MT Talents: Positive Bilanz von Björn Brede trotz vorzeitigem Saison-Schluss zum Abschied

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Mit dem Abbruch der Saison 2019/20 auch bei der A-Jugend endet die Amtszeit von Björn Brede als Trainer der MT Talents quasi „unvollendet“. Ein Grund von mehreren, den A-Lizenz-Inhaber noch einmal zum Gespräch zu bitten, um eine Art Bilanz zu ziehen. Natürlich zwangsläufig mit dem zentralen Thema der aktuellen Begleitumstände, aber auch mit sehr positiven Blicken sowohl zurück, als auch nach vorn. Björn Brede saß vier Jahre auf der Bank beim ältesten aller Nachwuchs-Teams der MT Melsungen und führte die Mannschaft in der Saison 2018/19 auf einen herausragenden dritten Rang der Deutschen Meisterschaft. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, die MT Talents innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden Leistungszentren Deutschlands im Jugendhandball zu entwickeln. 
 
 
– Björn, die Saison der A-Jugend wurde nach langer Hängepartie nun doch gestoppt. Wie hast Du die Diskussionen darum verfolgt?
 
Ich habe sie mehr oder weniger aus der Ferne, wie vermutlich jeder Handball, über die einschlägigen Medien – in erster Linie das Internet – verfolgt. Letztendlich ist dieses Szenario bereits seit gut 2 – 3 Wochen erwartbar gewesen, in Anbetracht der Absage vieler Großereignisse.
 
– War es richtig, die Meisterschaft in diesem Stadium abzubrechen?
 
Ich denke, dass die Entscheidung alternativlos ist. Spätestens nach Bekanntgabe der Bundesregierung, alle Großveranstaltungen bis 31.08.2020 zu verbieten. Am Ende ist der Sport die schönste Nebensache der Welt und es gibt aktuell wichtigere Dinge, welche zu Recht absoluten Vorrang genießen müssen.
 
– Der Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft war noch nicht fix, aber sehr wahrscheinlich. Was wäre denn, realistisch betrachtet, noch drin gewesen?
 
Ich bin der festen Überzeugung, vor allem aufgrund des Steigerungspotenzials der Jungs nach „kleinen“ Rückschlägen sowie unter Druckbedingungen, dass wir die verbliebenen vier Spiele der Meisterrunde, davon drei Heimspiele, zu unseren Gunsten hätten entscheiden können. Weshalb Platz 1 in der Meisterrunde für mich absolut  machbar gewesen ist. Und im weiteren Verlauf wollten wir in das Finale und um die DM spielen.
 
– Was Du da gerade skizziert hast, wäre quasi Dein „Abschlusszeugnis“ gewesen, denn Du übergibst ja das Zepter an Deinen Nachfolger Martin Röhrig.
 
Ich sehe es nicht als Ende meiner Trainertätigkeit. Ich werde nach etwas Abstand auf die eine oder andere Weise den MT Talents und dem Handball weiter erhalten bleiben. Somit ist kein Abschlusszeugnis notwendig 😉
 
– Wie bitter ist es, ohne diesen rein sportlichen Abschluss die Trainerbank bei den MT Talents zu verlassen?
 
Es wäre zweifellos ein schönerer Abschluss gewesen, aber ich bin mit mir grundsätzlich im Reinen und denke nicht zu viel darüber nach. Und rein sportlich gesehen, haben wir bis zum Abbruch phasenweise tollen und begeisternden Handball gezeigt. Leider konnten wir dies zu selten, nur bei acht von 19 Partien, vor heimischem Publikum tun.
 
– Was traust Du den MT Talents in der kommenden Saison in der Jugendhandball-Bundesliga zu?
 
Ich sehe alle drei Leistungsmannschaften wieder sehr gut aufgestellt! Weshalb es mich nicht wundern würde, wenn alle drei Mannschaften mehr als nur ein gewichtiges Wort um die jeweiligen Meisterschaften mitreden würden. Der A-Jugend traue ich eine Wiederholung des DM-Titels absolut zu.
 
– Was bleibt Dir aus Deiner Zeit bei den MT Talents besonders im Gedächtnis? Gab es einen (oder mehrere) dieser ganz speziellen „Gänsehaut-Momente“, den (die) Du nie vergessen wirst?
 
In den vergangenen Jahren hat es viele herausragende Partien und Momente mit Gänsehaut-Effekt gegeben, welche alle ihre eigene Geschichte und Wichtigkeit besessen haben. Hierzu zählt für mich beispielhaft auch die erste Partie in der Qualifikation zur JBLH für die Saison 2016/17, weshalb ich hier generell keine Rangfolge betreiben möchte.
 
– Du verlässt uns ja nicht ganz, sondern bleibst der Ausbildung im Handball erhalten. Kannst Du das bitte noch einmal kurz skizzieren?
 
Ich werde mich als Stützpunkttrainer für den HHV „im Allgemeinen“ weiter einbringen. Diese Tätigkeit ruht aber unter den aktuellen Bedingungen noch auf unbestimmte Zeit und wird mit Wiedereintritt der Normalität starten.  Alle anderen Gedankenspiele und Gespräche, mich darüber hinaus weiter „im Speziellen“  bei der MT einzubringen, sind derzeit im Ruhemodus.
 
– Wie stark beeinflusst der momentane Stillstand dabei die Planung Deiner zukünftigen Tätigkeit?
 
Es findet aktuell auch keine Planung statt. Das wird frühestens nach der Corona-Pandemie erst wieder anlaufen können.

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