ADAC Stiftung: Erste Hilfe leisten – auch während Corona

ADAC Stiftung: Erste Hilfe leisten - auch während Corona / Für rund 50 Prozent ist ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) kein Begriff / Fazit: hoher Aufklärungsbedarf zum Thema Wiederbelebung / So funktioniert ein automatischer externer Defibrillator. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/122834 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ADAC SE/ADAC Stiftung"

image_pdfimage_print

 

(ots) Schnelle erste Hilfe ist bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand überlebenswichtig. Durch das Einmaleins der Wiederbelebung „Prüfen, Rufen, Drücken“ werden erste lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Allerdings obliegt insbesondere es in Zeiten der Corona-Pandemie der helfenden Person, ob eine Herzdruckmassage durchgeführt wird. Unterstützen kann hier zusätzlich der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators.

„Bei einem Notfall steht grundsätzlich der Eigenschutz immer an erster Stelle und jeder Ersthelfer muss in dieser Zeit selbst entscheiden, welche Maßnahmen er durchführen möchte, erläutert Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung. „Aber auch in Corona-Zeiten gibt es Möglichkeiten, erste Hilfe zu leisten, der verunfallten Person zur Seite zu stehen und sich gleichzeitig selbst ausreichend zu schützen. Ansprache der Person, Notruf wählen und vor Ort bleiben, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist – das geht auch mit einem Sicherheitsabstand von 1,50 Meter.“

Wie wichtig aktive Hilfe ist, zeigen die Zahlen: Über 50.000 Menschen erleiden deutschlandweit außerhalb eines Krankenhauses jährlich einen plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand, circa 60 Prozent davon zuhause. Nur jeder zehnte Betroffene überlebt, denn ohne Hilfe kommt es innerhalb von drei bis fünf Minuten zu irreversiblen Schäden am Gehirn, der Rettungsdienst benötigt jedoch durchschnittlich acht bis zehn Minuten zum Einsatzort.

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kann jeder mit einer Herzdruckmassage lebensrettende Maßnahmen einleiten – aber nur 42 Prozent der Deutschen helfen. In anderen europäischen Ländern liegt die Quote bei bis zu 75 Prozent. Neben den grundlegenden Maßnahmen „Prüfen, Rufen, Drücken“ ist eine zusätzliche Beatmung sinnvoll. Sie sollte aber nur von geschulten Personen durchgeführt werden. Ebenso kann der Einsatz eines AED die Überlebenschancen erhöhen, wenn sichergestellt ist, dass die Herzdruckmassage nur für wenige Sekunden, während der Abgabe des Schocks durch den AED, unterbrochen wird. Wie ein AED funktioniert, zeigt die Grafik.

Die ADAC Stiftung hat eine repräsentative Befragung über das Wissen zum Einsatz von AED im Rahmen der Laienreanimation durchgeführt. Nur für etwas mehr als die Hälfte der befragten Personen ohne medizinische Fachkenntnisse ist AED ein Begriff. Je älter die Befragten sind, desto unbekannter ist der Automatische Externe Defibrillator. Zudem wissen 84 Prozent nicht, wo sich der nächste AED befindet, weder im häuslichen Umfeld noch am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz. Nur ca. 40 Prozent kennen die richtige Reihenfolge bzw. Priorisierung für Erste-Hilfe-Maßnahmen „Prüfen – Rufen – Drücken – Beatmen – AED“.

„Unsere Befragung zeigt, dass hoher Aufklärungsbedarf zum Thema Automatischer Externer Defibrillator besteht. Unser Ziel ist es daher, weiter über die wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen undden richtigen Einsatz eines AED zusätzlich zur Herzdruckmassage und ggf. Beatmung aufzuklären und damit die Überlebenschancen bei plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillständen zu erhöhen, erklärt Dr. Andrea David.

Die repräsentative Befragung erfolgte im Auftrag der ADAC Stiftung im November 2019 unter 1.033 Teilnehmern des Bilendi Panels nach CAWI (Computer-Aided-Web-Interviewing) . Die ADAC Stiftung hat bereits 2019 die bundesweite Aufklärungs-Kampagne #heldkannjeder – Das Einmaleins der Wiederbelebung zur Laienreanimation durchgeführt.

Ausführliche Informationen zur Befragung finden Sie unter stiftung.adac.de

 

Original-Content von: ADAC SE

Posts Grid

Was steckt hinter Power-to-X?

  Wie lässt sich erneuerbare Energie möglichst effizient in klimafreundlichen Technologien umwandeln? Mit dieser Frage…

Zeichnen lernen mit Doro -Teil 1

Wie alle bewundern Menschen die zeichnen können. Ich meine so richtig Oldschool, nicht am Pc…

Alleinerziehende: So erhalten sie automatisch einen Freibetrag über 4.000 Euro

  (ots) Der Freibetrag für Alleinerziehende ist auf das Doppelte angestiegen, nämlich auf 4.008 Euro. Vier…

Lockdown : ADAC Straßenwacht leistet uneingeschränkt Pannenhilfe

Corona und Autofahren: Das gilt im Lockdown ADAC Straßenwacht leistet uneingeschränkt Pannenhilfe (ots) Die für…

Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid im Winter besonders hoch – seit Jahresanfang viele CO-Unfälle

  (ots) Gesundheitsgefährdende Vergiftungen durch Kohlenmonoxid (CO) kommen deutlich häufiger vor als vermutet. Sie sind nach…

1000€ Sachschaden und FFP2-Masken für 40 € erbeutet – tolle Leistung

Waldeck: Einbruch in Kindertagesstätte – FFP2-Masken entwendet (ots) Am vergangenen Wochenende (Freitag, 22.01.2021, 16:00 Uhr…

Die Kosten für die neue CO2-Abgabe reduzieren – mit einem Kaminfeuer

  (ots) Nicht nur an der Zapfsäule, auch im Heizungskeller steigen 2021 die Preise. Wer in diesem…

Fatigue-Syndrom: Was Patienten gegen Dauererschöpfung tun können

(ots) Nach einem anstrengenden Tag richtig erschöpft und zum Umfallen müde zu sein, das kennt…

Großbrand in Hann. Münden – Polizeiliche Ermittlungen zur Brandursache beginnen

(ots) HANN. MÜNDEN (jk) – Im Zusammenhang mit dem Großbrand in der Altstadt von Hann….

Argentinien präsentiert die „Maradona-Tour“

  (ots) Argentinien bietet ab heute eine neue Tour in seinem Angebot für Touristen an: Eine…

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung