„Menschenrechte – mit Füßen getreten“

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UNESCO-AG präsentiert Projekt am Gustav-Stresemann-Gymnasium

Menschenrechte – mit Füßen getreten“

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Menschenrechte hatte sich die UNESCO-AG des Gustav-Stresemann-Gymnasiums eine ganz besondere Aktion ausgedacht.

Um auf die in vielen Regionen der Welt zu beklagenden Rückschritte in der Menschenrechtspolitik aufmerksam zu machen, planten und realisierten die 28 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung ihres Lehrers Herrn Dr. Salzig das Projekt „Menschenrechte – mit Füßen getreten“: sie schnitten aus buntem Papier zahlreiche übergroße Fußabdrücke aus, die sie anschließend mit Schlagworten zum Thema Menschenrechte versahen.

Dazu hatten die Jugendlichen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zurate gezogen, aus der sie Begriffe wie „Freiheit“, „Solidarität“, „Folterverbot“, „Asylrecht“ oder „Recht auf Bildung“ herausarbeiteten.

Die beschrifteten Fußabdrücke befestigten die AG-Teilnehmer anschließend auf dem Boden des Eingangsbereichs und auf den Stufen des Treppenhauses der Schule, also in einem Bereich, der tagtäglich von besonders vielen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern durchschritten wird.

Die Fußspuren führten zu verschiedenen Informationstafeln mit vielfältigem Material zum Thema Menschenrechte. So hatten z. B. die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c im PoWi-Unterricht auf kreisrunden Karten ihnen besonders wichtige Menschenrechte notiert und dazu individuell Stellung bezogen; weiterhin waren die komplette Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auf einem großen Plakat abgebildet und Leporellos mit Argumenten gegen Folter und für eine humane Flüchtlingspolitik zu sehen.

Schon am nächsten Tag zeigte sich, dass die Aufmerksamkeit, die die UNESCO-AG mit der Aktion bei der Schulgemeinde für das wichtige Thema Menschenrechte wecken wollte, tatsächlich erzielt wurde: Die Fußabdrücke mit den Schlagworten waren bei vielen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern Gesprächsthema, das auch Eingang in den Unterricht unterschiedlicher Fächer fand und als Ausgangspunkt für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Menschenrechten diente.

Das Projekt am Internationalen Tag der Menschenrechte war der vorläufige Höhepunkt weiterer Aktivitäten zu dem Thema am Gustav-Stresemann-Gymnasium. So werden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe an dem Briefmarathon von Amnesty International beteiligen, in dessen Rahmen sie sich für die Freilassung von zu Unrecht verfolgten, verhafteten oder bedrohten Menschen einsetzen.


Text und Fotos: Dr. Johannes Salzig


 

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