Der Reiz des Unbekannten: MT startet in EHF Cup-Gruppenphase


Die erste Hürde auf europäischer Ebene hat Handball-Bundesligist MT Melsungen erfolgreich genommen und sich für die Gruppenphase im Men’s EHF Cup 2019/20 qualifiziert. Das erste von sechs Spielen in diesem Durchgang steigt am Sonntag, 9. Februar, um 15:00 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle. Gegner ist der einzig noch in diesem Wettbewerb verbliebene polnische Vertreter KPR Gwardia Opole. Karten sind noch im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 13:30 Uhr geöffneten Hallenkasse erhältlich.

Die MT war zwar schon in 2015 und 2017 im EHF Cup vertreten, hat aber noch nie gegen eine Mannschaft aus dem Nachbarland Polen gespielt. So bleibt den Rotweissen und ihren Fans auch bei der dritten Teilnahme an diesem europäischen Clubwettbewerb der Reiz des Unbekannten erhalten. Das gilt übrigens auch für die beiden weiteren Gegner in dieser Gruppenphase, die dänische Mannschaft Bjerringbro-Silkeborg und – mit einer kleinen Einschränkung – auch für die Portugiesen von SL Benfica. Auf diesen Gegner ist die MT zwar schon einmal in der Saison 16/17 getroffen, doch es stehen nur noch drei Akteure von damals im aktuellen Kader mit dem berühmten Vereinsnamen.

Die Gruppenphase im EHF Cup wird in vier Gruppen à vier Mannschaften – jeweils in Hin- und Rückspiel –  ausgetragen. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe kommen ins Viertelfinale. Aus der Liqui Moly Handball-Bundesliga sind außer der MT Melsungen noch die Rhein-Neckar Löwen (Gruppe B), der SC Magdeburg (Gruppe C) und die Füchse Berlin (Gruppe D) am Start.

Auftakt gegen KPR Gwardia Opole

Los geht es für die Nordhessen mit einem Heimspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle am Sonntag, zur familienfreundlichen Anwurfzeit, um 15:00 Uhr. Doch die MT weiß gar nicht so genau, was sie mit dem Gegner aus Polen erwartet. Denn KPR Gwardia Opole, zurzeit Tabellensechster der “PGNIG Superliga”, ist international gesehen noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Mit mehrheitlich 20- und 21-jährigen Spielern gehört Opole auf alle Fälle zu den jüngsten Teilnehmern dieses Wettbewerbs. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist das Team von Trainer Rafa? Kuptel, einem ehemaligen Nationalspieler, bis in die Gruppenphase vorgestoßen. Kuptel stand übrigens im inzwischen legendären WM-Finale 2007 gegen Deutschland als Spielmacher im polnischen Team, das bekanntlich Vizeweltmeister wurde.

Natürlich hat sich sein Pendant auf Melsunger Seite, MT-Trainer Heiko Grimm, über den Gegner informiert. Um zu dem Schluss zu kommen, dass man diesen Kontrahenten keineswegs auf die leichte Schulter nehmen darf. Etwa nur, weil dem vermeintlich die Erfahrung fehlt. “Ganz so unbedarft ist diese Mannschaft nämlich nicht, wie übrigens auch der Tabellenplatz zeigt. Obgleich es schwer ist, die polnische und deutsche Erste Liga aus dieser Perspektive miteinander zu vergleichen. Opole spielt mit jugendlicher Unbekümmertheit nach vorne und baut hinten auf eine Abwehr, die durchaus Überraschungsmomente bereithält. Letztlich wissen wir aber auch um unsere eigenen Stärken und darauf werden wir uns konzentrieren”, so Heiko Grimm. Dabei ist die Devise klar: Zum Auftakt in die Gruppenphase soll ein Sieg her, in diesem Heimspiel erst recht.

Bis auf den verletzten Felix Danner, der sich nach erfolgreicher Knieoperation (Meniskusriss) in der Rekonvaleszenz befindet, hofft Heiko Grimm am Sonntag aus dem Vollen schöpfen zu können. Voraussetzung ist, dass sich kein weiterer Spieler mehr beim Bundesligamatch gegen die Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag in Mannheim verletzt. “Wir werden in dieser härtesten zweiten Saisonhälfte, die die MT je gespielt hat, wirklich jeden Spieler brauchen. Da werden wir mit viel Rotation arbeiten, wann immer es sich anbietet. Eine solche Herausforderung, kann man nur bestehen, wenn alle mitziehen”, so der MT-Trainer.

Wissenswertes zum Gast aus Polen

Der Verein:

KPR Gwardia Opole wurde in 1945 in Opole gegründet. In der Saison 1963/64 und 2018/19 wurde der Club jeweils dritter der polnischen Meisterschaft. In der PGNIG Superliga, der höchsten Spielklasse in Polen, ist Gwardia seit 2015 vertreten. Die Heimspiele werden in der rund 3.400 Zuschauer fassenden Stegu Arena Opole ausgetragen. Alle Spieler im Kader sind ausnahmslos Polen. Torhüter Adam Malcher, mit 34 Jahren der Senior im Team, stammt sogar aus Opole. Er wurde in den letzten drei Jahren hintereinander zum besten Torhüter der polnischen Liga gewählt und steht auch noch in der Nationalmannschaft zwischen den Pfosten.

Ein sportliches Pfund, mit dem Gwardia, was in deutsch soviel wie “Wächter”, bzw. “Wache” bedeutet, wuchern kann, sind die pfeilschnellen jungen Außenspieler. Allen voran Patryk Mauer (21), mit 100 Toren derzeit drittbester Schütze der polnischen Liga.
 
Kurios: In der 3. Qualifikationsrunde des EHF Cup kam es zum Aufeinandertreffen mit dem polnischen Ligarivalen Azoty-Pulawy, der der stürmischen jungen Garde knapp unterlag. Schon im Mai 2019 hatten die Kuptel-Schützlinge für Furore gesorgt, als sie der polnischen Nummer Eins, Vive Kielce, nach drei Jahren die erste Niederlage beibrachten.

Bei Kielce spielte übrigens von 2014 bis 2017 Tobias Reichmann. Der heutige MT-Rechtsaußen wurde dreimal polnischer Meister, dreimal Pokalsieger und holte einmal den Champions League-Titel.

Die Stadt:
Opole, zu Deutsch “Oppeln”, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft im Südwesten von Polen. Die Stadt ist mit 120.000 Einwohnern etwa so groß wie Göttingen. Sie liegt an der Oder und gilt nicht nur als die historische Hauptstadt Oberschlesiens, sondern auch als “Hauptstadt” der deutschen Minderheit. Opole beheimatet zahlreiche Institutionen und Verbände, etwa zur Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.

Schiedsrichter in Kassel
Andrej Budzak / Michal Zahradnik (Slowakei); EHF-Delegierter: Ayberk Dilmen (Türkei)

Weitere Gegner-Infos:

www.kprgwardiaopole.com

Alle Infos und Termine auf der offiziellen Homepage der EHF:

www.europeancup.eurohandball.com

Die MT-Spiele der Gruppenphase im Men’s EHF Cup auf einen Blick:

So, 09.02.20, 15:00 Uhr: MT Melsungen – KPR Gwardia Opole (POL)
Sa, 15.02.20, 17:15 Uhr: SL?Benfica (POR) – MT Melsungen
Mi, 19.02.20, 18:45 Uhr: Bjerringbro-Silkeborg (DEN) – MT Melsungen   
Sa, 29.02.20, 20:45 Uhr: MT Melsungen – Bjerringbro-Silkeborg(DEN)
So, 22.03.20, 19:00 Uhr: KPR Gwardia Opole (POL) – MT Melsungen   
Sa, 28.03.20, 20:00 Uhr: MT Melsungen  – SL Benfica (POR)

Das besondere Tickenangebot: 3x jubeln, nur 2x zahlen!

Schon ab 18 Euro (Stehplatz) kann man alle drei Heimspiele der Gruppenphase anschauen.
Die Sitzplatzdauerkarte (2. Kategorie) kostet nur 32 Euro statt 48 Euro, wenn man zu jedem einzelnen Spiel Tickets kaufen würde. 
Alle Preise finden Sie auf www.mt-melsungen.de/tickets

Das brandneue MT Europapokal-Shirt ist da – Limitierte Auflage

Ab Sonntag sind im MT Fanshop in der Rothenbach-Halle das eigens kreierte MT-Trikot für den Auftritt im Europapokal erhältlich. Das in einer exklusiven Auflage von nur 100 Expl. gefertigte Trikot kostet in den Größen 164 bis 3XL 59,90 €.



 




Kulinarisches Nordhessen: Schlachteessen im Bürgerhof Bad Zwesten

 

Der neue Chefkoch, Nils Kreidewolf, am Herd des Nordhessen Journals lädt zum dritten Schlachteessen in den Bürgerhof Bad Zwesten ein. Mit einem Buffet, was jede Menge Leckereien enthält, wird er seine Gäste am 18.02 ab 17 Uhr beglücken.

Zu Beginn gibt es eine Begrüßung aus der Küche. Im Anschluss könnt Ihr euch eine Wurschtebrüh mit Reis und Gemüse zu Gemüte führen. Am Buffet erwartet euch dann:

  • Bratwürstchen
  • Waldecker Weckewerk
  • Wellfleisch
  • Blut- und Leberwürstchen
  • Sauerkraut, Schnibbelbohnen, weißes Bohnengemüse
  • Salzkartoffeln

Der Preis für das Lecker Schmecker Fest liegt bei 17,50 € p.P

Damit er richtig kalkulieren kann, meldet euch bitte bis zum 13. Februar an. Wenn Ihr einen Tisch reserviert habt, dann gebt Ihr in euer Navigationsgerät gebt Ihr bitte folgendes ein:  Bürgerhof Bad Zwesten, Weststraße 1, 34596 Bad Zwesten

Reservieren könnt Ihr unter: Tel.: 05626 92233-0 oder via Mail www.buergerhof-bad-zwesten.de

 




Kassel Huskies brennen aufs Derby gegen Bad Nauheim – Sven Valenti kommt zum Legenden-Talk


Kassel, 06. Februar, 2020. Es ist Derby-Zeit in der Eissporthalle in Kassel: Am Freitag, 7. Februar, 19.30 Uhr, empfangen die Kassel Huskies ihre hessischen Rivalen aus Bad Nauheim (präs. von Zahnarztpraxis Dirk Butzmann).

Im Vorfeld wird mit Sven Valenti eine Verteidiger-Legende zum Talk in die Championsbar kommen. Außerdem gibt es für alle Fans vor dem Spiel eine Happy Hour und ab 17.30 Uhr hat die Championsbar früher als üblich geöffnet.

Noch eine Rechnung offen
Die vergangene Woche tat den Profis gut: Nach dem intensiven Januar, in dem im Schnitt jeden dritten Tag gespielt wurde, konnten die Profis am spielfreien Sonntag das Liga-Geschehen mit etwas Abstand verfolgen. Sonntag und Montag wurde zudem nicht trainiert und die freien Tage ließen den Spielern Raum, den Kopf etwas freizubekommen.
Nun steht allerdings die nächste schwere Aufgabe im Raum: Das Derby gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Das vergangene Heim-Derby im November 2019 ist in Kassel noch in bitterer Erinnerung: Nach zehn siegreichen Heimspielen in Serie gewannen die hessischen Gäste als erstes Team der Saison 2019/2020 auf Kasseler Eis mit 3:2. Und auch in Bad Nauheim gab es zuletzt nichts zu gewinnen für die Blau-Weißen: Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2019 unterlagen die Huskies mit 1:2 – da gilt es also etwas wiedergutzumachen.
„Das ist ein großes Spiel für uns, das Derby gegen Bad Nauheim“, so Neu-Kapitän Denis Shevyrin, der ehemals selbst das Trikot der Teufel trug. „Ich hoffe, dass die Fans uns wie gewohnt unterstützen“.

Trainer Tim Kehler hat noch immer nicht den vollständigen Kader zur Verfügung: Noureddine Bettahar ist auf Länderspielreise mit der polnischen Nationalmannschaft, Michi Christ fällt angeschlagen aus, Alex Heinrich ist bekanntlich nicht mehr einsatzbereit. Immerhin kehren Richie Mueller und Nathan Burns wieder auf das Eis zurück, so wie es – Stand Donnerstag – aussieht.

„Bad Nauheim hat uns in den vergangenen beiden Spielen besiegt. Außerdem ist es ein Derby. Viel mehr braucht man da gar nicht sagen“, so Trainer Kehler vor dem wichtigen Spiel. Er warnt vor der gut sortierten Defensive der Roten Teufel, sieht sein Team aber bereit für das Spiel: „Ein freier Tag extra tat gut – jetzt sind die Jungs zurück.“
Mit Eric Valentin und Maximilian Adam sind auch wieder zwei Förderlizenzspieler aus Wolfsburg im Kader. Das Tor wird im Derby Jerry Kuhn hüten.

Legendentalk und Happy Hour
Vor dem Spiel öffnet die Championsbar bereits um 17.30 Uhr, dann wird es dort eine Happy Hour mit vergünstigten Getränken geben. Ab 18.30 Uhr wird Verteidiger Sven Valenti Gast des Legendentalks in der Championsbar sein – und wie kürzlich Daniel Kreutzer, Stéphane Robitaille und Ralf Hartfuß ebenfalls für Autogramme und Selfies zur Verfügung stehen.
Auswärtsspiel am Sonntag
Am Sonntag steht für die Huskies die nächste schwere Auswärtsfahrt auf dem Programm: Um 18.30 Uhr treffen Shevyrin, Duffy und Co. in Heilbronn auf die dortigen Falken.
Tickets für die Heimspiele der Kassel Huskies gibt es online unter www.kassel-huskies.de, im VVK, an der Abendkasse und drei Stunden vor Spielbeginn im Fanshop in der Eissporthalle.


 




VIDAN – Schrei nach Leben: Mystery-Thriller zum Binge-Hearing EUROPA

 

(ots) Am 7. Februar veröffentlicht EUROPA (Sony Music) die Mystery-Thriller-Hörspielserie VIDAN – Schrei nach Leben. Sie bringt das Grauen in die ländliche Idylle Montanas: Menschen verschwinden, mysteriöse Wesen schleichen durch die Nacht. Der stellvertretende Sheriff Miles Vidan kommt einer globalen Verschwörung auf die Spur – und erkennt, dass seiner Welt der Untergang droht. Die zehn Folgen der ersten Staffel erscheinen zeitgleich digital bei allen bekannten Streaming-Diensten und als Audio-CD-Box. Hör- und Leseproben sowie einen visuellen Trailer gibt es auf www.vidan.world

Binge-Hearing statt Binge-Watching: VIDAN – Schrei nach Leben holt den anhaltenden Trend der Mystery-Thriller-Serien von den Augen in die Ohren: „Netflix mag mit Dark oder Stranger Things an den Bildschirm fesseln“, so Hilla Fitzen, Redakteurin bei Sony Music, „VIDAN aber kriecht über das Ohr direkt ins Kopfkino – und fesselt die Fantasie.“ Autor, Regisseur und Produzent der neuen Hörspiel-Serie ist Raimon Weber, der unter anderem für Monster 1983 und Gabriel Burns schrieb.

„Es währt schon ewig, aber der Kampf beginnt jetzt.“ In den zehn Folgen der ersten Staffel begleitet der Hörer den stellvertretenden Sheriff Miles Vidan bei seinen Ermittlungen – und landet auf den Spuren von etwas unfassbar Bösem. Das unbekannte Grauen beginnt in der kleinen Stadt Blackdale im Schatten der Rocky Mountains, eingebettet in undurchdringliche Wälder voller Stille und Dunkelheit. Nahezu zeitgleich kommen hier vier Menschen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Miles Vidan wird während der Ermittlungen von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt. Was haben die Morde mit dem Tod seiner Frau zu tun? Und woher stammt die schwarze Substanz, die an einem der Tatorte entdeckt wird und sich jeglicher Untersuchung entzieht? Fragen, die den Protagonisten ebenso wenig loslassen wie die Hörerinnen und Hörer. Miles Vidan gerät schnell in das Zentrum einer weltweiten Verschwörung. Und Blackdale verwandelt sich nach und nach in einen Ort wahrgewordener Alpträume.

„Vor 20 Jahren hat ‚Die Sopranos‘ mit Folgen in Kino-Qualität das Format der TV-Serie auf ein völlig neues Level gehoben“, sagt Autor Raimon Weber. „Im Sektor der Hörspiele sind wir an einem ähnlichen Wendepunkt: Jede Folge von VIDAN bietet eine aufwändige Produktion mit hochkarätigen Sprechern, über 100 sind es allein in der ersten Staffel. Hinzu kommt der enorme Suchtfaktor für die Hörerinnen und Hörer durch die mitreißende Welt, von der man schnell eingenommen wird – ohne dass ein Bildschirm die persönliche Fantasie beeinflusst.“

Um die Serie herum verschwimmen die Grenzen und Möglichkeiten der verschiedenen Medien. So erscheinen zu VIDAN nicht nur Audio-Teaser, sondern auch eine Romanversion als Leseprobe und ein Trailer im Bewegtbildformat. Dieser zeigt, dass die Reihe mit den Ansprüchen einer hochwertig produzierten TV- oder Streaming-Serie problemlos mithalten kann.

Wen VIDAN gepackt hat, der kann ab dem 7. Februar die ganze Geschichte der Folgen 1 bis 10 direkt binge-hören: Die erste Staffel von VIDAN – Schrei nach Leben erscheint dann digital bei allen Streamingdiensten, unter anderem Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer und Napster. Im Handel ist die Audio-CD-Box mit allen 10 Folgen im Schuber zum UVP von 19,99 EUR erhältlich. Weitere Infos zur Serie gibt es auf www.vidan.world

Über den Autor

Raimon Weber ist Spezialist für Thriller mit meist klaustrophobischer Stimmung. Seit 1998 veröffentlicht der Westfale erfolgreich Kriminalromane, Thriller und Hörspiele. Er schrieb für Serien wie Monster 1983, Darkside Park, Porterville, Gabriel Burns oder Point Whitmark. Für seine Recherchen besuchte Raimon Weber die Geschlossene Forensische Psychiatrie, kletterte auf Fabrikschornsteine oder besichtigte Verbrennungsanlagen für amputierte Gliedmaßen. Er beschäftigt sich mit ungewöhnlichen Tötungsmethoden und scheut sich nicht, diejenigen kennenzulernen, die sie anwenden. Webers Romanfiguren sind häufig Durchschnittsmenschen, die durch unvorhergesehene, traumatische Erlebnisse aus der Bahn geworfen werden. Seine Geschichten zeigen, dass das Verbrechen nicht nur von außen in die scheinbar heile Welt von Durchschnittsbürgern einbricht, sondern häufig in der Psyche der Protagonisten wohnt.

Auszug der Sprecherliste

Erzähler            Gordon Piedesack
Miles Vidan         Lars Schmidtke 
Kirima              Corinna Dorenkamp 
Nawat               Norman Matt 
Nootau              Bert Stevens 
Doc Sally Hansen    Luise Helm 
Sheriff Lennox      Jürgen Kluckert 
Deputy Duvall       Daniel Rothaug 
Mr. Haze            Udo Schenk 
Beth                Cornelia Meinhardt 
Mrs. Hamilton       Jule Vollmer

Produktion

Autor & Regie                       
Raimon Weber 

Produzenten         
Raimon Weber & Uwe-J. Kaddik 

Studio, Schnitt, Geräusche & Sound  
Micro Studio - Dortmund, Joachim Serges Sprachaufnahmen, Berlin Tommi Schneefuß, Sound of Snow Studio - Berlin

Musik                    
Andreas Hötter, Orcas Studio

"Vidan Main Theme"     geschrieben und  produziert von Andreas Hötter für ORCAS STUDIOS  

Mastering 
Micro Studio - Dortmund 

Grafik 
Katharina Hanglberger, DANGEROUS Werbeagentur 

Redaktion 
Hilla Fitzen

VIDAN_Raimon Weber_Interview_Trailer




Thüringen im freien Fall: Solange neu wählen bis das Ergebnis genehm ist?


Lesedauer 5min

Der 06. Februar 2020 hat nun auch Geschichte geschrieben. Gestern wurde Thomas Kemmerich mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt. Seitdem ist zwar nicht die Hölle los, aber ihre Pforten sind nun weit geöffnet.

Wie konnte es bei nüchterner Betrachtung dazu kommen? Ein Herr Ramelow wusste um seine nicht ausreichende Mehrheit nach den letzten Wahlen und hoffte bei der Ministerpräsidentenwahl um Abweichler anderer Parteien. Das hatte schon mal geklappt. Er regierte die letzten Jahre auch Dank eines AfD-Überläufers als Ministerpräsident. Das ist Fakt.

Er wusste, dass wenn alle parteitreu wählen, er in den ersten beiden Wahlgängen keine Chance hat. Hier ist die absolute Mehrheit eines Kandidaten erforderlich. Also hoffte er auf mindestens drei Kandidaten im dritten Wahlgang, eine zersplitterte Stimmabgabe und seinen Sieg. Denn im dritten Wahlgang ist in Thürigen der Sieger, der die meisten Stimmen aller Kandidaten bekommt. Eine scheinbar sichere Bank für ihn. Zumal Kemmerich und dieser unverbesserliche AfD’ler mitkandidierten. Der Sieg war greifbar nah. Schon fast sicher.

Nur war das eine Bärenfalle. Man hatte Thomas Kemmerich überedet auch zu kandidieren. Als bürgerlicher Gegenkandidat zu Ramelow und seiner ultravioletten RRG-Koalition, die weder CDU, AfD noch FPD wollten. Ziel des Wahlkampfs aller dieser drei Parteien war die Abwahl Ramelows. Das wurde dem Wähler auch versprochen. Man wollte ein Signal für Thüringen setzen.

Das wurde taktisch von der AfD genutzt. Sie stellte ihren Kandidaten auch noch mal zum dritten Wahlgang auf. Zur Tarnung der Strategie. Ramelow wollte es offensichtlich nicht sehen, so wie er sich schon auf den Ausgang freute.
Doch die AfD wählte Thomas Kemmerich. Geschlossen. Vermutlich sogar der AfD-Kandidat selbst!

Die Überraschung war perfekt. Thomas Kemmerich sah erst ungläubig und dann zunehmend gequählt drein. Er wusste was passiert war. Wollte es aber nicht wahrhaben.

Bei Bodo Ramelow kullerten die Tränen. RRG‘ler verharrten in Schockstarre. Die Franktionschefin der LINKEN warf dann den dem lieben Bodochen zugedachten Strauss Blumen dem unerkannt bösen Thomas vor die Füße. Eine kindlich-süße Trotzreaktion im Parlament.

Seitdem kursierien Verschwörungstheorien. Und ja, eine Verschwörung gibt es in der Tat. Sie ist nun so sichtbar geworden wie noch nie in unserer Republik. Netzwerke tun sich auf. Seilschaften beginnen ihre Arbeit. Erst schleppend aber es nimmt Fahrt auf. Die völkische Konterrevolution muss bekämpft werden. Mit allen Mitteln, die Staat, Presse und Interessengruppen nun so ausmachen. Die Einheit von Staat, Volk und Partei muss wiederhergestellt werden. Der aufkommende Nationalsozialismus niedergeschlagen werden. Weimar 2.0 verhindert werden. Ein neuer Ministerpräsident von Papen in der Person von Thomas Kemmerich verhindert werden.

Der Glückwunsch durch Höcke an Kemmerich im Parlament samt dem Ereignis angemessenem Diener wurde schon als Tag von Erfurt (Potsdam) versucht zu instrumentalisieren. – Läuft wieder. Ramelow twitterte es selbst. Das Wahlergebnis, sein Statement mit Bild von Hindenburg und Hitler in einem tweet. Da barucht es dann keiner weiteren Verschwörungstheorie mehr. Noch nie hat ein Wahlverlierer staatskonformer reagiert. Man erinnere sich nur an Helmut Schmidt nach dem Sieg von Kohl im Parlament 1983. Vergessen…

 

Thomas Kemmerich muss weg. – Thomas Kemmerich ist weg! – Auftrag erfüllt! Lang lebe die Partei!

 

Nach der Wahl und mit dem Einzug der FDP hatte Ramelow keine Mehrheit mehr. Die 5% der FDP hatten die Mehrheitsverhältnisse nachhaltig neu verteilt. Auch der Versuch sie über eine Stimmauszählung aus dem Parlament zu hebeln scheiterte kläglich. Offenbarte eher einen Wahlbetrug, da die FDP plötzlich noch mehr Stimmen hatte. Dazu in der Presse kein Wort. Der Bürger nahm es hin. Verschwörungstheorien waren unerwünscht.

Dass Mike Mohring nun Gespräche mit Ramelow suchte war etwas, was der CDU überall im Land aufstieß. Sogar in Thüringen selbst. Damit hatte er eine Grenze überschritten, die seit Helmut Kohl klar gezogen worden war. Keine Zusammenarbeit – wie auch immer – mit der LINKEN! Der Partei, die da einst SED hieß, sich dann Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) nannte und dann zu dem fusionierte, wohin die Esken-SPD nun auch gern schielt. Sogar bereit ist beizutreten… Kein Grund für Verschwörungstheorien, aber Mohring war damit aus dem Spiel. Hat sich selbst diskreditiert. Ein elementares Wahlversprechen gebrochen. Ramelow hat ihn sogar wie einen deppigen Zirkusbären am Nasenring vorgeführt.

Blieb eigentlich als einzig akzeptierter Gegenkandidat im Parlament nur noch Kemmerich über. Dafür hat man ihn hergenommen. Sehr wahrscheinlich sogar überredet, um dem Wähler eine glaubhafte Niederlage in der dritten Wahlrunde verkaufen zu können. Der letzte Schachzug von Mohring, der jetzt wohl in der Versenkung aller politischen Leichtgewichte verschwinden wird.
Man glaubte ernsthaft, dass die AfD ihren Mann wieder versuchen würde zu wählen. Ramelow feierte schon. Rieb sich die linken Händchen. Sein Plan schien aufzugehen. – Wieder keine Verschwörungstheorie.

Nun stimmte die AfD aber geschlossen für Kemmerich, gegen ihren Kandidaten aber als Einheit mit allen anderen auch gegen Ramelow. Und da alle mitgemacht haben, mal keiner vom Plan abwich, reichte es plötzlich. Ein gerissener Schachzug, der in der Geschichte nicht einmalig ist. – Zufall, aber keine Verschwörung.

Was dann kam, war allerdings etwas, was dann auch den heutigen Tag zum Wendepunkt in der Geschichte machte. Die Einheit der angeblich objektiven Berichterstattung schlug einhellig auf den Gewinner der Wahl ein, eben weil er versuchte das zu retten, was noch zu retten war. Er zog eine klare Grenze zur AfD aber auch zur LINKEN. Wie schon im Wahlkampf und seither jeden Tag. Zu Nazis, wie auch Stalinisten. Klar und deutlich. Immer wieder. Bot CDU, SPD und Grünen an eine gemeinsame Regierung zu bilden.

Das Ergebnis sehen wir. Thomas Kemmerich hat hingeworfen. Er hat noch nicht mal für sein engagiertes und ur-demokratisches Verhalten Unterstützung von seiner eigenen Partei bekommen. Wendehals- und Fallobst-Lindner wurde das Wasser wieder zu seicht, zu warm und/oder zu unkuschelig. Er hat wieder gekniffen. Er und Mohring könnten beste Freunde sein.
Der CDU Generalsekretär nannte die AfD nun Nazis, was hoffentlich – ohne dass Verschwörungen wirklich nötig sind – ein juristisches Nachspiel hat.

Merkel verstieg sich sogar in Aussagen, die man von Honecker durchaus hätte erwarten können. Überrascht hat nur noch, dass sich Walter Steinmeier noch nicht zu Wort gemeldet hat.

Doch was heisst das für den Bürger? Warum noch wählen gehen? Wenn doch so lange gewählt wird, bis das Ergebnis denen genehm ist, die durch eben diese Wahl erst legitimiert sind den Mund aufzumachen. Mitunter auch in ihrer Arbeit durch den wählenden Bürger bewertet und auch be- und abgeurteilt werden. Das nennt sich Demokratie. Die Spielregeln sind seit 2600 Jahren bekannt.

Bodo Ramelow konnte bei der Wahl zulegen. Führte aber eine Regierungskoalition, in der die CDU mit vormals 33,8% der Stimmen die größte Oppositionspartei stellte. Konnte nur über Absprachen Ministerpräsident werden. Durch den Zusammenschluss kleinerer Parteien. Das ist auch keine Verschwörungstheorie, sondern politischer Alltag.
Er machte wohl seine Arbeit gut, konnte zulegen bei der letzten Wahl. Die CDU machte ihre Arbeit schlechter. Sie verlor als Oppositionsführer deutlich an Wähler. War eindeutiger Wahlverlierer. Mohring wurde vom Wähler wohl auch richtig einsgeschätzt. Als politischen Trittbrettfahrer ohne Rückrat. Die CDU verlor massiv an die AfD. – Auch keine Verschwörunggstheorie. Das war eine Wählerentscheidung.

Dass die AfD punkten konnte, den Wiedereinzug in den Landtag geschafft hat, verdankt sie dem ehrlichen, klar umrissenen und guten Wahlkampf von Thomas Kemmerich. Er zeigte klare Kante, verhandelte nicht mit Ramelow. Auch nicht mit Höcke. Er blieb seinen Idealen und denen einer liberalen Politik treu. Und er wollte keinen Ministerpräsidenten Ramelow. – Das wurde ihm nun als Verschwörung angerechnet. Keine Theorie. Sondern Fakten, die nachzulesen sind. Überall. Man muss nicht lange suchen.

Wie kann es sein, dass eine gesamtdeutsche Medienlandschaft das nicht differenzieren konnte? Nicht in der Lage war, Fakten, Möglichkeiten und Zufälle so in eine Linie zu bringen, dass eine neutrale Berichterstattung zumindest erahnbar gewesen wäre?

Der Bürger in diesem Land neigt zunehmend zwei Polen zu. Der eine ist der sog. Mainstream, der auch hier wieder zugeschlagen hat. Der grundsätzlich alles gutheisst, fördert und hochleben lässt, was das ausmacht, was man so sieht, liest und zu hören bekommt.
Der andere Pol sieht die Schattenseiten dieser Verblendung, kennt Alternativen und mitunter auch Prämissen, die stimmig sein müssen, dass es weiter so laufen kann. Kritisiert mitunter auch den Mainstream. Will keine alternativlosen Über-Nacht-Alleingänge und hinterfragt das, was so als Wahrheit verkündet wird. Allein schon deshalb misstrauisch, weil eben alle anders berichten als es seiner täglichen Wahrnehmung entspricht.

Auch diese Polarisierung war Wahlthema in Thüringen. Und war dann gestern auch im Parlament zu sehen. Und es wurde von dieser anderen Wahrnehmung durch Stimmabgabe Gebrauch gemacht. Alles deutete nicht auf Neuwahlen hin, da ohne diese Geschlossenheit Ramelow wieder MP gewesen wäre.
Der Rest war ein taktisch genialer Winkelzug der AfD und ein überraschter Thomas Kemmerich, der mit den ausgeteilten und denkbar schlechtesten Karten bereit war sein Bestes zu geben. Meinen aufrichtigen Respekt dafür! Aufrechter kann man als Demokrat und Mandatsträger solch eine Situation kaum meistern. Man spielt mit den Karten die man demokratisch legitimiert bekommt.

Es ist eine Schande für dieses Land es ihm nicht ermöglicht zu haben den Versuch zu wagen da zu einen, wo noch Hoffnung auf Einigkeit bestand. Das ist nun verspielt. Die Familie von Thomas Kemmerich steht unter Polizeischutz. Und das nicht, weil Rechtsextreme aktiv wurden. Auch hier keine Verschwörungstheorien.

In Thüringen wird also neu gewählt werden. Es stellt sich die Frage, was der Bürger und Wähler nun gelernt hat.

Was ist, wenn in der nächsten Regierung zum Beispiel das bedingungslose Grundeinkommen oder 100% Energie aus Windrädern zur Abstimmung steht und die AfD dafür stimmt. Fällt das Projekt dann unter den Tisch? Oder sind die Stimmen dann genehm? Selbst von völkischen Faschisten, Nazis und auch der FDP? Ja, warum nicht auch die FDP als rechtsextrem einschätzen? Wäre doch folgerichtig, da sie gegen Ramelow war. – Dazu bedarf es auch keiner Verschwörungstheorie mehr.

Wie wird also gewählt werden?

Die SPD versinkt in Bedeutungslosigkeit. Verliert Stimmen an DIE LINKE, die vermutlich etwas stärker wird.

Die Grünen werden gleich bleiben. Das wird das RRG-Bündnis also nicht retten.

Die FDP könnte es schaffen als wirkliche bürgerliche Mitte wieder in den Landtag zu kommen. Die klare Kante von Thomas Kemmerich wird hier Wähler binden. Auch von der CDU…

Diese CDU wird nochmals massiv verlieren. Dieses unwürdige Verhalten von Mohring wird bestraft werden. Muss auch bestraft werden.

Und davon wird dann nur eine Partei gewinnen können: die AfD.

Und am aktuellen Ergebnis wird es nichts ändern!

Der Wähler in Thüringen wurde vorgeführt, veralbert, belogen und verraten. Dann medial verunglimpft. Als zurückgeblieben diffamiert. Als ewig gestrig eingestuft. Blöd nur, dass in Thüringen solche Manöver noch recht gut in Erinnerung sind. Aus der überwundenen SED-Diktatur …

Und so wird sich Angela Merkels Forderung nach einer Änderung der Wahl mit Sicherheit wieder erfüllen. Ihre CDU wird abgestraft werden wie vorher noch nie.

Und das klappt ohne Verschwörungstheorie, aber mit der Wut der Bürger im Bauch als Stimmvieh mssbraucht worden zu sein.

 

Nun denn: wählen wir bis das Ergebnis genehm ist. – Weiter so, wir schaffen das!

 

Für Thomas Kemmerich, tut es mir einfach nur unsäglich leid. – Er hätte mehr verdient!





Luchs pass auf

 

Zu den heute vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlichten Zahlen zum Bestand der Luchse in Deutschland erklärt Moritz Klose, Wildtierexperte WWF Deutschland:

„Der Luchs hat es weiter schwer in Deutschland, aber er behauptet sich. Das BfN geht von mindestens 137 Luchsen in Deutschland aus. Dies ist nur ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Damit Luchse dauerhaft hierzulande überleben, brauchen die großen Katzen weiter Schutz und Unterstützung. Von den im Monitoringjahr 2018/2019 erfassten 13 toten Luchsen starben acht im Straßenverkehr. Ein Hauptgrund dafür ist die Zerschneidung der Luchs-Lebensräume durch Straßen, Siedlungen und Industriegebiete. Jungluchse auf der Suche nach einem eigenen Revier brauchen große zusammenhängende Wälder und Möglichkeiten stark befahrene Straßen und Autobahnen sicher zu überqueren. Hier müssen wir nachlegen.

Auch die illegale Tötung von Luchsen stellt nach wie vor eine Gefährdungsursache dar. Wilderei ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt. Wo Behörden den Tätern endlich mal auf die Spur kommen, braucht es entsprechende Sanktionen. Das schreckt ab und trägt dazu bei, dass sich der Luchsbestand in Deutschland weiterhin positiv entwickeln kann. Mit Spannung blickt der WWF deshalb auf das Berufungsverfahren im Fall eines im September 2019 vom Amtsgericht Cham der Wilderei auf Luchse für schuldig befundenen Mannes aus dem Bayerischen Wald, das am Montag in Regensburg beginnt.“

 

Original Content von WWF Deutschland präsentiert durch das Nordhessen Journal




Nach Unfallflucht in Bettenhausen: Polizei sucht Zeugen, die Zettel hinterließen und erbittet Hinweise auf schwarzen Audi


(ots) Kassel-Bettenhausen:

Einen Unfallschaden in Höhe von rund 2.000 Euro musste der Besitzer eines Seat am gestrigen Mittwochabend in Kassel-Bettenhausen an seinem geparkten Auto feststellen. Während der Fahrer die Flucht ergriffen hatte, hinterließen unbekannte Zeugen einen Hinweiszettel mit dem Kennzeichen des möglichen Verursachers an dem beschädigten Seat.

Da die ersten Ermittlungen der Beamten der Verkehrsunfallfluchtgruppe der Kasseler Polizei noch nicht zur Aufklärung führen konnten, bitten sie um Hinweise auf den schwarzen Audi mit dem bulgarischen Kennzeichen CB 3307 MC, der den Unfall verursacht haben soll.

Auch die Zeugen werden gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.

Beobachtet wurde ein Pärchen, dass offenbar den Zettel an dem Seat hinterlassen hatte.

Wie die aufnehmenden Polizisten des Reviers Ost berichten, hatte sich der Unfall gegen 19:15 Uhr in der Miramstraße, nahe der Agathofstraße, ereignet. In welche Richtung der Verursacher fuhr, ist bisher noch nicht geklärt. An der Windschutzscheibe des Seat, der vor der Hausnummer 24 am Fahrbahnrand geparkt war, fand der Besitzer wenige Minuten nach dem Unfall den Zettel der Zeugen.

Der ins Visier der Ermittler geratene schwarze Audi konnte bislang noch nicht aufgefunden werden. Die Beamten der Unfallfluchtgruppe suchen die Zeugen, die den Zettel an dem beschädigten Seat hinterlassen haben und weitere Zeugen des Unfalls. Weiterhin erhoffen sie sich Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten, wem der schwarze Audi mit der bulgarischen Zulassung CB 3307 MC gehört oder wer das Auto genutzt haben könnte.

Zeugen melden sich bitte beim Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel.: 0561-9100.   // Polizeipräsidium Nordhessen





Ford entwickelt Emoji-Jacke, um das Verständnis zwischen Fahrrad- und Autofahrern zu verbessern

 

 (ots)  Ford hat eine Emoji-Jacke in Auftrag gegeben. LED-Lichtzeichen auf der Rückenseite der Jacke könnten Kommunikation im Straßenverkehr fördern. Die experimentelle Jacke ist Teil des „Share the Road“-Programms von Ford, das ein besseres Verständnis zwischen Auto- und Radfahrern schaffen möchte

Zum besseren Verständnis zwischen Fahrrad- und Autofahrern hat Ford eine so genannte „Emoji-Jacke“ in Auftrag gegeben. Diese einzigartige Kreation, die nicht käuflich zu erwerben ist, zeigt auf dem Jackenrücken einfach identifizierbare Lichtzeichen, die den nachfolgenden Verkehrsteilnehmern deutlich anzeigen, was die Person auf dem Fahrrad vorhat und wie sie sich fühlt.

Die Jacke verfügt auf der Rückenseite über ein LED-Panel mit folgenden Anzeigen:

- Drei unterschiedliche Emojis (fröhliches, neutrales oder 
  trauriges Gesicht) 
- Richtungspfeile (links und rechts) 
- Gefahrensignal

Der Radfahrer aktiviert das jeweilige Emoji, die Richtungspfeile und das Gefahrenzeichen mittels einer drahtlosen Fernbedienung, die am Lenker des Fahrrads montiert ist.

Seit ihrem Erscheinen vor mehr als 20 Jahren werden Emojis als die erste Sprache beschrieben, die aus der digitalen Welt geboren wurde. Laut dem ersten „Emoji Trend Report“ drücken viele Menschen ihre Emotionen mittlerweile lieber durch Emojis als durch einen direkten Anruf aus.

Fahrradfahren liegt voll im Trend. Die Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern kann jedoch mitunter schwierig sein, da Radfahrer beim Anzeigen der Richtungsänderung ihre Hände vom Lenker nehmen müssen. Umso wichtiger ist es, dass Autofahrer angemessen auf das Verhalten von Radfahrern reagieren. Immer häufiger kommt es in Städten zu Konflikten zwischen Auto- und Fahrradfahrern.

Share the Road

Die Ford-Kampagne „Share The Road“ zielt darauf ab, das Verständnis zwischen den Verkehrsteilnehmern zu verbessern und unterstreicht die Überzeugung des Unternehmens, dass sicheres Radfahren allen Menschen zugutekommt.

Zu diesem Zweck hat Ford eine ganz besondere Virtual-Reality-Erfahrung konzipiert. Das sogenannte „WheelSwap“ ermöglicht Autofahrern und Radfahrern, rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr aus der jeweils anderen Perspektive durch eine spezielle VR-Brille zu betrachten. Auf diese Weise lassen sich gefährliche Situationen simulieren, die im echten Leben sogar tödlich enden könnten. Gemäß Angaben der Europäischen Kommission kommen jährlich rund 2.000 Radfahrer auf Europas Straßen ums Leben.

„Wir leben – und fahren – in einer Welt, in der Kommunikation entscheidend ist. Aber allzu oft kommt es zwischen Auto- und Radfahrern nur zum Hupen oder einer unhöflichen Geste“, sagte Emmanuel Lubrani, Share The Road, Ford Europa. „Radfahrer müssen in der Regel eine Hand vom Lenker nehmen, um zu kommunizieren. Die Emoji-Jacke nutzt ein allgemein verstandenes Kommunikationsmittel, um einen Weg aufzuzeigen, wie Spannungen gelockert werden könnten. So können wir alle lernen, die Straße auf freundliche Weise zu teilen“.

„Emojis sind zu einem integralen Teil der modernen Sprache geworden. Ob Humor oder Sarkasmus, mit Emojis können wir uns schnell und unkompliziert auszudrücken. Diese Jacke, die in Zusammenarbeit mit Ford entwickelt wurde, ermöglicht es den Anwendern, ihre Gefühle zu vermitteln und schafft so eine wichtige emotionale Verbindung zwischen ihnen und anderen Verkehrsteilnehmern“, sagte Dr. Neil Cohn PhD, Assistant Professor, Department of Communication and Cognition, an der niederländischen Universität in Tilburg.




Taubenquälerei macht Tierschützer fassungslos


Deutscher Tierschutzbund nimmt Städte in die Pflicht

 

Vergiftet oder mit Pfeilen durchbohrt: in Mainz und Aachen ist es zuletzt zu extremen Fällen gequälter und getöteter Stadttauben gekommen. Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Tierschutzbund im Rahmen seiner Kampagne #RespektTaube erneut ein durchdachtes Taubenmanagement in deutschen Städten. Auch um den Übergriffen durch Privatpersonen vorzubeugen, müssten die Städte Sorge für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier tragen und die Bestände endlich nachhaltig und tierschutzgerecht regulieren.

 „Solche schockierende Meldungen wie aus Mainz und Aachen erreichen uns leider immer wieder. Die Tatsache, dass Tauben in den Innenstädten regelrecht bekämpft und fälschlicherweise als „Schädlinge“ dargestellt werden, dient wohl auch vielen Privatpersonen als Freifahrtschein zur Tierquälerei“, kommentiert Leonie Weltgen, Fachreferentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Die Tierschützer fordern daher von den Städten eine nachhaltige und tierschutzgerechte Bestandsregulierung der Taubenpopulation: „Eine friedliche Koexistenz von Mensch und Taube ist möglich – die Städte müssen sich nur endlich dafür entscheiden. Die Taubenqual muss ein Ende haben“, so Weltgen.

Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich für einen flächendeckenden Einsatz von Taubenhäusern ein, der den Tauben artgerechtes Futter und attraktive Nistmöglichkeiten bietet, in denen Eier durch Attrappen ausgetauscht werden können. Die Zahl der Tauben und damit Konflikte mit Menschen können so dauerhaft verringert werden. Zudem sollten kontrollierte Fütterungsplätze an „Brennpunkten“ eingerichtet werden. Ebenso wichtig ist eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Beratung und Einbeziehung der Bürger*innen, um den Weg für ein respektvolles Miteinander zu ebnen. Im Rahmen seiner aktuellen Kampagne #RespektTaube (www.tierschutzbund.de/taubenschutz) räumt der Deutsche Tierschutzbund selbst mit Vorurteilen gegenüber Tauben auf.

Grausamer Fall in Hamm

Wie wenig Wert Tauben oftmals haben, zeigte sich kürzlich auch bei einem Fall in Hamm: Dort wurden fast einem Dutzend Tauben – vermutlich bei lebendigem Leib – die Beine abgerissen bzw. abgeschnitten. Laut Medienberichten ist es möglich, dass ein Brieftaubenzüchter seine Tiere loswerden wollte, da mit den Beinen auch die Ringe entfernt wurden. „Die Brutalität des Täters ist erschreckend. Wir hoffen, dass dieser Fall noch zur Aufklärung gebracht wird“, so Weltgen. Tierquälern droht eine Geld- oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.





Bitbucket als Malwareschleuder: 40.000 Malware-Downloads pro Tag

 

 (ots) Kriminelle haben die öffentliche Code-Repository-Plattform „Bitbucket“ missbraucht, um Schadsoftware an potenzielle Opfer auszuliefern. Nachdem G DATA Analysten den Bitbucket-Eigentümer Atlassian kontaktiert hatte, wurde das fragliche Repository vom Netz genommen.

G DATA Analysten haben eine Malware-Schleuder auf der Plattform Bitbucket identifiziert und abgeschaltet. Das fragliche Repository existierte bereits seit dem 16. Januar 2020. Die Experten von G DATA CyberDefense fanden einen Downloader, der auf dieses Repository zugriff, und konnten dort mehrere Malware-Familien identifizieren. Dies betraf vor allem CryptBot, Buer-Loader mit NuclearBot und Cryptominer. Die Dateien wurden alle paar Stunden in unterschiedlichen Intervallen mit neu gepackten Versionen der Malware erneuert.

NuclearBot ist ein Banking-Trojaner. Laut Malpedia haben Kriminelle die Malware im Jahr 2016 für 25000 USD zum Verkauf angeboten. Der Quellcode wurde inzwischen auf der Entwicklerplattform Github veröffentlicht, und der Autor von NuclearBot bereits im vergangenen 2019 verhaftet. Im Dezember 2019 hat das Security-Portal Bleepingcomputer bereits über CryptBot berichtet, weil er über eine gefälschte VPN-Site installiert wurde. Unter anderem stiehlt das Schadprogramm Zugangsdaten für Browser, Krypto-Währungsbörsen, Browser-Cookies und erstellt Screenshots des infizierten Systems. Cryptminer setzen Cyberkriminelle ein, um ohne Wissen des Nutzers Kryptowährungen zu schürfen.

Bitbucket ist eine Plattform, die vor allem von Software-Entwicklern zur Software-Versionierung und Quellcodeverwaltung genutzt wird – ähnlich wie Github. Sowohl Bitbucket als auch Github hatten in der Vergangenheit schon damit zu kämpfen, dass die Plattformen für die Verteilung schon Schadsoftware missbraucht wurde. Zwar existieren Maßnahmen, die das verhindern sollen, allerdings greifen diese angesichts des aktuellen Falles nicht besonders effektiv. Hier gibt es noch großen Nachholbedarf, vor allem wenn es darum geht, zu melden, wenn ein Repository auffällige Aktivitäten aufweist. Ein schnell und einfach zugängliches Meldeformular oder eine Kontaktadresse für solche Fälle existieren nicht, sodass die Spezialisten Schwierigkeiten hatten, überhaupt eine Meldung loszuwerden. Ein weiteres Problem ist, dass man sich erst auf der Plattform registrieren muss, um Problemberichte überhaupt einsenden zu können. Das allein kann schon ein unüberwindlicher Stolperstein sein.

Timeline:

Donnerstag, 16. Januar 2020: Das Repository mit der Nutzer-Kennung "Lewis Shields" wird erstellt. Etwa alle fünf Stunden wird eine aktualisierte Version der bösartigen Binaries hinterlegt. Die Datei 9.exe, die CryptBot enthält, wird in der Folge ca. 1800 mal pro Stunde heruntergeladen.
Freitag, 31.1.2020 (18:20 Uhr): Meldung an Atlassian durch Karsten Hahn, malware Analyst bei der G DATA CyberDefense AG 

Montag, 3. Februar 2020 (08:19 Uhr): Kontaktaufnahme mit Karsten Hahn durch einen Atlassian-Mitarbeiter über Twitter. Er erkundigt sich, ob sich jemand des Falles bereits angenommen hätte.
Montag, 3. Februar 2020 (09:08 Uhr): Ein Atlassian-Mitarbeiter erkundigt sich über Twitter nach dem Link zum Repository. 

Montag, 3. Februar 2020 (09:40 Uhr): Ein Atlassian-Mitarbeiter informiert per Twitter, dass die Anfrage intern weitergegeben wurde.
Montag, 3. Februar 2020 (12:00 Uhr): Das Repository ist noch erreichbar.
Montag, 3. Februar 2020 (13:19 Uhr): Empfang einer E-Mail von Atlassian: Der Fall wurde bearbeitet. Das Repository ist nicht mehr erreichbar. Zu diesem Zeitpunkt waren seit der ersten Meldung 67 Stunden vergangen.

„Vom Zeitpunkt der Entdeckung bis zum Abschalten wurden mehr als 355.000 Malware-Downloads ausgeführt. Wir gehen aber davon aus, dass mindestens zwei Drittel der Downloads nicht zu einer Infektion geführt haben.“, sagt Karsten Hahn, Malware Analyst bei der G DATA CyberDefense AG. „Diese nicht infektiösen Downloads stammen unserer Einschätzung nach von automatischen Analysesystemen oder sie sind auf Antivirus-Produkte zurückzuführen, die zwar nicht den Downloader, dafür aber das CryptBot-Sample an der Ausführung gehindert haben.“

 




Erste Kraniche an Hessens Himmel


Der Frühlingszug hat begonnen – Beobachtungen online melden

 

Wetzlar – Seit ein paar Tagen ist wieder das großartige Frühjahrsschauspiel ziehender Kraniche am Himmel über Hessen zu sehen. Aufmerksame Naturfreunde konnten bereits erste Schwärme des laut trompetenden „Glücksvogels“ am Himmel beobachten. „In den letzten Tagen sind schon einige Tausend Kraniche durch Hessen gezogen“, erklärt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Der NABU Hessen ruft dazu auf, alle Kranich-Beobachtungen online auf www.kranich-hessen.de zu melden. Auf der Kranichwebseite sind auch alle bisherigen Kranich-Beobachtungen des Jahres abrufbar.

Hessen liegt in einer Hauptzugroute der Kraniche auf ihrem Weg von den Winterquartieren in Nordfrankreich und Spanien zu Ihren Brutgebieten nach Ostdeutschland und Nordeuropa. In den nächsten Wochen ziehen bis zu 250.000 Kraniche über Hessen hinweg. Die Kraniche sind besonders bei südwestlichen Winden und sonnigem Wetter zu beobachten, da sie sich dann vom Wind tragen lassen und Energie sparen können. An solchen Tagen brechen sie früh morgens in großen Schwärmen auf, ziehen vor allem die Rheinebene entlang und weiter über Mittel- und Osthessen hinweg in Richtung Weser.

Bei schlechtem regnerischem Wetter suchen Kraniche auf ihrem Zug in den hohen Norden manchmal Rastplätze in Hessen auf, um sich vom anstrengenden Flug zu erholen und Nahrung aufzunehmen. Der Biologe Eppler bittet alle Naturbeobachter um Rücksichtnahme: „An den Rastplätzen sollte man einen Abstand von 300 Meter einhalten, um erschöpfte Tiere nicht unnötig zu beunruhigen.“ Typische hessische Rastgebiete sind die Auen von Rhein und Main, die Wetterau sowie die Flusstäler von Werra, Fulda, Lahn und Eder.

„Die Zahl der Kraniche hat sich in den letzten dreißig Jahren verzehnfacht“, erklärt Eppler. Die starke Zunahme hänge vor allem mit den verkürzten Zugwegen und einem großen Bruterfolg zusammen. Durch die Klimaerwärmung sei es für viele Kraniche nicht mehr nötig, im Winter bis nach Südspanien oder Nordafrika zu ziehen. Viele Vögel überwinterten an großen Seengebieten wie dem Marnestausee in Nordfrankreich.

Für den Naturbeobachter sind ziehende Kraniche an ihrer keilförmigen Formation und den trompetenartigen Rufen zu erkennen. Bei günstigen Flugbedingungen ziehen die bis 1,30 Meter großen Tiere, die ihre Flügel bis 2,40 Meter weit aufspannen können, ohne Zwischenhalt von Nordfrankreich bis nach Ostdeutschland. // NABU


 

 




Razzia bei Volkswagen – Weitere illegale Motoren gefunden

 

(ots) Der Diesel-Motor EA189 wurde für VW schon zum Totalschaden, unzählige Kunden erhielten Schadensersatz. Doch VW, Audi und Co. kommen nicht aus den Negativschlagzeilen. Denn auch im Nachfolgemotor namens EA288 ist wohl eine illegale Abschalteinrichtung „ab Werk“ mit dabei. Der Verdacht kam bereits im November im Rahmen einer Durchsuchungsaktion ans Licht, die von der Staatsanwaltschaft in der Wolfsburger Firmenzentrale durchgeführt wurde. Mit der Abgas-Trickserei soll der Autokonzern wieder einmal den Prüfstand umgehen und kann die Motoren als Euro 6-Diesel einstufen, obwohl sie eigentlich nicht zulassungsfähig sind.

Motor-Manipulation mit vielen negativen Folgen

Millionen Autofahrer dürften sich daher auf eine verpflichtende Rückrufaktion gefasst machen. Für rund 200.000 VW-Busse des Typs T6 ist diese bereits bittere Realität. „Ein Rückruf zur Installation des Software-Updates ist keineswegs eine gute Lösung für den Kunden“ erklärt Dr. V. Ghendler, Rechtsanwalt und Partner der KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei. Denn der Motor ist nicht auf die neue Software ausgelegt, höherer Verschleiß und technische Probleme sind die Folge. Zwar ist die Software durch das KBA genehmigt, nach Ansicht der Gerichte muss ein Kunde sich damit aber nicht zufrieden geben, sondern kann erfolgreich Schadensersatz fordern.

VW räumt Abschalteinrichtung vor Gericht ein

Den Aussagen der Volkswagen AG, dass diese Abschalteinrichtung legal sei, kann man wohl keinen Glauben schenken. Der bereits zurückgerufene Motor des T6 unterscheidet sich nicht von den Antrieben, die in Millionen anderer Modelle auch von Audi, Seat und Skoda verbaut sind. Erst vor wenigen Wochen hat die Tagesschau ein Urteil des LG Duisburg (Aktenzeichen 1 O 231/18) veröffentlicht. Darin stellt das Gericht fest, dass in einem Golf VII mit dem Motortyp EA288 eine unzulässige Abschalteinrichtung eingebaut ist. Auch das Landgericht Wuppertal (Aktenzeichen 2 O 273/18) will es aufgrund der zahlreichen Verdachtsmomente genauer wissen und hat ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis andere Gerichte nachziehen.“VW betreibt Haarspalterei und behauptet allen Ernstes, es sei in Ordnung, wenn die Abgasreinigung nur auf dem Prüfstand funktioniert. Diesem Betrug werden die Gerichte aber bald einen Riegel vorschieben“, ist sich der Dieselexperte Dr. V. Ghendler sicher.

Erneute Klagewelle droht den Autohersteller zu überrollen

Wie schon zu Beginn des Dieselskandals, als erst langsam die Dimensionen klar wurden, kommt die neue Klagewelle gegen VW und seine Tochterunternehmen jetzt ins Rollen. Millionen Autos erleiden durch die Manipulationen eine schmerzhafte Wertminderung. Das Vertrauen in den Diesel ist unwiederbringlich zerstört. Für den Automobilriesen wird es somit immer enger, denn mittlerweile scheint es kaum noch ein Diesel-Fahrzeug zu geben, welches nicht manipuliert ist. Hunderttausende Autofahrer haben allein in Deutschland bereits geklagt, und es dürften weitaus mehr werden.

 




Mit Paukenschlag in die zweite Saisonhälfte: MT schlägt Rhein-Neckar Löwen



Die MT Melsungen startet mit einem Paukenschlag in die zweite Saisonhälfte der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga: Am Donnerstag schlugen die Nordhessen die in eigener Halle favorisierten Rhein-Neckar Löwen mit 33:30 (16:15). Der Sieg war, wie auch schon der 31:26-Erfolg im Hinspiel, unter anderem deshalb verdient, weil das Grimm-Team im Angriff weniger Fehler machte und die etwas bessere Abwehr hatte – inklusive Torhüter. Die besten Torschützen vor 7.251 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena waren Marino Maric und Lasse Mikkelsen (jeweils 7) für die MT und Mads Mensah (6) und Romain Lagarde (5) für die Gastgeber. Mit diesem nicht unbedingt zu erwartenden Auswärtserfolg ist die MT Melsungen gut gerüstet für das EHF Cup-Spiel am kommenden Sonntag in eigener Halle gegen den polnischen Vertreter Gwardia Opole.

 
Ohne den nach einer Knie-OP noch rekonvaleszenten Kreisläufer und Deckungsspezialisten Felix Danner, ansonsten aber mit voller Kapelle war die MT Melsungen nach Mannheim gereist. Die Gastgeber mussten auf die Verletzten Steffen Fäth (Rückraum links) und Jesper Nielsen (Kreis) verzichten. Beide Mannschaften wussten vor diesem ersten Spiel nach der EM-Pause nicht so recht, wo sie leistungsmäßig stehen. Dieses Fragezeichen aufzulösen gelang als erstes den Nordhessen.

Die ersten guten Aktionen des Spiels gehörten den Torhütern. Den Wurf im ersten Angriff von Julius Kühn machte Andreas Palicka zunichte, im Gegenzug fischte Nebojsa Simic den Ball von Romain Lagarde. Lasse Mikkelsen war dann der erste Treffer vorbehalten. Die Löwen markierten zwar postwendend den Ausgleich (Lagarde,) aber in der Folge behauptete die MT stets ein leichtes Übergewicht. Weil Marino Maric schon nach drei Minuten eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, beorderte Heiko Grimm für diese Phase Allrounder Timm Schneider an den Kreis.

Lasse Mikkelsen, positiv durch seinen Einstiegstreffer gestimmt, markierte auch die Tore zwei und drei (davon einmal von der Siebenmeterlinie) für die MT. Über die Zwischenstände 1:3 (5.), 3:6 (12.) und 4:7 (13.) diktierten die Rotweißen das Geschehen. Zwar gelang auch ihnen nicht jede Aktion, doch auf der anderen Seite agierten die Löwen teilweise fahrig. Misslungene Abspiele, technische Fehler, kurzum Dinge, die man sich vor eigenem Publikum ganz und gar nicht wünscht.

Dennoch schlichen sich die Löwen Tor um Tor heran. Weil nun auch die MT Chancen liegen ließ und hinten in der Abwehr nicht immer den Zugriff bekam. Mit einem 3:0-Lauf gelang es den Gelbhemden, das Ruder herumzureißen. Nach knapp 18 Minuten leuchtete ein 9:8 auf der Anzeigentafel in der nur gut zur Hälfte gefüllten SAP Arena auf. Schuld daran war ein frischgebackener Europameister. Gedeon Guardiola schloss jeweils einen Konter von sechs Metern erfolgreich ab. Zuvor hatte Romain Lagarde die Spur zur Aufholjagd gelegt.   

Keine Frage, das bis dato recht flüssige Kombinationsspiel, bei dem häufig der in Bestform agierende Marino Maric am Kreis gesucht wurde, war nun ins Stocken geraten. War die MT etwa mit ihrem Latein am Ende? Hätte man meinen können. Denn die Gelbhemden nutzten die schwindende Durchschlagskraft der Nordhessen im Angriff, um weiter am Drücker zu bleiben. Uwe Gensheimer von der Siebenmeterlinie und Mads Mensah aus dem Rückraum ließen durch ihre Treffer zum 11:9 wieder Hoffnung für ihre Farben aufkeimen.

Aber die Gäste ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, spulten weiterhin ihr Programm ab. Der Lohn: Timm Schneider, wenige Minuten zuvor noch freistehend ans Palicka gescheitert, schaffte den Anschluss (11:10, 22.) und Finn Lemke, der nach vorne geeilte Abwehrcenter, netzte kurz darauf zum Ausgleich ein (11:11, 23.). Knapp zwei Minuten später gelang dem Kapitän ein weiterer Treffer, diesmal das 12:13. So bekam die MT bis zum Pausenpfiff wieder etwas Oberwasser, ging mit einer knappen Führung in die Pause (15:16).

„Da geht heute was!“, schienen sich die Rotweißen in der Kabine bewusst gemacht zu haben. Und unterfütterten diese Erkenntnis nach Wiederanpfiff mit entsprechenden Leistungen. Mit einem sehenswerten Dreier-Lauf gab Melsungen ein klares Warnsignal an die zwischenzeitlich immer glückloser agierenden Gastgeber. Nach 35 gespielten Minuten ware die MT auf 17:22 davon geeilt. Zu recht. Denn es war jetzt eine Phase, in der fast alles gelang. Angefangen vom weiterhin treffsicheren Marino Maric am Kreis, mit tollen Anspielen von Kai Häfner, bis hin zu erfolgreichen Gegenstößen, wie von dem inzwischen für Tobias Reichmann gekommenen Dimitri Ignatow. Klar, dass dieser Zwischenstand Löwen-Trainer Kristjan Andresson zur Auszeit veranlasste. Was aber zunächst keine Änderung bei den Seinen hervorrief.

Nebojsa Simic entzauberte den frei vor ihm auftauchenden Patrick Groetzki, kurz darauf hatte der MT-Keeper das Nachsehen gegen Mads Mensahs Rückraumwurf. Um dann aber wieder den ebenfalls frei tehenden Jannik Kohlbacher zur Wirkungslosigkeit zu verdammen. Diese Aktionen schienen auch seine Vorderleute zu beflügeln: Lasse Mikkelsen drischt mit einem trockenem Abzug das Spielgerät in den Winkel, Yves Kunkel verwandelt nach perfektem Steal und Mikkelsen lässt Andreas Palicka keine Chance von der Strafwurflinie. Und als “Simo“ die nächste Parade bei einem eigentlich unhaltbaren Ball gelingt, nimmt der Löwen-Coach beim 19:25 seine letzte Auszeit. Und das in der 42. Minute!

Der aus Melsunger Sicht schöne Sechs-Tore-Vorsprung schmolz in der verbleibenden Spielzeit jedoch immer weiter dahin. Unter anderem deshalb, weil einige unvorbereitete Würfe abgefeuert wurden, die ihr Ziel nicht fanden. Und weil Mads Mensah immer gefährlicher wurde und die MT-Hintermannschaft ihn nicht richtig ausschalten konnte. Er war mit seinen drei Treffern maßgeblich daran beteiligt, dass seine Löwen in der 57. Minute beim 30:31 wieder dran waren. Würde sich die MT das Spiel etwa auf den letzten Metern noch aus der Hand nehmen lassen?

Jetzt war Nervenstärke gefragt, jede Aktion würde möglicherweise spielentscheidend sein. Da verliert ausgerechnet Andy Schmid den Ball und die MT kommt in den Genuss eines Konters. Dimitri Ignatow, der einige Angriffe zuvor freistehend gescheitert war, behielt nun die Übersicht, und lochte nach abgebrühtem Eins-gegen-Eins zum 30:32 ein. Gegen den inzwischen für Palicka zwischen den Pfosten stehenden Mikael Appelgren. War das zwei Minuten vor dem Ende die Entscheidung?

Der Schlussakkord im Stenogramm: Mads Mensah wirft – Finn Lemke blockt – Dimitri Ignatow vergibt aussichtsreich – Nebojsa Simic hält den Ball von Andy Schmid – Mads Mensah blockt Kai Häfners Wurf – Yves Kunkel trifft nur den Pfosten – Auszeit MT – Kai Häfner macht 32 Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 30:33 endgültig den Deckel drauf. Dieser Sieg Melsungens – so die einhellige Meinung der beiden Sky-Kommentatoren Markus Götz und Heiner Brand und später auch im Interview von Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer ist völlig verdient? – Warum? Weil die MT weniger Fehler gemacht hat und die bessere Abwehr hatte.

Heiko Grimm und seinen Schützlingen bleiben jetzt nur zwei Tage Regeneration, weil schon am Sonntag die nächste Herausforderung wartet. Dann zuhause in der Rothenbach-Halle gegen KPR Gwardia Opole (Polen), den ersten Gegner in der Gruppenphase des EHF-Cup (Anwurf 15:00 Uhr, es gibt noch Karten).

Heiko Grimm zum Spiel

Den Grundstein haben wir eindeutig in der Abwehr gelegt. In der 6:0-Variante mit einem starken Innenblock wurde sehr gut gearbeitet – auch wenn es bei 30 kassierten Toren im ersten Moment nicht so erscheint. Wir hatten nur einen Tag Zeit, in dem sich das Duo Lemke/Maric abstimmen konnte, was angesichts der kurzen Vorbereitung gut gelungen ist. Die frühen Zeitstrafen gegen Marino waren zwar etwas knifflig, aber er hat das im weiteren Verlauf in der Abwehr gut gelöst und vorsichtiger agiert. Insgesamt war auch wichtig, dass wir uns an den gemeinsam erarbeiteten Plan, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, gehalten und ihn diszipliniert umgesetzt haben. Wir waren an diesem Tage die bessere Mannschaft und haben deshalb auch verdient gewonnen.

Statistik

Rhein-Neckar Löwen: Palicka (1.-45. Min., 11 Paraden / 25 Gegentore), Appelgren (46.-60. Min, 2 P. / 8 G.) – Schmid 4, Gensheimer 3/2, Kirkelokke 2, Lagarde 5, Tollbring 1, Abutovic 1, Mensah 6, Groezki, Guardiola 2, Petersson 2, Damm, Ganz, Kohlbacher 4 – Trainer Kristján Andrésson.
 
MT Melsungen: Simic (14 Paraden / 30 Gegentore), Sjöstrand (n.e.) – Maric 7, Kühn 3, Lemke 2, Reichmann 2, Ignatow 2, Kunkel 2, Mikkelsen 7/4, Schneider 3, Allendorf, Sidorovicz, Häfner 5, Salger, Pavlovic – Trainer Heiko Grimm.

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck (Reutlingen) / Simon Reich (Metzingen

Zeitstrafen: 6 – 8 Minuten ( Gensheimer, Abutovic, Petersson – 2x Maric, Lemke, Häfner)

Strafwürfe: 2/2 – 4/4

Zuschauer: 7.251, SAP Arena Mannheim

Das nächste Spiel:
Men’s EHF Cup, Gruppenphase: MT Melsungen – KPR Gwardia Opole (POL),
Sonntag, 09.02.20, 15:00 Uhr Rothenbach-Halle Kassel





! Achtung: Neue Quali-Startzeit beim FIS Skisprung Weltcup !


Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen haben die Organisatoren des Willinger Kult-Weltcups die Startzeit am Freitag vorverlegt.

Die Qualifikation für den FIS Skisprung Weltcup beginnt bereits um 15 Uhr statt um 18 Uhr, das offizielle Training schon um 13 Uhr. Einlass in das Stadion ist ab 12 Uhr.

In Abstimmung mit dem Internationalen Skiverband FIS, dem Deutschen Skiverband DSV und der übertragenden TV-Anstalt Eurosport entschloss sich das Willinger Organisationskomitee zu der rechtzeitigen Vorverlegung, um den Skispringern und Zuschauern angesichts der angekündigten Wetterlage auf jeden Fall Spitzensport und einen Wettbewerb unter fairen Bedingungen zu ermöglichen.

Die Zuschauer werden um eine entsprechend rechtzeitige Anreise gebeten.

 





Riesiger Eisblock bricht von Gletscher


Euronews No Comment
 
Wissenschaftler auf einem Forschungsschiff filmten
in der Antarktis, wie ein riesiger, schwerer und großer
Eisblock von einem Gletscher abbrach.
 
 

 
 




Kasseler Polizei bittet Betroffene der Masche „Falsche Polizeibeamte“, sich zu melden


(ots) Stadt und Landkreis Kassel:

In den vergangenen Tagen kam es erneut zu zahlreichen Betrugsversuchen durch die Masche der „Falschen Polizeibeamten“ in Stadt und Landkreis Kassel.

Bei den bislang der Polizei bekannt gewordenen Fällen erkannten die Angerufenen glücklicherweise, dass es sich um Betrüger handelt, die überwiegend bei älteren Menschen anrufen und versuchen, mit ihrer miesen Masche zu betrügen.

Zahlreiche Betroffene riefen die „echte Polizei“ an und schilderten den Beamten am Telefon von den Betrugsversuchen.

Zur Aufklärung der Fälle bitte die Kasseler Polizei, insbesondere anlässlich der Häufungen an Anrufen in den letzten Tagen, dass sich auch die Betroffenen bei der „echten Polizei“ melden, die dies bislang noch nicht getan haben.

Wer einen entsprechenden Anruf seit Montag, dem 03.Februar 2020, erhalten und dies noch nicht bei der Polizei mitgeteilt hat, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel.: 0561-9100 zu melden. // Polizeipräsidium Nordhessen





Mischlingshündin YUNA in Kassel entlaufen


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