Das Projekt „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“ wird ein weiteres Jahr fortgesetzt

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Sie stehen für das Projekt „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“: (v.l.n.r) Helga Engelke, Vors. des Seniorenbeirats, Winfried Kron, Referatsleiter HMSI; Andreas Winkel (HR), Moderator, Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Projektleiterin Sabine Herber, Projektbegleiter Dr. Michael Glatthaar, Helmut Ernst, Vors. Behindertenbeirat (Copyright: Stadt Kassel, Fotograf: Harry Soremski)

„Was ursprünglich als Abschlussveranstaltung geplant war, wurde erfreulicherweise zu einer Zwischenbilanz“, konnte Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Ilona Friedrich jetzt bei der Begrüßung zu Bestandsaufnahme des von ihr initiierten Projekts „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“ im Bürgersaal des Rathauses bekanntgeben. Es geht dabei um Maßnahmen zum Abbau noch bestehender Barrieren für Menschen mit Behinderungen im Bereich Sport durch eine Ausweitung der inklusiven Bewegungsangebote.

Das mit Fördermitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) bezuschusste Projekt sollte ursprünglich bis März 2020 laufen, nun wird es um ein weiteres Jahr verlängert. „In Kassel ist sehr viel Energie und Engagement zu spüren und deutlich ist, dass das Projekt in der Region angekommen ist. Damit ist davon auszugehen, dass es auch Nachhaltigkeit habe wird, was wiederum zur Verlängerung und weiteren Förderung durch das Land Hessen geführt hat“, erklärte Winfried Kron, Referatsleiter im Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, der zum Zwischenbilanzveranstaltung nach Kassel gekommen war.

Gefragt sind neue Projektideen

„Wir haben in der ersten Förderphase bereits eine bunte Vielfalt an Projekten durch unsere Jury auswählen können, die eindrucksvoll umgesetzt wurden“, sagte Bürgermeisterin Friedrich. Jetzt gehe es darum, weitere und neue Projektideen für ein bewegtes Miteinander zu entwickeln, denn die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der geförderten Projekte sei sehr wichtig, da hierdurch an vielen Stellen Anstöße für eine inklusivere Gesellschaft gegeben werden können.

Wesentliche Voraussetzung ist, dass der jeweilige Wettbewerbsbeitrag einen Beitrag zum Thema Inklusion leistet und Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen einbezieht. Teilnehmen können Vereine, Verbände und Organisationen oder Gruppen mit mindestens 5 Personen aus der Stadt Kassel, jedoch keine Einzelpersonen.

Wettbewerbsbeiträge können bis zum 30. Juni 2020 digital oder per Post an  sabine.herber@kassel.de oder  alem.andezion@kassel.de sowie die Adresse: Magistrat der Stadt Kassel – Sozialamt – Holländische Str. 141, 34127 Kassel, eingereicht werden.

Eine Jury entscheidet über die Auswahl. Für die Umsetzung der prämierten Wettbewerbsbeiträge ist aktuell der Zeitraum 1. August 2020 bis zum 15. März 2021 vorgesehen.

Hintergrund

Seit die Stadt Kassel im April 2018 vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration als „Modellregion Inklusion“ anerkannt wurde und seitdem gefördert wird, ist vieles in Bewegung geraten. Unter großer Beteiligung vieler Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wohlfahrtsverbänden, Interessens- und Selbsthilfegruppen, Vereinen und wurde durch einen Wettbewerb zahlreiche Projektideen für „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“ ausgelobt und mit einer Förderung aus Projektmitteln im Laufe des vergangenen Jahres erfolgreich umgesetzt. Start war im August 2018. Ein Masterplan mit dem Ziel, die Erkenntnisse und Ergebnisse des Modellvorhabens in nachhaltige Strukturen umzusetzen, wird aktuell erarbeitet. Insgesamt konnte darüber hinaus auch eine Sensibilisierung für das Thema erreicht werden. Kassel ist eine von 17 hessischen Städten, die aus dem Programm „Modellregion Inklusion“ unterstützt werden. Grundlage ist der Hessische Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Regionale Vorhaben und Planungen zur Integration von Menschen mit Behinderungen werden dabei ausdrücklich gefördert. 

Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.


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