Israels Flagge weht wieder vorm Rathaus

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Als Zeichen der Freundschaft zu Israel zeigt die Stadt Kassel in dieser Woche Flagge. So wird anlässlich des 55. Jahrestages der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland am Dienstag, 12. Mai, sowie anlässlich des 72. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israels 1948 am Donnerstag, 14. Mai, die blau-weiße Flagge mit dem Davidsstern vor dem Kasseler Rathaus wehen. „Damit will die Stadt ihre besondere Verbundenheit mit Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens sichtbar machen“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle.

Das Judentum habe in Kassel als Religion von Tausenden seiner Bürgerinnen und Bürger über Jahrhunderte seinen festen Platz gehabt und die Stadt maßgeblich geprägt, richtete Geselle den Blick in die Geschichte. Herausragende Vertreter seien beispielsweise Sigmund Aschrott als Vater des Vorderen Westens, Paul Julius Reuter als Begründer der weltumspannenden Nachrichtenagentur Reuters oder auch Sara Nussbaum als Rückkehrerin aus dem KZ Theresienstadt und erste Ehrenbürgerin Kassels.  Diese Tradition für ganz Europa im Holocaust auszulöschen, war Ziel des Nazi-Terrors. „Und dass nach diesem unfassbaren Verbrechen ein Neubeginn möglich wurde, ist eines der größten Hoffnungszeichen der Menschheitsgeschichte“, betonte der Oberbürgermeister. Die israelische Flagge mit ihren religiösen Bezügen sei ein besonderes Symbol dafür.

Die Verbindung Kassels mit Israel und zu Menschen jüdischen Glaubens hier und weltweit sei in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker geworden, führte der Oberbürgermeister aus. So entstand nach dem Krieg durch den Verein der ehemaligen Kasseläner in Israel ein festes Band in das Heilige Land. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, deren langjährige Geschäftsführerin Dr. Eva-Maria Schulz-Jander in diesem Jahr zur Ehrenbürgerin Kassels ernannt wurde, sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Kassel treten für Erinnerung und Versöhnung ein. Die Städtepartnerschaft Kassels mit Ramat Gan, die in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen feiert, gab der Verbindung und der gelebten Völkerverständigung einen festen Rahmen. Heute existieren wieder eine Synagoge und eine lebendige jüdische Gemeinde in Kassel. Auch Hunderte Stolpersteine halten die Erinnerung an viele Menschen fest, die Opfer des antisemitischen Terrors wurden.

„Wir als Demokraten wollen in unserem Land dafür einstehen, dass jede und jeder, ungeachtet Herkunft oder Religion, ohne Angst und in Würde hier frei leben kann. Dies gilt gerade auch für Menschen jüdischen Glaubens. Ihnen überall und den Menschen in Israel besonders wünschen wir am Unabhängigkeitstag Frieden und Glück“, sagte Geselle abschließend. //  Stadt Kassel


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