Digitale Inklusion: Jetzt. Für alle.

Paul Lunow, Gründer von Nepos, unterstützt bei der digitalen Inklusion der Generation 65+. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/140483 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/NEPOS GMBH"

image_pdfimage_print

 

(ots) Die Digitalisierung ist ein Gewinn für Politik, Wirtschaft Gesundheit und Gesellschaft, doch 13 Mio. Menschen in Deutschland sind nicht online, also hinter digitalen Mauern und profitieren nicht von den Vorteilen. Das hat enorme Auswirkungen auf das Gesundheitssystem, den Ausgang von Wahlen aber auch die Belastung der Kommunen und das Verhalten der nachwachsenden Generationen. Wir müssen handeln und die digitale Inklusion der Älteren und Nicht-Digitalen jetzt anpacken!

Paul Lunow, Geschäftsführer von Nepos, kritisiert die aktuelle Situation der digitalen Inklusion aller Teile und Altersschichten in unserer Gesellschaft: „Eine nicht-digitale Gesellschaft können wir alle uns nicht mehr leisten. Also brauchen wir kurzfristig konkrete Konzepte, um dieses Thema auf die Tagesordnung in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu bringen.“ Die Bedienoberfläche von Nepos bietet eine von vielen Möglichkeiten, diesen notwendigen Schritt mit der gesamten Gesellschaft zu gehen.

Eine analoge Generation in einer digitalen Welt – gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich eine Herausforderung.

Über 13 Mio. Menschen in Deutschland werden zu den „digital Abseitsstehenden“ gezählt (1). 10 Mio. von ihnen haben laut D21 Digital Index 2018/19 gar keinen Zugang zur digitalen Welt. Die Mehrheit der sogenannten Offliner fühlen sich von der Dynamik und Komplexität des Internets überfordert. Noch immer ist für viele die Angst vor dem Versagen oder Kaputtmachen größer als die Neugier. Oder es mangelt schlicht an Bezugspersonen im eigenen Umfeld, die bei Fragen unterstützen könnten.

Für die digitale Inklusion der Älteren und Nicht-Digitalen besteht dringender Handlungsbedarf.

1. Digitale Inklusion minimiert drastisch die Kosten des Gesundheitssystems.

„Die Einsamkeit im Alter ist so schädlich wie 15 Zigaretten am Tag“, so Prof. Dr. Maike Luhmann der Ruhr-Universität Bochum, die eine Studie mit über 16.000 Probanden zum Thema Einsamkeit durchführte (2). Alterseinsamkeit heißt nicht mehr vorhandene Kontakte, mangelnde Interaktion und weniger Bewegung. Die soziale Isolation vermindert die Selbstregulierung und soziale Kontrolle genauso wie die Stressresistenz und sorgt außerdem für einen schlechten Schlaf. Menschen, die ins Abseits der Gesellschaft gedrängt werden und in Isolation leben, sind anfälliger für Krankheiten wie Übergewicht, Depression, Brustkrebs, Herzprobleme, Schlaganfall und Demenz (3). Funktionierende soziale Beziehungen, die durch eine digitale Inklusion gefördert werden, wirken dem entgegen und erhöhen die Lebensdauer um bis zu 50% (2).

2. Digitale Inklusion bietet finanzielle Entlastung für die Folgegenerationen.

Die Daseinsvorsorge wird zunehmend digitalisiert, was den Ausschluss der Älteren und Nicht-Digitalen bedeutet. Doch für eine lange Übergangsfrist werden Auskünfte, Anträge und Hilfsangebote sowohl online als auch analog vom Staat zur Verfügung gestellt. Die Altenquote (Anteil der Generation 65+ im Verhältnis zu den Erwerbstätigen) wird laut der Kommission zur Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme unter Vorsitz von Prof. Bert Rürup weiter stark steigen (2000: 24,2 %; 2030: 34,9 %; 2040: 52,6 %) (4). Diese finanzielle Belastung und Herausforderung für die Staatsdienste kann die digitale Inklusion abmildern, wenn die Älteren der Gesellschaft befähigt werden, öffentliche Dienste und Services online zu nutzen. So wird die Verwaltung beschleunigt, die öffentlichen Finanzen und damit auch die Steuerzahler der Zukunft entlastet.

3. Mit der digitalen Inklusion erreicht die Politik wirklich die gesamte Bevölkerung.

Auch wenn die Stimmabgabe zu 100% analog erfolgt, findet die politische Willensbildung und Entscheidungsfindung zunehmend digital durch Social Media, Online-Medien, digitale Meinungsumfragen und zahlreiche Diskussionen im Internet statt. Die großen Volksparteien setzen vermehrt auf digitale Wahlkampagnen: ca. 20 Mio. Euro (5) werden jeweils für einen Bundestagswahlkampf ausgegeben, wovon ein wachsender Anteil an Google, Facebook & Co. geht. Im Wahlkampf 2019 belief sich das Facebook-Werbebudget pro Woche auf über 200.000 Euro (6). Die Kosten für persönliche und gedruckte Kommunikation werden eingespart und die Älteren und Nicht-Digitalen von der Interaktion ausgeschlossen.

Die ältere Generation ab 60 Jahren macht einen erheblichen Teil der Wählerschaft aus (in der EU sind es 25 %, in D = 34 % (7)). Ihre Teilhabe am politischen Austausch setzt eine Gleichberechtigung beim Informationszugang voraus und ermöglicht einen Dialog mit allen Gesellschaftsgruppen. Die digitale Inklusion aller Menschen sollte daher das erklärte Ziel der Politik sein.

4. Nur mit der digitalen Inklusion funktioniert die digitale Kommune für alle.

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen bis Ende 2022 alle 575 Leistungen in Verwaltungsportalen digital zugänglich zu machen (8). Viele Kommunen ächzen schon heute unter dem umfangreichen Maßnahmenpaket für die sehr unterschiedlichen Zielgruppen. Laut „Zukunftsradar Digitale Kommune 2019“ (9) haben 55% der Deutschen Städte und Kommunen noch keine Digitalstrategie entwickelt und nur 7% (von 538) geben an, sich in der Umsetzungsphase zu befinden.

Bei allen bisher bekannten Maßnahmen steht auch die Stärkung der Kompetenzen der Älteren im Mittelpunkt. Portale wie https://www.wissensdurstig.de können zusammen mit Informationsmaterialien und Veranstaltungen unterstützen. Dem Wunsch nach vermehrt digitaler Nutzung steht auch der komplizierte Aufbau und Aufbereitung der kommunalen Angebote im Weg, die die Älteren überfordern. Eine radikale Vereinfachung der existierenden komplizierten Angebote ist notwendig, um den Abbau von Zugangsbarrieren und die erleichterte Handhabung für Ältere und Digital-Unerfahrene zu erreichen. Zur Unterstützung dieser Ziele ist Nepos bereits mit den ersten Kommunen in Deutschland im Gespräch.

5. Je digitaler, desto mobiler und interaktiver im Alter.

Auch die Bertelsmann Stiftung attestiert digitalen Innovationen vielfältige Chancen für das soziale Leben, das Wohnen und die Gesundheit (10). Sie bringen verloren gegangene Wertschätzung zurück und sorgen für die Integration in eine Gemeinschaft, für aktive soziale Kontakte aber auch mehr Bewegung, Interaktion, Nachbarschaft, Reisen und Kommunikation über Entfernungen. Für ein zufriedeneres und gesünderes Leben.

*** Wie die digitale Inklusion gelingt! ***

Der Schlüssel für eine umfassende digitale Inklusion ist ein stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse der Älteren, eine einheitliche Bedienung der zahlreichen Angebote und eine zielgruppengerechte Anleitung. Nepos Geschäftsführer Paul Lunow dazu: „In den letzten vier Jahren haben wir gemeinsam mit Hunderten Seniorinnen und Senioren Erkenntnisse gewonnen, die wertvoll für die Produkte und Dienstleistungen der Zukunft sind.“

*** Die digitale Inklusion schaffen wir nur gemeinsam. ***

Viele Unternehmen und Startups arbeiten im Sinne einer digitalen Inklusion aller Menschen in unserer Gesellschaft, um gemeinsam digitale Mauern einzureißen, die noch immer die Älteren unserer Gesellschaft vom Geschehen ausgrenzen. Beispiele für Unternehmen, die Produkte und Services für die digitale Inklusion bieten:

   - https://nebenan.de
   - https://www.digitaler-engel.org
   - https://www.wegeausdereinsamkeit.de/
   - https://lumenapp.com
   - https://growwisr.com
   - https://www.grandpal.co
   - https://ada.com/de/

 

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung