„37°“-Doku: Wie Eva Erben den Holocaust überlebte

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 „Wenn man die Nazis überlebt, kann man alles schaffen. Denn nichts kann mehr so schlimm werden wie Auschwitz.“

Eva Erben hat zwei Konzentrationslager und durch einen unglaublichen Zufall den Todesmarsch überstanden. Die „37°“-Dokumentation „Zum Glück gab’s diese Kuh – Wie Eva Erben den Holocaust überlebte“ am Dienstag, 28. April 2020, 22.15 Uhr im ZDF, erzählt ihre Geschichte. Autorin Anabel Münstermann reist mit Eva Erben nach Prag, besucht die Orte ihrer Kindheit, begleitet sie nach Theresienstadt und ist dabei, als die 89-Jährige an den Ort zurückfährt, an dem tschechische Bauern ihr das Leben gerettet haben.

Als Kind jüdischer Eltern wuchs Eva Erben in Prag auf. 1941 kam sie im Alter von elf Jahren mit ihren Eltern nach Theresienstadt, 1944 nach Auschwitz. Dort wurde ihr Vater getötet. Ihre Mutter starb während des Todesmarsches an Erschöpfung. Heute glaubt Eva Erben, dass sie vieles nur deshalb überstanden hat, weil ihr ihre Mutter immer wieder durch Erzählungen und Geschichten eine Fantasie-Gegenwelt erschaffen hatte, in die Eva sich hineinträumen konnte. Und dann gab es noch diese Kuh, die ihr auf dem Todesmarsch das Leben rettete. Eva Erben hadert nicht mit der Vergangenheit, bezeichnet sich sogar als glücklichen Menschen. Sie habe sich immer geliebt fühlte, erst von Vater und Mutter, später von ihrem Mann und ihren Kindern. Davon zehrt sie bis heute.

ZDF


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