiteren Partnern aus sechs europäischen Ländern (Schweden, Deutschland, Belgien, Dänemark, Großbritannien und Niederlande).

Bis zu 44 Millionen Arbeitnehmer in der Europäischen Union (EU) sind von arbeitsplatzbedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates betroffen, was einer jährlichen Gesamtkostenbelastung für die Industrie von mehr als 300 Milliarden US-Dollar entspricht. Exoskelette haben die Fähigkeit, die Anzahl von Verletzungen des Bewegungsapparates zu verringern und die Lebensqualität bei der Arbeit zu erhöhen, wodurch die Kosten für Unternehmen langfristig gesenkt werden.

Insbesondere Arbeiter im Produktions- und Baugewerbe üben körperlich anstrengende Tätigkeiten aus, die das Risiko von Gesundheitsproblemen, Behinderungen und Krankheitsurlaub erhöhen. Dies führt zu einer geringeren Attraktivität des Arbeitsplatzes und einem Mangel an Bewerbern, was zu unbesetzten Stellen führt, die das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit bremsen. Dies gilt insbesondere für viele KMU, denen die verfügbaren Lösungen durch die Übernahme des Exoskeletts nicht bekannt sind, da sich die Lösungsentwickler eher an große Unternehmen wenden.

EXSKALLERATE will diese Probleme angehen, indem es sich darauf konzentriert, die Einführung von Exoskeletten in KMU der Bauindustrie und in der industriellen Fertigung, wo schwere körperliche Arbeit zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führt, zu fördern. Laut Forschungsergebnissen der EXSKALLERATE-Partner, könnte der Einsatz von passiven Exoskeletten 10-40% und bei aktiven bis zu 80% der Muskelspitzenbelastungen lindern.

„In unserer alternden Gesellschaft müssen Menschen länger arbeiten. Wir bemühen uns, Menschen in der verarbeitenden Industrie und im Baugewerbe dabei zu helfen, dies auf gesunde und glückliche Weise zu tun, indem wir die Einführung von Exoskeletten beschleunigen. Sobald diese in den genannten Industrien etabliert sind, erwarten wir, dass andere Industrien, wie Logistik und Landwirtschaft, rasch folgen werden“, sagt Anton Duisterwinkel, Koordinator von EXSKALLERATE von InnovationQuarter, der regionalen Wirtschaftsentwicklungsagentur für die Provinz Zuid-Holland, auch bekannt als der Großraum Rotterdam – Den Haag.

Das Konsortium aus Unternehmensförderungsorganisationen, Clustern und Forschungsinstituten wird Feldlabore durchführen in denen die wichtigsten Herausforderungen von KMU identifiziert und Exoskelette der nächsten Generation erprobt werden. Es werden zudem mehrere informative Workshops für KMU stattfinden, in denen Experten Instrumente zur Unterstützung und Entscheidungsfindung bei der Einführung von Exoskeletten vorstellen.

Modernste Sensorik und Aktorik bieten den Mitarbeitern eine echte Erleichterung, wenn sie Lasten heben und bewegen. Exoskelette bewirken, dass die Aufgaben der Mitarbeiter leichter durchführbar sind und eine Entlastung des Muskel-Skelett-Systems bei spezifischen Tätigkeiten ermöglichen. Um die Mitarbeiter besonders bei Hebe- und Drehbewegungen zu unterstützen, möchten wir in dem Projekt EXSKALLERATE mitwirken und die Einsatzmöglichkeiten von Exoskeletten testen“, so André Oswald, Betriebsleitung Operations Libri GmbH.

 

 

Regionalmanagement und MoWiN.net möchten die Partner aus Nordhessen und Niedersachsen zu einer Beteiligung animieren und Pilotprojekte etablieren, in denen Exoskelette in Produktions- oder Frachtlieferprozessen eingesetzt werden. „Noch sind die Exoskelette in einem frühen Stadium der Entwicklung, doch sie gehören zu den Technologien der Zukunft und sind Wegweiser für Medizin, Gesellschaft und für die Arbeitswelt“, erklärt Manuel Krieg, Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen GmbH. „Die Mensch-Technik-Schnittstellen werden zudem immer besser. Aus vielen Bereichen des Arbeitslebens sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Die Entlastung des Menschen von gesundheits-gefährdender Arbeit ist dabei ein wichtiges Motiv, das wir auch hier in der Region Nordhessen fördern wollen“, ergänzt Dr. Astrid Szogs, Geschäftsführerin Regionalmanagement Nordhessen GmbH.

EXSKALLERATE, kofinanziert durch das Interreg-Programm für die Nordseeregion 2014 – 2020, heißt KMU aus dem Baugewerbe und der industriellen Fertigung willkommen, sich zu beteiligen und die Vorteile von Exoskeletten zu nutzen.

Weitere Informationen unter

Website: https://northsearegion.eu/exskallerate/

Twitter: https://twitter.com/exskallerate

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/exskallerate


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