Tipps: Autoreifen richtig lagern und pflegen

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Autoreifen richtig lagern und pflegen um die Lebensdauer zu maximieren

Zweimal jährlich verlangt die Witterung, die Autoreifen zu wechseln. Jedes Mal wird der demontierte Satz eingelagert. Ein geeigneter Lagerort garantiert den guten Erhalt der Reifen. Einige Vorbereitungen und die beste Position tragen ebenfalls dazu bei. Geringer Aufwand und wenige Details erzielen große Wirkung.

Abmontieren und vorbereiten

Im Herbst und im Frühjahr ist Reifenwechselzeit. Wer sich nach der Demontage etwa eine Stunde Zeit nimmt, kann viel für den guten Erhalt der Autoreifen tun. Kleine Markierungen erinnern an die Position. Die einzelnen Reifen werden mit Wasser abgespritzt und abgebürstet. Bei Bedarf kann Neutralseife oder ein sanftes Spülmittel verwendet werden. Alkohol-, lösemittel- und ölhaltige Reiniger schaden dem Reifengummi. Nach dem Trocknen lässt sich der Reifen rundherum gut prüfen und Steinchen aus den Profilrillen entfernen. Reifen kann man hier bestellen wenn irreparable Schäden wie Risse, Beulen und abgefahrenes Profil entdeckt werden. Jetzt steht dem sachgerechten Einlagern am richtigen Ort nicht mehr im Weg.

  • Markieren (hr=hinten rechts, vl=vorne links, hr, vr, rr=Reserverad)
  • Säubern
  • Prüfen auf Beschädigungen
  • Fremdkörper (Steinchen) aus Profil entfernen
  • Luftdruck um 0.5 bar erhöhen
Eigenschaften des Lagerorts

Bei der Auswahl des Lagerorts spielen die Ansprüche und Eigenschaften von Gummi beziehungsweise Kautschuk die wichtigste Rolle. Die Reifensubstanz erhält sich unter folgenden Bedingungen am besten:

  • Trocken (unter sechzig Prozent Luftfeuchtigkeit)
  • Dunkel (keine Sonneneinstrahlung und schädliches UV-Licht)
  • Kühl (zwischen fünf und zwanzig Grad Celsius)

Es gibt einige versteckte Fallstricke, die beim Reifeneinlagern nicht immer auf Anhieb auffallen. So betont beispielsweise die DEKRA den schädlichen Einfluss von Geräten und Maschinen, die Ozon produzieren. Auch Feuchtigkeit und Wärme schaden. Folgende Lagerorte eignen sich nicht:

  • Feuchte und klamme Kellerräume
  • Wasch- und Trockenkeller
  • Winterreifen in der heißen Garage im Sommer
  • Räume mit Geräten und Maschinen (Heizungskeller, Werkstatt, Pumpenraum)
Lagerart und Position
Keine gute Idee: So sollte man seine Autoreifen überlängeren Zeitraum nicht liegen lassen

Große Bedeutung kommt der mechanischen Belastung beziehungsweise Entlastung der Autoreifen zu. Grundsätzlich unterscheiden sich die Ansprüche für Reifen mit und ohne Felgen. Ohne Felge sind die Gummiringe natürlich instabiler. Sie werden aufgestellt, idealerweise aneinander gelehnt und etwa einmal monatlich gedreht. Reifen mit Felge sollten nicht auf diese Art gelagert werden. Sie lassen sich gut aufhängen oder waagerecht stapeln. Spezielle Felgenbäume und Wandhaken sorgen für schonende Aufbewahrung bei geringem Platzbedarf.

Autoreifen mit Felge lagern:

  • Nicht stehend
  • Aufhängen an Felge
  • Ventile einpacken
  • Waagerecht und passgenau stapeln (maximal vier Reifen)

Autoreifen ohne Felge lagern:

  • Nicht stapeln und flach aufeinanderlegen
  • Nicht aufhängen
  • Senkrecht aufstellen
  • Regelmäßig drehen
Instandhalten und Pflegen

Am Lagerort sollten keine Tiere Zugang haben, da Tierurin das Gummi und Felge beschädigen. Auch Ungeziefer sollte ausgeschlossen werden können. Schutzhüllen aus Kunststoff sollten nur gut belüftet über den Reifen ausgebreitet werden. Ein gelegentliches Abstauben und Entfernen von Spinnen- und Staubfäden schadet nie. Wenn sich zuhause kein geeigneter und sicherer Lagerort anbietet, übernehmen manche Reifenhändler und Werkstätten das. Um die unversehrte Rückgabe abzusichern, bietet der ADAC ein Protokollvordruck als PDF zum Herunterladen an.

Was beim Reifen einlagern noch auffallen kann

Wer Autoreifen demontiert und einlagert, hat auch immer gleich eine gute Gelegenheit, mögliche Defekte nachzuverfolgen, die nicht unmittelbar mit dem Reifen zu tun haben. Sowohl um Ostern herum als auch im Oktober lassen sich folgende Sichtkontrollen ausführen:

  • Ungleichmäßig abgefahrene Reifenprofile (Radaufhängung, Stoßdämpfer)
  • Zustand der Bremsscheiben
  • Durch händisches rollen lassen das Beobachten des geraden Laufs (Unwuchtkontrolle)
  • Korrosion und Rost an der Felge einschließlich der Innen- beziehungsweise Rückseiten

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