NABU|naturgucker: Draußen beobachten oder lieber nicht?

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Gerade jetzt lockt der Frühling und man möchte am liebsten nach draußen gehen. Aber darf und sollte man das in Zeiten einer Pandemie überhaupt? Ja, denn bislang ist es nicht generell verboten, das Haus zu verlassen. Das Bundesministerium für Gesundheit formuliert es auf seiner Website so, dass unter anderem Bewegung an der frischen Luft weiterhin möglich ist. Ein Naturspaziergang ist Bewegung an der frischen Luft, und die kann bei Einhaltung der Sicherheitsregeln förderlich für die Gesundheit sein. Außerdem hebt ein Aufenthalt im Freien – vor allem bei Sonnenschein – die Stimmung, was in diesen ungewöhnlichen Zeiten ein wichtiger Aspekt ist.

Bei alldem ist jedoch immer Augenmaß gefragt. Das Aufsuchen von Gebieten mit vielen Besuchern ist nicht ratsam. Dort könnte es schwierig werden, den notwendigen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Im eigenen Garten sind Naturbeobachtungen hingegen in jedem Fall unproblematisch. Meldungen von dort oder von Ihrem Balkon sind beim NABU|naturgucker immer genauso willkommen wie solche aus der freien Natur. Für Meldungen ohne Registrierung können Sie diesen Link nutzen.

Lesetipps für Zeiten auf dem Sofa

Falls Sie lieber nicht rausgehen möchten oder nach einem Spaziergang gern auf dem Sofa entspannen, haben wir einige Lesetipps rund um die Natur für Sie. Für all jene, die an phänologischem Wissen interessiert sind, ist das Buch „Pflanzen im Rhythmus der Jahreszeiten beobachten“ aus dem Haupt Verlag lesenswert. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ein Beobachtungsprojekt durchführen, halten wir dieses Werk für überaus lehrreich. Ähnliches gilt für „Blumen und ihre Bewohner“, das viele Anregungen für Beobachtungen im Verlauf des Jahres bietet; es ist ebenfalls unserem Partner Haupt Verlag.

Ganz besonders am Herzen liegt uns das im Goldmann Verlag erschienene Werk „Der Ruf der Kraniche“ von Dr. Bernhard Weßling. Der Kranichexperte hatte im vergangenen Jahr auf dem NABU|naturgucker-Kongress einen mitreißenden Vortrag über die großen Vögel gehalten und damit die rund 160 Besucher begeistert. Sein Buch geht noch viel mehr in die Tiefe und bietet erstaunliche, überraschende und spannende Einblicke in das Leben der „Vögel des Glücks“, die er darin als intelligente und geistig sehr flexible Lebewesen skizziert.

Stammbaum erweitert und mehr

Vor einigen Monaten haben wir beim NABU|naturgucker den Stammbaum neu eingeführt. Mit seiner Hilfe können Sie anhand von Bildern Arten, Gattungen und Co. kennenlernen. Außerdem können Sie, wenn Sie eine Art nicht sicher bestimmen können, den Stammbaum zum Recherchieren nutzen. Vom Reich über die Familie bis hin zur Art reichen die einzelnen systematischen Kategorien. Neu hinzugekommen sind nun Subtaxa, also Unterarten und Variationen. So können Sie beispielsweise in der Übersicht der Schafstelze jetzt die Thunbergschafstelze ebenso finden wie die Iberienschafstelze. Probieren Sie es aus!

In diesem Sinne: Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!


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