Verkehrszeichen aus Burkina Faso im Kasseler Rathaus übergeben

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©Stadt Kassel, Fotografin: Martina Heise-Thonicke

Mit einem Zebrastreifen-Verkehrszeichen aus Koudougou in Burkina Faso, begleitet von Dokumenten des dortigen Bürgermeisters Maurice Mocktar Zongo, erhielt die Kasseler Künstlerin Doris Gutermuth jetzt ein ungewöhnliches Stück Kunst. Im Beisein von Bürgermeisterin Ilona Friedrich wurde es überreicht von Moussa Bangré, der seit Juli 2017 Wirtschaftsinformatik im dualen Studium bei B.Braun Melsungen und an der Universität Kassel studiert. So ist die „Internationale Sammlung originaler Verkehrszeichen für Fußgängerüberwege“ weiter angewachsen.

Der jetzt 26-jährige Moussa Bangré wurde als Patenkind von Melsungens früherem Bürgermeister Dieter Runzheimer im Rahmen des Städtepartnerschaftsvereins Melsungen e.V., Team Koudougou – Kinderpatenschaften, gefördert. Begleitet wurde er jetzt zu dem Termin im Kasseler Rathaus von Christiane Porstmann vom Städtepartnerschaftsverein Melsungen.

Doris Gutermuth hat den Schwerpunkt ihrer Kunstsammlung auf internationale Fußgängerüberwegschilder gelegt und bereits aus zahlreichen Ländern Verkehrsschilder erhalten. Dank der guten Kontakte des Städtepartnerschaftsvereins Melsungen e.V. konnte die außergewöhnliche Sammlung nun durch ein Schild aus Burkino Faso erweitert werden.

„Verkehrszeichen sind weltweit fast allen Menschen vertraute Alltagsgegenstände. Doch durch die Herauslösung aus der regelnden Funktion und Definition als internationales Kulturgut bietet sich eine Vielfalt an Interpretationsmöglichkeiten, die Doris Gutermuth für ihr Anliegen der Völkerverständigung nutzt. Das Kunstprojekt im Sinne von ,Offen für Vielfalt‘ unterstützen wir als weltoffene Stadt, in der Menschen aus 172 Nationen leben, gerne“, sagte Bürgermeisterin Friedrich.

 

Hintergrund zur Sammlung originaler Verkehrszeichen

Die „Internationale Sammlung originaler Verkehrszeichen für Fußgängerüberwege“ von Doris Gutermuth wächst ständig. Ein authentisches Verkehrszeichen aus Burkina Faso ist nun das 30. Exponat ihrer Sammlung.

„Ich habe mir zum Ziel gesetzt, Zebrastreifen-Verkehrszeichen von allen in Kassel vertretenen Nationalitäten in meine Sammlung aufzunehmen. Die begleitenden Grußbotschaften zeichnen dieses Kunstprojekt als einzigartig aus, seine Philosophie der Völkerverständigung verleiht ihm Rang und Ansehen. Der kulturelle Brückenschlag fördert zudem die Integration, denn jedes Exponat bedeutet für den Überbringer, der in Kassel ein neues Zuhause gefunden hat, ein Stück Heimat“, so Doris Gutermuth.

Sie sieht ihr Projekt im Dienst der Völkerverständigung. „Die originalen Verkehrszeichen werden stets von einer Grußbotschaft aus ihrem Herkunftsland begleitet, die nicht nur authentischer Herkunftsnachweis ist, sondern auch Ausdruck der Verbundenheit in Frieden und Freundschaft.“

Alle Förderer und Überbringer werden von Doris Gutermuth mit Originalexemplaren ihrer farbenfrohen Märchenillustrationen auf Zebrastreifen-Design belohnt.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Ein Verkehrszeichen dient der Völkerverständigung: Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Sammlerin Doris Gutermuth, Moussa Bangré aus Burkina Faso sowie Christiane Porstmann vom Städtepartnerschaftsverein Melsungen


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