Naturkundemuseum verzeichnete 2019 Besucherrekord – Kultureinrichtungen der Stadt sind insgesamt gut aufgestellt

image_pdfimage_print

Im Jahr 2019 verzeichnen die Kultureinrichtungen in Trägerschaft der Stadt Kassel einen weiteren Zuwachs an Besucherinnen und Besuchern.

Für das Naturkundemuseum hat das Jahr sogar einen Rekord gebracht. Das Haus zählte 93.890 Gäste, teilte Museumschef Dr. Kai Füldner mit. Im Vergleich zu 2018 mit 70.132 Besuchen ist das ein Anstieg um über 30 Prozent. Die offensichtliche Anziehungskraft des Museums im Ottoneum ist insbesondere auf die Sonderausstellungen mit aktuellen Themenbezügen sowie insgesamt 791 Veranstaltungen wie Führungen, Workshops, Vorträge, Kindergeburtstagsfeiern und Sonderaktionen zurückzuführen.

Auch im Stadtmuseum am Ständeplatz kletterten die Zahlen nach oben: 28.987 Besuche wurden dort über das Jahr 2019 verteilt verzeichnet, 9.171 mehr als im Jahr 2018. Hier machen sich die vielbeachteten Sonderausstellungen wie die noch bis zum 6. September 2020 zu sehende „Ab in die 80er!“ mit über 300 Objekten ebenfalls deutlich bemerkbar.

Insgesamt hat das Stadtmuseum im Jahr 2019 mit 587 Veranstaltungen und Führungen die Stadtgeschichte auf lebendige Art aufleben lassen und neue, zunehmend jüngere Besucherinnen und Besucher gewinnen können. So wird es auch weitergehen, etwa bei einem für den 15. März 2020 geplanten Familientag, an dem die Faszination der 80er Jahre anhand von „Zauberwürfel, Walkman und Sagaland“ für Besucherinnen und Besucher jeden Alters erlebbar wird.

Stadtbibliothek: Standort und digitale Angebote zahlen sich aus Am gut erreichbaren Standort im Victoria-Hochhaus und mit der Möglichkeit der Online-Ausleihe weist auch in der Stadtbibliothek die Kurve nach oben. Im Jahr 2019 ist die Zahl der Nutzungen im Vergleich zum Vorjahr bereits um 38.072 auf 530.996 gestiegen. Auch im Hinblick auf die Besucherzahlen wirkte sich das moderne und breit gefächerte Angebot der Stadtbibliothek positiv aus. 200.843 Besucherinnen und Besucher kamen im vergangenen Jahr in die Stadtbibliothek, es gab 44 Veranstaltungen für Erwachsene mit insgesamt 2.661 Gästen sowie 127 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche mit insgesamt 2.731 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zu den 59 Führungen kamen 1.141 Interessierte, außerdem wurden 291 Gruppen und Klassen mit insgesamt 5.392 Teilnehmern betreut.

Die Stadtbibliothek hat im Jahr 2019 weitere Voraussetzungen dafür geschaffen, diesen positiven Trend fortzusetzen und neue Anziehungspunkte für Menschen aller Generationen, Bildungsschichten und Kulturen zu präsentieren. So ist beispielsweise ein „Lernort“ in Kooperation mit dem Grundbildungszentrum der vhs Region Kassel eingerichtet worden. Es wurden zudem 15 Notebooks zur kostenfreien Präsenznutzung in der Bibliothek angeschafft und Arbeitsmaterialien für Kursteilnehmer unter dem Aspekt „Gering Literarisiert“ zusammengestellt. Ein weiterer Programmhöhepunkt war die Veranstaltungsreihe „StadtLesen“ auf dem Walter-Dierichs-Platz, die in Kooperation mit dem NVV stattfand und die Begeisterung für Literatur einem breiten Publikum vermittelte. Kulturhaus Dock 4: Zentrum der Freien Szenen Zwischen Januar und Dezember 2019 kamen insgesamt 16.471 Besucherinnen und Besucher in den spartenübergreifenden Produktions-, Ausstellungs- und Aufführungsort für die freien Kulturszenen Kassels.

Das Dock 4 war auch im Jahr 2019 die zentrale Spielstätte für zahlreiche Akteure aus der freien Tanz-, Theater und Musik-Szene. Durch das vielseitige Programm, das von Puppentheater, über die Indie-Konzertreihe „Zwischendeck & Tape“ bis hin zu zeitgenössischen Tanzaufführungen reicht, wird seit 1990 ein breites Publikum unterschiedlicher Altersschichten angezogen. Das Miteinander unterschiedlicher Akteure, die Vielfalt und die Qualität der kulturellen Angebote des Hauses sowie die breite und niedrigschwellige Publikumsansprache sind kennzeichnend für das Dock 4.

Stadtarchiv: Neue Kooperationen und Digitalisierung Neue Kooperationen und Digitalisierung waren im Jahr 2019 im Kasseler Stadtarchiv wichtige Schwerpunkte. Insgesamt wurden rund 100 Veranstaltungen zur Vermittlung der Lokalgeschichte – Führungen durch das Archiv, Themenführungen, Veranstaltungen für Schüler und Studierende – angeboten. Verschiedene Kooperationsveranstaltungen mit dem Stadtmuseum wie die Themenführungen zu Kassel in der NS-Zeit und die Organisation und Durchführung des Begabtentags im Stadtarchiv und dem Stadtmuseum im November 2019 erweiterten das traditionelle Tätigkeitsspektrum des Stadtarchivs und ebneten den Zugang für neue Besucherkreise.

Für 2020 ist unter anderem ein weiteres Kooperationsprojekt des Stadtarchivs mit dem Stadtmuseum und einer Kasseler Schule zum Thema „1. Weltkrieg“ sowie die Ausstellung „Kassel perspektivisch- die Stadtentwicklung anhand von Karten und Plänen aus dem Stadtarchiv“ geplant.

Das volle Programm: Die Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“

Die Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ hat im Jahr 2019 insgesamt 101 Aufführungen veranstaltet, darunter 54 eigene, sowie die 20 Konzerte in Kooperation mit der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) unter dem Titel „Kultur unterm Kronleuchter“.

Ganz prominent widmet sich die Musikakademie im Jahr 2020 dem Ganzjahresprojekt „Was wäre, wenn…? Beethoven+Kassel“. Vor dem Hintergrund dieser hypothetischen Frage und mit Blick auf den 250. Geburtstag Beethovens im Jahr 2020 begibt sich die Musikakademie bis Dezember 2020 auf eine Spurensuche: ausgehend von der Frage, wie sich das Werk Beethovens und die Musikstadt Kassel gegenseitig beeinflusst haben könnten, ist „Was wäre wenn…? Beethoven + Kassel“ eine Einladung, die Musik des großen Komponisten zu entdecken und gleichzeitig einen neugierigen Blick auf die Lebenswelt Kassels im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert zu werfen. Am Projekt wirken zahlreiche Kultureinrichtungen und –verbände mit.

Lob der Kulturdezernentin

Kulturdezernentin Susanne Völker hält fest: „Der Publikums- und Besucherzuspruch, den die städtischen Kultureinrichtungen im zurückliegenden Jahr erfahren haben, ist ein Beleg dafür, wie wichtig sie für das stadtgesellschaftliche Leben in Kassel sind: als Wissens- und Lernorte ebenso wie als Begegnungs- und Kreativräume. Durch die stetige Weiterentwicklung ihrer Ausstellungskonzepte, Lehrangebote, Veranstaltungsreihen und medialen Angebote werden sie auch künftig aktuelle Strömungen aufgreifen, Themen reflektieren und Beiträge zu wichtigen Diskursen leisten können. Dafür gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Häusern mein herzlicher Dank.“

Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.

 


NordHessen-Journal Nachrichten und Berichte von NordHessen für NordHessen