Tiere in Brut- und Setzzeit nicht stören

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NABU bittet um Rücksicht im Schutzgebiet „Hute am Seilerberg“

 

Wetzlar – Im Nationalen Naturerbe und NABU-Schutzgebiet „Hute am Seilerberg“ bei Habichtswald-Ehlen hat die Brut- und Setzzeit begonnen. Da in den warmen Frühlingstagen immer mehr Menschen in die freie Natur drängen, bittet der NABU darum, sich an das Wegegebot im Schutzgebiet zu halten und Hunde stets an der Leine zu führen. „Brütende Vögel wie Feldlerche, Baumpieper, Neuntöter und Goldammer brauchen Ruhezonen, um stressfrei ihre Jungen großziehen zu können“, erklärt Hartmut Mai, Vorsitzender der Stiftung Hessisches Naturerbe. Bei der Schafherde, die das Gebiet ganzjährig beweidet, hat zudem die Lammzeit begonnen. „Es bleiben immer wieder Mutterschafe mit Lämmern hinter der Herde zurück. In dieser sensiblen Phase müssen sie möglichst ungestört bleiben“, so Mai.

NABU-Schutzgebietsbetreuer Bernd Enders musste in den letzten Tagen einzelne Verstöße gegen die notwendigen Regeln zum Schutz der Natur verzeichnen. „Als Naherholungsgebiet erleben wir in Coronazeiten einen verstärkten Andrang. An den Ostertagen wird das wahrscheinlich noch zunehmen“, so Enders. Einerseits freue sich der NABU über ein reges Interesse am Naturerleben im Frühling. „Wenn sich alle Besucher des Schutzgebiets an die Regeln hielten, gäbe es keine Probleme. Mensch und Natur, das gehört eigentlich zusammen“, erläutert Enders. Da es aber immer wieder einzelne unvernünftige Besucher gebe, die quer durch das Gelände liefen, müssten die NABU-Schutzgebietsbetreuer Kontrollgänge unternehmen und auf die Einhaltung der Regelungen hinweisen.

Der NABU erinnert zudem daran, dass auch das Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie beachtet werden muss. Aus diesem Grund ist das Picknicken im Nationalen Naturerbe derzeit nicht erlaubt.

NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe


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