USA – Wachstum via Schulden: oder wenn der Bauer fast drei Rüben anpflanzen muss um eine zu ernten..

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Manchmal ist es recht schwer das Wirtschaftswachstum als Grundlage für einen prosperierenden Staat anzukurbeln. Wirtschafts- und Finanzpolitik müssen aufeinander abgestimmt werden, damit das klappt. Dazu kommen die Erfordernisse und auch Hemmnisse einer globalisierten Welt an sich, wo allein das nationale-staatliche Management nicht mehr funktionieren kann, da andere mit ihrer Politik in das Geschehen direkt eingreifen können. Der Normalbürger versteht es oft nicht, wie das alles zusammenhängt. Inzwischen glauben auch viele Volkswirte nicht mehr daran, dass das, was einst in ihrem Studium richtig war noch stimmt. Stimmen kann. Zumindest nicht, wenn man sich ansieht, wie inzwischen Staaten wirtschaften. Zeit das Problem auf in ein Bild zu reduzieren, das wir verstehen.

Die USA (und auch die EU) kurbeln das Wachstum durch Verschuldung an und fordern mehr oder weniger aktiv auch von allen anderen (Unternehmen, Haushalte und Banken) es gleichfalls zu tun. Dazu werden die Zinsen künstlich und entgegen allen bis dato bekannten wirtschaftlichen Regeln unten gehalten. Sogar ins Minus gedrückt, damit Schuldenmachen billig ist und Altschulden finanzierbar bleiben. Dazu machen allein die USA jeden Tag 7,8 Milliarden Dollars Schulden. Mit diesem geliehenen Kapital erwirtschaften sie dann aus 2,80 Dollars Schulden ein Wachstum von einem einzigen (1) Dollar!

Wenn ein Bauer so wirtschaften würde, dann müsste er 28 Rüben kaufen und anpflanzen, um 10 Rüben zu ernten. Und hier wird jedem schnell klar, dass so ein Bauer nicht lange braucht, um pleite zu gehen, zumal die Rüben pro Stück im Einkauf (Verwaltungsgebühren, Bearbeitungsgebühren, …) schon teurer sind als die Verkaufserlöse pro Stück für seine Ernterüben.

Solange der Bauer also über Eigenkapital verfügt, kann das eine zeitlang gutgehen. Wenn er aber dieser 28 Rüben fremdfinanziert, über Kredite, dann fasst sich jeder normale Mensch an den Kopf. Lachen ihn aus. Fragen sich, wie man so blöd sein kann. – Halt ein dummer Bauer. Was will man sagen…

Aber wenn es der Staat macht, alle auffordert es auch so zu machen, dann ist das normal? Keiner lacht? Keiner fasst sich an den Kopf? Dann ist das richtig???

Und ja, die EU und ihre EZB machen das auch so. Auch in China passiert das. Und in Japan auch. Überall „planzen Bauern mehr an als sie je ernten werden“. Ist das deshalb normal? Richtig? Vertretbar?

Oder anders gefragt. Ein Arbeiter verdient 1000 Euro im Monat gibt aber 2800 aus. Jeder weiß, wie das endet, aber wenn es Millionen machen, ist es plötzlich richtig? Funktioniert? Ist das „Mittel der Wahl“ um Beschäftigung zu fördern?

Mal ehrlich: sind wir wirklich alle so blöd (geworden)???


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