Top-Spiel in Kiel: Ist die MT schon ein Spitzenteam?


Das Top-Spiel des 11. Spieltages in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga steigt in Schleswig-Holstein: Am heutigen Donnerstag treffen in der Sparkassen-Arena in der Landeshauptstadt Kiel der Tabellendritte MT Melsungen und der Vierte THW Kiel aufeinander. Anwurf ist um 19:00 Uhr. Geleitet wird der Hit von renommiertesten deutschen Schiedsrichtergespann. Lars Geipel und Marcus Helbig haben außer 630 Bundesligabegegnungen auch noch 270 internationale Matches vorzuweisen (u.a. bei Olympia, WM, EM und Champions League). Die Vorberichterstattung auf Sky beginnt um 18:30 Uhr, als TV-Experte an der Seite von Kommentator Florian Schmidt-Sommerfeldt fungiert der frühere HSV-Trainer Martin Schwalb.

“Alle Mann an Bord” meldete MT-Trainer Heiko Grimm am Mittwochnachmittag, direkt aus dem Team-Bus auf dem Weg an die Ostsee. Das Reiseziel, welches aus nordhessischer Sicht oft mit Urlaub am Meer assoziiert wird, hat für die Handball-Profis in diesem Fall natürlich eine ganz andere Bedeutung. Denn am Donnerstag in Kiel ist alles andere als Ausruhen und Entspannen angesagt. Da heißt es für Lemke, Kühn & Co. zumindest für 60 Minuten auf dem Parkett der Sparkassen Arena hellwach zu sein und dem Gastgeber alles abzuverlangen.

“Auch, wenn wir uns erst noch etwas daran gewöhnen müssen, unter der Überschrift ‘Top-Spiel’ zusammen mit einer Mannschaft wie dem THW Kiel genannt zu werden, bin ich aufgrund unserer positiven Entwicklung schon der Meinung, dass dieses Attribut angemessen ist”, ordnet Heiko Grimm die Begegnung ein. Die Tabellenposition gibt ihm ohnehin recht. Dritter gegen Vierter – und dabei die MT auch noch vor dem großen THW – diese Konstellation gab es in den bislang 14 Jahren gemeinsamer Erstligageschichte vor einem direkten Aufeinandertreffen der beiden Clubs auch noch nicht.  

Bezieht man das Pokalspiel der MT gegen Leipzig mit ein, kommen die Rotweißen auf sieben glatte Pflichtspielerfolge in Serie. Klar, dass das viel Selbstvertrauen erzeugt und die Brust noch etwas breiter werden lässt. Der Appetit des Grimm-Teams ist geweckt, die Lust auf weiter Erfolge größer denn je. Wer unter anderem Magdeburg, die Rhein-Neckar-Löwen und Tabellenführer Hannover geschlagen hat, darf sich auch gegen Kiel Chancen ausrechnen. Heiko Grimm macht aus dem Ansinnen seiner Schützlinge keinen Hehl: “Wenn wir unsere Entwicklung der letzten Wochen betrachten, kann es nur das eine Ziel geben: wir fahren nach Kiel um zu gewinnen!”.

Dabei ist dem MT-Coach allzu klar, dass dies nur mit einer sehr guten Leistung in allen Mannschaftsteilen gelingen kann. Die Abwehr, einschließlich der Torhüter, muss den angaloppierende Zebras möglichst viele Hürden in den Weg stellen. Das gilt besonders für die “Tormaschinen” aus dem Rückraum, Nikola Bilyk und Lukas Nilsson (beide Halblinks) und Harald Reinkind (Halbrechts), die ein Drittel der bisher 245 Kieler Tore erzielt haben. Die Fäden in der Mitte lässt Trainer Filip Jicha in der Regel von Domagoj Duvnjak ziehen. Der Regisseur ist kroatischer Nationalmannschaftskamerad der beiden MT-Cracks Marino Maric und Domagoj Pavlovic. Sie unterlagen übrigens erst am vergangenen Wochenende gegen die mit Julius Kühn, Tobias Reichmann und Kai Häfner bestückte deutsche Auswahl beim “Tag des Handballs” in Hannover.

Zurück zu “THW versus MT”: Weitere Gefahr droht den Nordhessen auch auf den Flügeln, wo Niklas Ekberg (rechts) oder Magnus Landin (links) kaum eine Torwurfgelegenheit ungenutzt lassen. Gleiches gilt erst recht für die beiden Nationalmannschaftskreisläufer Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler.

Um den THW erst gar nicht ins Rollen kommen zu lassen, muss die MT den eigenen Angriff effektiv gestalten, sprich möglichst wenig Bälle verlieren oder verwerfen. Denn ansonsten droht der meist “tödliche Konter”. Fehler die vorne passieren, nutzt der THW gern zu leichten Gegentoren. In diesem Zusammenhang wird es wohl darauf ankommen, welches der beiden Teams das längere Stehvermögen beweist. Die Frage also lautet: Kann hier die MT den Vorteil eines breiten Kaders ausspielen? Wenn die Rochaden so zünden, wie in den letzten Wochen, lautet die Antwort: Ja! Da zeigten alle Spieler volle Leistung, egal ob in der Startaufstellung aufgeboten oder im Verlauf des Spiels von der Bank gebracht. Heiko Grimm hat auf allen Positionen wenigstens zwei gleichwertige Akteure zur Verfügung. Wobei sich gerade im Rückraum mit Julius Kühn, Lasse Mikkelsen, Kai Häfner Domagoj Pavlovic, Roman Sidorowicz, Finn Lemke, Timm Schneider und Stefan Salger besonders vielfältige Möglichkeiten ergeben.

Ein anderer Faktor, der nicht selten in engen Spielen den Ausschlag gibt, sind die Fans. Bekanntermaßen feuern in der Kieler Arena stets gut 10.000 Zuschauer ihre Zebras an. “Darauf müssen wir mental vorbereitet sein”, sagt Heiko Grimm, “denn das ist schon ein gewichtiges Pfund. Andererseits ist als Gastverein dabei der Anreiz besonders groß, eine solche Kulisse durch eine eigene starke Leistung möglichst zu beruhigen”.

Zwei MT-Crack aus dem aktuellen Kader kennen sich mit der Atmosphäre in der Sparkassen Arena besonders gut aus: Tobias Reichmann und Johan Sjöstrand. Der Rechtsaußen trug von 2009 bis 2012 das Zebra-Dress, der schwedische Keeper von 2013 bis 2015. Mit Axel Geerken gibt es in den Reihen der Nordhessen sogar noch einen weitere EX-THW’ler: Der heutige MT-Vorstand hütete von 1998 bis 2001 den Kasten der Schwarzweißen.

Eine geradezu untypisch gedämpfte Stimmung herrschte in der Kieler Arena übrigens beim letzten Auftritt der MT. Das war im November vergangenen Jahres im DHB-Pokal-Viertelfinale. Der Grund: Nach nur 30 Sekunden verletze sich Domagoj Pavlovic schwer (Knöchelbruch), das Spiel konnte erst nach 30-minütiger Unterbrechung fortgesetzt werden. Die schockstarre MT ging anschließend mit 19:31 unter. “Das ist jetzt fast ein Jahr her, daran denken wir gar nicht mehr. Wir haben dieses Spiel auch in der Vorbereitung auf morgen intern nicht thematisiert”, verrät Grimm.

Eine letzte Einstimmung auf den Gegner wird er seiner Mannschaft am Spieltag mit auf den Weg geben. Nach einem morgendlichen, ausgedehnten Pflichtspaziergang an der Kieler Förde steht am Nachmittag noch einmal eine Videoanalyse auf dem Programm. Keine Frage, die MT will bestens vorbereitet in dieses Top-Spiel gehen. Und beweisen, dass sie schon zu den Spitzenteams gehört. Und wenn die schöne Erfolgsserie reißt? “Das wird irgendwann sicherlich so kommen. Aber dann starten wir eben einen neue”, setzt ein entspannter Heiko Grimm die Fahrt im Mannschaftsbus nach Kiel fort.
     
Bisherige Vergleiche MT – THW
HBL: 28 Spiele, davon 24 Siege THW, 4 Siege MT
DHB-Pokal: 2 Spiele, 2 Siege THW
Letzte Saison:
28.02.2019, HBL, MT Melsungen – THW Kiel 25:29
27.11.2018, DHB, THW Kiel – MT Melsungen 31:19
27.09.2018, HBL, THW Kiel – MT Melsungen 37:20

Schiedsrichter in Kiel:

Lars Geipel (Leipzig) / Marcus Helbig (Landsberg);?DHB-Aufsicht: Lars Schaller

Weitere Gegner-Infos:

www.thw-handball.de 





Heinrich und Scalzo trainieren wieder auf dem Eis


Sind im Mannschaftstraining wieder dabei: Mario Scalzo (li.) und Kapitän Alexander Heinrich.

Kassel, 31. Oktober, 2019. Diese Rückkehr wurde lange erwartet: Seit Dienstag stehen Kapitän Alexander Heinrich und Mario Scalzo wieder auf der Eisfläche und trainieren mit der Mannschaft. Beide tragen ein rotes Trikot und sind so gut sichtbar als Spieler markiert, die auch im Training nicht attackiert werden dürfen.

Scalzo hatte sich noch in der Vorbereitung gegen Tilburg vor Saisonstart verletzt, Heinrich im Spiel gegen die Dresdner Eislöwen. Seitdem mussten sie sich schonen oder trainierten individuell, teilweise unter Aufsicht der Physiotherapeuten. Für Heinrich könnte es bereits nach der Länderspielpause wieder losgehen. „Es wird jeden Tag ein bisschen besser und ich freue mich, wieder mit der Mannschaft trainieren zu können“, so der Kapitän der Huskies.

Für einen Einsatz am Wochenende kommt es für beide Spieler noch zu früh. Die Länderspielpause, die auf dieses Wochenende folgt, werden beide noch zum Trainieren nutzen. Danach wird Scalzo weiter an sich arbeiten, Alexander Heinrich könnte dann wieder zum Kader gehören.

Am Freitag spielen die Kassel Huskies um 20 Uhr in Crimmitschau, am Sonntag um 18.30 Uhr in der heimischen Eissporthalle gegen Landshut.
Tickets gibt es unter www.kassel-huskies.de





„Mutiger und listenreicher Aufklärer“ – Künstler Hans Haacke mit dem Arnold-Bode-Preis 2019 geehrt


Selbstportrait Hans Haacke

Der Künstler Hans Haacke hat am gestrigen Mittwoch, 30. Oktober, im Kasseler Kunstverein im Museum Fridericianum den Arnold-Bode-Preis 2019 der documenta Stadt Kassel erhalten. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde Haacke, der an der Kunsthochschule Kassel studierte und auf fünf documenta-Ausstellungen vertreten war, mit der Begründung verliehen, „dass der mutige und listenreiche Aufklärer es immer wieder verstand und versteht, mit oft wechselnder, aber thematisch stets angemessener Bildsprache Erkenntnisse über politische Missstände, nicht zuletzt im Kunstbetrieb, zu vermitteln – Skandale und persönliche Risiken nicht scheuend.“

Der Arnold-Bode-Preis wird vom Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung auf Vorschlag eines Kuratoriums verliehen. Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sagte anlässlich der Verleihung: „Hans Haacke hat mit seinen Werken, die den Wunsch nach einer humaneren Welt widerspiegeln, oft den Finger in die Wunde gelegt und einen Nerv getroffen. Viele seiner Arbeiten, sei es der Schriftzug ,Der Bevölkerung´ im Bundestag oder die mahnende Erinnerung an die Todesopfer rechtsextremer Gewalt, haben – leider – nichts an Relevanz und Aktualität verloren.“

Kassels Kulturdezernentin Susanne Völker erklärte zu dem diesjährigen Arnold-Bode-Preisträger: „Mit Hans Haacke wird ein Künstler ausgezeichnet, der in seinen Arbeiten auf vielfältige Weise die Auseinandersetzung mit den politischen Entwicklungen seiner Zeit sucht und diese immer wieder hinterfragt. Es ist diese kritische Haltung gegenüber Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Kunstmarkt, die Haacke auszeichnet und die ihn zu einem der international bedeutendsten Konzeptkünstler macht.“

Professor Dr. Julia Voss, Kunstkritikerin, Wissenschaftshistorikerin und Journalistin, sagte in ihrer Laudatio: „Hans Haackes künstlerische Arbeit hat eine Bandbreite von Reaktionen hervorgerufen, die von Bewunderung bis zur Zensur reicht. Seine Zeitgenossen fordert er ästhetisch wie politisch immer wieder heraus, und in seinen Werken ergreift er Partei für diejenigen, deren Stimme nicht gehört wird. Als Künstler ist er damit zu einem wichtigen Vorbild für nachfolgende Generationen geworden.“

Haackes visuelle Mittel und Methoden, so formulierte es Heiner Georgsdorf als Vorsitzender des Kuratoriums der Arnold-Bode-Stiftung in der Begründung zur Preisverleihung, seien vielfältig: „Bilder, Objekte, Installationen realisieren sich medial je nach Kontext. Immer aber werden es Augenöffner von provokativer Sprengkraft und visueller Eindringlichkeit, um sich schließlich als nachhaltige Bilder in der Erinnerung festzuhaken. Unvergesslich zum Beispiel Haackes Dekonstruktion des Deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig (1993), was ihm den Goldenen Löwen einbrachte. Dass seine zielgenauen Provokationen stets auf intensiver, akribischer Recherche basieren, macht sie unangreifbar und stark in ihrer Argumentationskraft.“

Eine begleitende Ausstellung ist bis Sonntag, den 3. November 2019 im Kasseler Kunstverein zu sehen. Für diesen Anlass hat Hans Haacke Originale und eigene Fotografien ausgewählt, die seine bisherigen documenta-Beteiligungen in 1972, 1982, 1987, 1997 und 2017 dokumentieren.

Das Preisgeld übernehmen die Kasseler Sparkasse und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. 

Der Preisträger
Hans Haacke hat von 1956 bis 1960 an der Kunsthochschule Kassel studiert und war in den Jahren 1972, 1982, 1987, 1997 und 2017 documenta-Teilnehmer. Seit 1961 lebt der 1936 in Köln geborene Künstler in New York. 1961 bis 1962 war er Fulbright-Stipendiat an der Tyler School of Art der Temple University in Philadelphia, Pennsylvania. Von 1967 bis 2002 war Haacke Professor an der angesehenen New Yorker Kunstschule, der Cooper Union; die Bauhaus-Universität in Weimar hat ihm 1998 die Ehrendoktorwürde verliehen.

Zurzeit ist im New Museum in New York für Hans Haacke eine große Werkschau des Künstlers zu sehen.

In Deutschland wurde Haacke weit über die Kunstwelt hinaus durch seinen Beitrag im restaurierten Reichstag bekannt (1999). Dabei bat Haacke die Abgeordneten des Bundestages, mit einem Sack Erde aus ihrem Wahlkreis zu einer grünen Oase im Innenhof des Gebäudes beizutragen. Durchaus auch Unmut erregte er dabei mit dem Vorschlag, die ursprüngliche Widmung vom Reichstagsgiebel „Dem deutschen Volke“ in „Der Bevölkerung“ zu ändern, eine Formulierung, die so jetzt in Leuchtbuchstaben im Stil der Originalinschrift in der Erdarbeit eingebettet ist.

Der Arnold-Bode-Preis der documenta Stadt Kassel
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird für Leistungen im Bereich Kunst der Gegenwart vergeben. Benannt ist die Auszeichnung nach Arnold Bode, dem Gründer der Weltkunstausstellung documenta.

Eine Sammlung von Kunstwerken, die documenta-Künstler dem „Vater der documenta“ 1975 zum 75. Geburtstag schenkten, bildet das Grundkapital der Arnold-Bode-Stiftung. Sie wurde 1978, ein Jahr nach Bodes Tod, von der Stadt Kassel ins Leben gerufen. Der Zweck der Stiftung liegt in der Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere durch Vergabe des Arnold-Bode-Preises.

Der Preis wird seit 1980, zunächst jährlich, nach 1987 alle zwei Jahre, aber obligatorisch in einem documenta-Jahr, an Künstlerinnen und Künstler in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen für die Kunst der Gegenwart verliehen. Eine documenta-Teilnahme ist nicht Voraussetzung, documenta-Niveau aber Maßstab der Entscheidung.

Das Kuratorium der Arnold-Bode-Stiftung
Dem Kuratorium gehören entsprechend der Stiftungsverfassung ein Mitglied der Familie Bode, ein Finanzsachverständiger sowie drei Kunstsachverständige an.

Die Mitglieder sind jeweils für fünf Jahre im Amt. Derzeit gehören folgende Persönlichkeiten dem Kuratorium an:

  • Prof. Heiner Georgsdorf (Vorsitzender)
  • Ingo Buchholz
  • E.R. Nele
  • Ruangrupa
  • Prof. Dr. Julia Voss

 

Weitere Informationen zum Arnold-Bode-Preis unter www.kassel.de/arnold-bode-preis.

documenta-Stadt Kassel





Schlimmer geht immer und der glücklich verarschte Wähler… (ein Kommentar)


Lesedauer: 3 min

Die Wartburg in Thüringen

Manchmal will man vor Schmerz weinen, bekommt aber auch das nicht mehr hin, weil einem die Luft dazu fehlt. Daher geht auch Lachen nicht immer, denn ohne Luft wird auch das zum Fiasko. Und wenn man die Wahl in Thüringen betrachtet und ihre schon jetzt sichtbaren Folgen, dann liegen hier beide Elemente vor: es schmerzt gewaltig und die Luft ist viel zu dünn, um noch wenigstens Lachen zu können.

Stärkste Kraft wurden jeweils die entferntesten Pole des politischen Spektrums. Wo Früher eine starke Mitte war, wird diese nun von den einst schwächlichen weil extremen Rändern in Thüringen quasi zermatscht.

Wer hätte gedacht, dass es 30 Jahre nach der Einheit die SED-Nachfolgepartei DIE LINKE wieder schafft stärkste Kraft zu werden. In einem Teil unserer Republik, der einst so unter der SED-Diktatur gelitten hat. Wo Freiheit aktiv unterdrückt wurde, Menschen daher nach Bautzen verfrachtet wurden, die auch nur ein Jota von der Parteilinie abwichen. Wo selbst minderjährige Schüler in Stasi-Gefängnissen einsaßen, für Vergehen, die weit von dem entfernt waren was FFF sich so rausnimmt. Und eben diese Menschen wählen wieder die, die von damals geistig übriggeblieben sind.
Andererseits ist linker Straßenterror gerade in Thüringen auch wieder salonfähig geworden und die Verfassung wird an oberster Stelle von einen Mann „geschützt“, der selbst der Amadeu-Antonio-Stiftung (HIER) nahesteht, deren Vorsitzender ein ehemaliger Stasi-Spitzel ist. So kommt zusammen, was wohl auch zusammen gehört.

Auf der anderen Flanke ist das Feindbild der deutschen Nachkriegsdemokratie schlechthin, Björn Höcke, die Galionsfigur des „Flügels“ und Spitzenkandidat der AfD, gewählt worden. Angefeindet wie kaum ein zweiter in dieser ach so demokratischen Nation von urtypischen und bodenständigen Demokraten. Medial vorgeführt, diffamiert und wo es ging ins Abseits gestellt aber dennoch mit zwölfprozentiger Steigerung zur letzten Wahl mit dem Vertrauen der Wähler bedacht.
Sogar Gerichte ließen Nazi-Vergleiche zu. Es wurde nichts unterlassen, weder politisch noch medial, um den völlig durchgeknallten Mörder in Halle der AfD unterzujubeln und diese insgesamt auf das Niveau von potentiellen Massenmördern runterzutreten. – Blöd nur: der Wähler sah das anders.

Irgendwie hoffte man im Land sogar, dass es zu einer Stimmenumverteilung derer kommt, die es via 5%-Hürde nicht in den Landtag schaffen. Solche Hoffnungen zerschlugen sich aber mit dem Einzug der FDP in den Landtag. Es wirkt auch wenig demokratisch stimmberechtigte Sitze an die Parteien durch Umverteilung abzugeben, die eben von diesen Wählern nicht gewählt wurden. Und in Höhe von 10 bis 11 Prozent ist das eh eine Unsitte, die man überarbeiten sollte. Auch das stinkt dem Wähler zusehends.

Doch anstatt zu respektieren, dass es nun vorbei ist mit der Willkür von wählerdiffamierender Beliebigkeit, nutzlosen Phrasen, parteipolitischer Machtpolitik und ideologisierter Meinungshoheit von Ahnungslosen an der vom Wähler erkannten Realität vorbei, kommt nun der finale letzte Stein ins Rollen: die CDU spricht mit der LINKEN.

Wie offensichtlich geht es denn noch? Die letzte Bastion zum linken Rand, christlich Konservative würden es als Abgrund begreifen, soll fallen. Mit Rückendeckung aus der Bundes-CDU.
Eine Partei, die in der Oppositionsrolle (!!) fast elf Prozent der Wählergunst verloren hat, den regierenden Ministerpräsidenten sogar noch durch politische Unterlassung gestärkt hat, massig Wähler an diese ach so „verdammten Nazis“ um Höcke verloren hat, redet nun mit dem, der allein schon weltanschaulich das krasse Gegenteil zu dem ist, wofür die CDU eigentlich steht. Da mag „Papa Bodo“ Ramelow noch so sympathisch rüberkommen, noch so pragmatisch sein und noch so bodenständig wirken. Unter dem Strich ist der Mann politisch einem Walter Ulbricht und einem Erich Honecker näherstehend als einem Konrad Adenauer oder auch nur Helmuth Schmidt. Selbst Herbert Wehner wirkt ideologisch gegen Ramelow eher spießbürgerlich.
Und gerade mit diesem Mann soll und will (!!) nun Mike Mohring, der große Verlierer der Wahl, zwecks Gemeinsamkeiten zur Verbesserung der Lage im Land reden, nachdem eben Ramelow samt angeschlossener gesamtlinker RRG-Koalition abgewählt wurde.
Mohring, der am Wahlabend im Angesicht seiner Leistung (und wohl auch seiner Zukunft) so fertig war, dass ihm mehrfach die Stimme versagte. Nun findet er sie offensichtlich wieder und bricht keine 24 Stunden nach der Wahl sein erstes Wahlversprechen. Mit Billigung von AKK und Mama Merkel… Die CDU wird im Osten wieder zur sattsam berüchtigten Blockflöte!

Wie mag dieses Bild in Bayern ankommen, wo eine Schwesterpartei CSU an gleich zwei konservativeren Fronten um Stimmen kämpft. Wo AfD und Bayernpartei ihr Wählerstimmen abjagen und Söder gerade ihr rechtes Profil ein ganz klein wenig mehr erfolgreich (ver)schärft.

Dass Mohring gleich auf Anhieb aus Kiel Rückendeckung bekommt, und Ministerpräsident Günther ihn ausdrücklich und ungefragt bestärkt, mag nicht verwundern. Günther selbst steht Ramelow politisch näher als ein Fisch dem Wasser. Zumindest folgt seine Personalpolitik schon den hinlänglich bekannten leninistisch-marxistischen Zügen der Vetternwirtschaft die nur noch von Kim in Korea getoppt wird (HIER).

Nachdem man nun schon in Sachsen deutlich gemacht hat, dass linke Parteien alles tun, um an der Macht zu bleiben, das „Weiter so“ notfalls auch durch Biegen und Brechen eigener Werte und Grundsätze zum Gestaltungselement erhebt, verwundert nichts mehr. Zumindest der Wähler registriert und quittiert es zunehmend mit immer „faschistischeren“ Stimmabgaben. Die Wahlergebnisse der AfD werden nicht schlechter. Sie werden zunehmend besser. Nicht nur im Osten. Überall. Und je größer das Bashing, desto besser das Ergebnis. Auch hier sollte man einmal Überlegungen ansetzen.

Wenn also der propagierte Ur-Nazi der deutschen Politik und das ultimative Schreckgespenst der Demokratie Björn Höcke, trotz aller medialer Unterstützung und Diffamierung, die AfD zur zweitstärksten Kraft machen konnte, dann stimmt etwas nicht.
Und das auch gegen den wachsenden Trend eben diese Partei im Wahlkampf zu behindern und sogar bei der Wahlauszählung, leider ebenfalls zunehmend, zu betrügen.

Und das Beste: in Thüringen waren noch nicht mal die Probleme im Vordergrund, die man hätte erwarten dürfen. Es geht dem Land noch relativ gut. Im fortschreitenden demographischen Wandel, der jetzt heranziehenden Rezession und der absehbaren Finanzkrise war der Wähler noch … fett! – Gut genährt, wohlhabend und gutwillig. Wie wird diese Wahl beim nächsten Mal aussehen? Oder überhaupt eine Wahl unter solch anderen weil schlechteren Vorzeichen?

Dass Merkel innenpolitisch gar nicht mehr auftritt ist offensichtlich und wird auch nicht vermisst. Das leidige Volk überlässt sie Opferlamm AKK, die auch jede noch so unbedeutende Vorlage garantiert mit Anlauf als Fettnäpfchen wahrnimmt.

Wenn man einer Handvoll Menschen bei dieser Wahl überhaupt dankbar sein muss, dann den FÜNF (5!!) Leutchen, welche die FDP über die 5%-Hürde gehievt haben. Ohne diese Möglichkeit fünf Prozent der Wählermeinung nach Beliebigkeit parlamentarisch umformatieren zu dürfen wird nun das Ausmaß des Niedergangs demokratischer Parteikultur sichtbar. Dass Werte der stündlichen Beliebigkeit unterliegen. Versprechen Schall und Rauch sind. Und der Bürger bestenfalls noch dummes Stimmvieh ist, das man leider (noch) braucht, bis man es verraten und verkaufen kann.

Halt solange, bis wir wieder auf Wahlkabinen verzichten können und öffentlich Kreuze machen. Wie schon mal gehabt. Auch in Thüringen…

 

Ein Land, in dem wir gut und gerne wählen
Für was eigentlich?

 


Der Autor Sascha Rauschenberger

Sascha Rauschenberger, geboren 1966 in Wattenscheid, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr, wo er als Panzeraufklärer und Nachrichtenoffizier Dienst tat. Er diente, unter anderem als Reservist, in vier Auslandseinsätzen, zuletzt als Militärberater in Afghanistan.

Seit 2000 ist er als Unternehmensberater im Bereich Projektmanagement und Arbeitsorganisation (Future Work) tätig.





Duschen bei Gewitter – Kann das gefährlich werden?


 
 
In Deutschland werden jährlich bis zu sieben Menschen vom Blitz getroffen.
 
In der Wohnung sollte man doch aber sicher sein, oder?
 
Der Verband der Elektrotechniker informiert,
 
dass auch Duschen während eines Gewitters unter bestimmten Umständen
 
risikoreich sein kann.
 
 

 




Am Samstag ist das Fritzlarer Kneipenfest


NUR NOCH EINE WOCHE WARTEN
bis zum 10. FRITZLARER KNEIPENFEST am 2. November 2019 !!
Eine Nacht – sieben Locations – 7 Livebands – 7 Partys –
7 Mal Spaß und Gute Laune !

Ab 20.00 Uhr gibt es dann wieder eine hervorragende Gelegenheit, um nach Herzenslust „mal wieder um die Häuser zu ziehen“ und dabei bei erstklassigen Livebands abzufeiern.

Es gilt das Motto: „NUR EINMAL BEZAHLEN – ÜBERALL DABEI SEIN !“ Tickets gibt es an den Abendkassen in allen Lokalen für günstige 12 Euro (übrigens der gleiche Eintrittspreis wie in den letzten vier Jahren!)

Bitte im Kalender eintragen unter
https://www.facebook.com/events/1889739601130201
und feste teilen!! Vielen Dank !

Alle Infos rund ums Kneipenfest, alle Lokale, alle Bands gibt es unter http://kneipenfest.info/fritzlar.html





Stephan Tramm: In der DEL2 ist er längst angekommen


Kassel, 30. Oktober, 2019. Er kam aus der Oberliga und so wirklich hatte Stephan Tramm vor der Saison kaum jemand auf dem Schirm. Doch sein Spiel mit Routinier Derek Dinger in der Defensive der Huskies überzeugt derzeit und der sympathische Hamburger hat in kurzer Zeit die Herzen der Huskies-Anhänger erobert. Seit dem Spiel in Frankfurt, in dem er das 1:0 markierte, wissen die Fans, dass Tramm auch Tore schießen kann. Beim packenden Comeback-Sieg über Freiburg (5:3 nach 1:3-Rückstand) traf er im zweiten Spiel in Folge.

Doch wer ist der Blondschopf, der den Sprung aus der Oberliga, von den Icefighters Leipzig, in die DEL2 so problemlos vollzogen hat?

Stephan Tramm wurde im Mai 1998 in Hamburg geboren. Durch die Besuche mit seinem Vater bei den Hamburg Freezers entdeckte er das Eishockeyspiel für sich. Da auch sein drei Jahre älterer Bruder Jan Eishockey spielte, begann auch er mit dem Sport – und zeigte auf Anhieb viel Talent: Was er in Hamburg erlernte, verfeinerte er auf dem Internat der Eisbären Berlin. Danach folgte der Wechsel in den Profisport: Im Jahr 2016 heuerte er in seiner ersten Station bei den Icefighters Leipzig in der Oberliga an und entwickelte sich zu einem Top-Verteidiger der Liga. Dort lief es so gut, dass die Huskies ihn erst beobachteten und ihn schließlich nach Kassel holen wollten. „Da musste ich nicht lange überlegen“, erinnert er sich. Er habe mit einigen Bekannten gesprochen, die einst auch in Kassel spielten und positiv berichtet hätten. „Also gab es keine andere Option mehr für mich“.

Nach dem intensiven Trainingslager vor Saisonbeginn unter Fitnesscoach Marinko Neimarevic („Das war eine intensive Charakterschule“) hat er sich als Verteidigungspartner mit Derek Dinger einen festen Platz im Team erkämpft – keine Selbstverständlichkeit für einen 21-Jährigen. „Ich spreche viel mit Derek und schaue mir bei ihm und Spencer Humphries einiges ab“, sagt Tramm. Und das läuft so gut, dass er mit einer plus/minus-Statistik von plus 7 nach 14 Spielen hervorragend dasteht. „Könnte schlechter sein, oder?“ lacht er.

Auch sein Spielpartner Derek Dinger ist voll des Lobes über seinen ein Jahrzehnt jüngeren Teamkameraden auf dem Eis: „Stephan ist jung und sehr talentiert. Als sein Partner bin ich natürlich daran interessiert, dass wir erfolgreich spielen. Und da sind wir auf einem guten Weg.“
Wenn Tramm nicht gerade auf dem Eis dem Puck hinterherjagt, dann verfolgt er die Spiele seines Lieblingsfußballvereins FC St. Pauli, entspannt mit der Freundin an langen
Netflixabenden auf dem Sofa oder führt den Hund seiner Vermieterin aus. „Aber eigentlich besteht mein Tag nur aus Eishockey und schlafen“, lacht er.

Auch dank dieser Einstellung hat Stephan Tramm den Schritt aus der dritten Liga in die DEL2 gemeistert und spielt im aktuellen Top-Team eine wichtige Rolle.  /ECK





Unbekannte Täter stehlen Spendenbox aus Moschee


(ots) Kassel:

Der am gestrigen Dienstagmittag stattgefundene Diebstahl einer Spendenbox aus einer Moschee in Kassel beschäftigt derzeit die Beamten der Ermittlungsgruppe des Polizeireviers Mitte. Die bislang unbekannten Täter entfernten mit mitgebrachtem Werkzeug gewaltsam die Metallbox und flüchteten anschließend mit ihrer Beute. Die zuständigen Ermittler erbitten Zeugenhinweise.

Wie die aufnehmenden Beamten des Polizeireviers Mitte berichten, betraten die unbekannten Täter nach derzeitigem Ermittlungsstand gegen 12:45 Uhr die Moschee in der Bremer Straße. Dort stahlen sie aus einem Gebetsraum die Metallbox, die an der Wand fest angebracht war. Anschließend ergriffen die Diebe die Flucht in unbekannte Richtung. Wieviel Geld sich in der erbeuteten Box für Spenden befand, ist bislang unklar.

Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich in der Moschee zwei dort nicht bekannte Männer auf. Sie können wie folgt beschrieben werden: 1. Person: 25 bis 30 Jahre alt, schwarze Haare (Seiten kurz, auf dem Kopf ein kleiner Zopf), Kinnbart, graue Jogginghose, graue Trainingsjacke, trug einen Rucksack 2. Person: 25 bis 30 Jahre alt, schwarze kurze Haare (Seiten abrasiert), blaue Jeans, schwarze Winterjacke mit grauem Kragen. Ob sie mit dem Einbruch in Zusammenhang stehen, bedarf weiterer Ermittlungen.

Zeugen, die den Beamten der Ermittlungsgruppe des Polizeireviers Mitte Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel.: 0561- 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen

 


https://dejure.org/gesetze/StGB/243.html




NABU: So profitieren Insekten, Vögel und Reptilien von Stromtrassen


Unselt: Flächen unter Stromleitungen intelligent für den Naturschutz nutzen – NABU-Stiftung veröffentlicht Praxis-Leitfaden

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Berlin – Der Ausbau des deutschen Stromnetzes ist in aller Munde. Über bestehende Trassen wird hingegen wenig diskutiert. Dabei prägt allein das Hoch- und Höchstspannungsnetz mit rund 62.000 Kilometern Gesamtlänge einen bedeutenden Teil der Landschaft. Wie Insekten, Vögel und Reptilien vom Lebensraum unter Stromnetzen profitieren können, zeigt ein am heutigen Mittwoch in Berlin erstmals vorgestellter Praxis-Leitfaden „Ökologisches Trassenmanagement“ der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.

Laut Gesetz müssen hochwachsende Bäume, Hecken und Sträucher unter Freileitungen beseitigt werden, sobald sie die Stromversorgung gefährden könnten. Bislang findet der Naturschutz bei dieser vorgeschriebenen Trassenfreihaltung wenig Beachtung, etwa wenn Gehölze per Kahlschlag entfernt werden und so für viele im Wald lebende Arten plötzlich der Lebensraum fehlt. Hier bietet der Leitfaden anschauliche Beispiele, wie durch ein „Ökologisches Trassenmanagement“ dieser vorgeschriebene Freiraum naturschonender gestaltet werden kann.

„Stromtrassen werden bislang häufig nur als technische Bauwerke begriffen. Dabei können sie im Zusammenwirken von Netzbetreibern und Eigentümern zu wertvollen Lebensräumen für gefährdete Arten und Biotope entwickelt werden,“ so Christian Unselt, NABU-Vizepräsident und Vorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Denn im Gegensatz zu den Leitungen selbst sind die Flächen, die von Leitungen gequert werden, in der Regel nicht Eigentum eines Netzbetreibers oder Energieversorgers.

Durch eine dauerhaft extensive Trassenfreihaltung können sich Lebensräume entwickeln, die in der intensiv genutzten Landschaft rar geworden sind – beispielsweise Zwergstrauchheiden oder stufig aufgebaute Waldränder. In ihnen finden seltene Insektenarten wie die Blauflügelige Ödlandschrecke, Reptilien wie die Zauneidechse oder Vögel wie der NABU-„Vogel des Jahres“ 2020, die Turteltaube, oder der Neuntöter Rückzugsräume. Als Eigentümerin von über 20.000 Hektar Naturschutzfläche untersucht die NABU-Stiftung seit Anfang 2017 im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens, welchen Einfluss Grundstückeigentümerinnen und Grundstückseigentümer zugunsten einer naturschonenden Trassenfreihaltung nehmen können. Der Praxis-Leitfaden macht diese Erkenntnisse nun nutzbar.

„Wir hoffen, dass diese Beispiele andere Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Netzbetreiber und Naturschutzbehörden ermutigt, mehr für den Naturschutz zu tun. Bei Waldflächen unter Stromleitungen, die im Besitz der öffentlichen Hand sind, sollte sich ein Ökologisches Trassenmanagement als Standardbewirtschaftung etablieren“, so Unselt weiter. 

Einzelne Stromnetzbetreiber haben ein Trassenmanagement, das Naturschutzbelange berücksichtigt, bereits zum festen Bestandteil ihrer Unternehmensphilosophie erklärt und setzen dieses erfolgreich in der Praxis um.

Der Fokus des jetzt veröffentlichten Leitfadens liegt auf bestehenden Freileitungen. Zahlreiche Bestandteile des Leitfadens sind aber auch für die Umsetzung eines ökologischen Managements bei Neubauvorhaben nutzbar.

Mehr Infos:

Download Praxis-Leitfaden und weiterführende Informationen zum Ökologischen Trassenmanagement unter www.stromtrassen.naturerbe.de

Das Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.





Happy Halloween




Wir haben heute für sie ein paar gute Tipps zusammengestellt, was sie machen können, bzw wie sie sich herausputzen können für die Halloweenparty.

Es gibt da einige recht talentierte Schminkkünstler im Netz, die mit wenigen Pinselstrichen beeindruckendes zaubern können.

Alles was sie brauchen haben sie faktisch daheim.

 

 


Wir wünschen ihnen viel Spaß heute Abend.






Dachstuhl eines Doppelhauses brennt bei Eintreffen der Feuerwehr in voller Ausdehnung


Gegen 20 Uhr des gestrigen Abends erreichten die Leitstelle der Feuerwehr Kassel über den Notruf 112 gleich mehrere Anrufer die einen Dachstuhlbrand in der Frankfurter Straße meldeten.

Umgehend wurde ein Löschzug der Berufsfeuerwehr ergänzt durch eine Freiwillige Feuerwehr entsandt.

Vor Ort bestätigte sich die Lage, der Dachstuhl eines Doppelhauses brannte in voller Ausdehnung.

Glücklicherweise konnten sich vor eintreffen der Feuerwehr alle Bewohner selbstständig ins Freie retten, sodass sich die Feuerwehr auf die Löscharbeiten konzentrieren konnte.

Umgehend wurden mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Dachgeschoss vorgeschickt.

Ein immenser Kräfte- und Materieleinsatz war erforderlich um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Über die Rohre zweier Drehleitern sowie 2 Rohre im Innenangriff wurde dem Feuer begegnet.

Nach gut 90 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Aufwendige Nachlöscharbeiten waren die Folge.

Aufgrund des Einsatzes wurde Vollalarm für die Freiwillige Feuerwehr Kassel ausgelöst.

Die Kräfte unterstützten die Löscharbeiten vor Ort und besetzten die Feuerwachen mit Personal, um für weitere Einsätze gewappnet zu sein.

Für die Löscharbeiten war die Frankfurter Straße komplett gesperrt.

Zur Brandursache ermittelt die zuständige Polizei.

Im Einsatz waren rund 85 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

Die Feuerwehr stellt eine Brandwache, um die Einsatzstelle weiterhin zu kontrollieren.

 

DANKE an die Feuerwehr für ihren EInsatz und ihren Bericht.

 





Rettungshund findet bei umfangreicher Suche gestürzten 80-Jährigen im Reinhardswald


(ots) Oberweser (Landkreis Kassel):

Einen glücklichen Ausgang fand am heutigen Mittwochnachmittag die Suche nach einem vermissten Senior im Waldgebiet bei Oberweser-Gottstreu. Bei den umfangreichen Suchmaßnahmen nach dem 80-Jährigen, die die Beamten der Polizeistation Hofgeismar am gestrigen Dienstagabend eingeleitet hatten, waren neben zahlreichen Polizisten unter Beteiligung der Bereitschaftspolizei auch die Feuerwehr, mehrere Hundestaffeln und ein Hubschrauber eingesetzt. Ein Rettungshund konnte den gestürzten Mann schließlich im Wald finden. Da er stark unterkühlt war, brachte ihn ein Rettungswagen zunächst zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Wie die Beamten der Polizeistation Hofgeismar berichten, hatte sich eine Bekannte des Seniors am gestrigen Dienstagabend, gegen 19 Uhr, telefonisch bei der Polizei gemeldet. Sie gab an, dass sie kurz zuvor von dem 80-Jährigen angerufen wurde und er mitgeteilt hatte, dass er sich beim Pilzesuchen im Reinhardswald verlaufen habe. Dabei sei er gestürzt. Wo er sich genau befand, konnte der Gestürzte wegen der Dunkelheit nicht sagen. Schließlich war die Telefonverbindung abgerissen und konnte nicht mehr hergestellt werden. Bei den umfangreichen Suchmaßnahmen im teils unwegsamen Waldgebiet, die die ganze Nacht andauerten und auch am heutigen Tag intensiv fortgesetzt wurden, konnte schließlich der Rettungshund Poirot der Rettungshundestaffel des Regionalverbands Niedersachen den entkräfteten Mann gegen 14:30 Uhr im Waldgebiet zwischen Gottstreu und Weissehütte auffinden. Er lag nach dem Sturz hilflos in einem steilen Gelände mit Geröll. Die Rettungskräfte brachten den 80-Jährigen in ein Krankenhaus. Sein Zustand ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht lebensbedrohlich.

Polizeipräsidium Nordhessen





Tier der Woche


Skippys Geschichte ist besonders traurig. Er wurde als Welpe adoptiert und hatte fast acht Jahre lang ein Zuhause.

Dann wurde er völlig herzlos wieder ins Tierheim gebracht, weil seine Familie umgezogen ist und Skippy nicht mit ins neue Zuhause sollte.

Wie ein altes, unpassendes Paar Schuhe wurde er weggebracht. Der kleine Hundemann verstand die Welt nicht mehr und leidete sehr. ? 

 

Der 9-jährige Rüde versteht die Welt plötzlich nicht mehr! Es war doch alles gut.

Das soll ihm natürlich nicht nochmal passieren, deswegen sucht er Menschen, bei denen er sein Leben lang bleiben darf.

Der kleine Skippy ist freundlich und aufgeschlossen, bleibt gerne in der Nähe seiner Menschen und ist eigentlich eine wirklich coole Socke!  ? 

Sollte ein ruhiger und passender Hundekumpel im neuen Zuhause auf ihn warten, dann bleibt Skippy auch schon über längeren Zeitraum alleine.

Was Ihr als künftige Skippy-Menschen wirklich unbedingt und dringend wissen müsst: Er schläft gerne unter der Decke!  

Hast Du ein Körbchen auf Lebenszeit?

Dann lerne den Burschen doch kennen:
➡ https://shelta.tasso.net/Hund/255531/SKIPPY Tierschutz Pfote & Co e. V., 51503 Rösrath

 

 





Die Borgia in Kiel (Glosse)


Lesedauer: 3 min

Rodrigo Borgia als Pabst Alexander VI

Spätestens nach der Serie „Die Borgias“ wissen wir Deutsche nun, dass die besagte Familie in Rom sehr originelle Ideen hatte, wenn es um Rechtsstaatlichkeit, Moral und Familiensinn ging. Intrigen, Betrug, Mord und Inzest gehörten da genauso zum Bild wie eben auch Familienangehörige als Kardinäle einzusetzen. Gern auch schon vor dem Priesterseminar, das man auch als Ausbildung zur berufsbefähig heranziehen könnte. Rein theoretisch zu verstehen. Für den Normalbürger.

Inwieweit nun Mord und Inzest oder die „besondere Lieben von katholischen Geistlichen zu Kindern“ in die Kieler Regierungsgeschäfte Einzug halten wird ist zumindest noch vom Tisch. Das mag aber nicht im Prinzip zu suchen sein, sondern weil amoralische Menschen in aller Regel auch ausgemachte Feiglinge sind und unser Rechtssystem noch (i.e.S. von noch!) Bedenken hat.

Doch zur Sache. In Schleswig-Holstein regiert ein Mann der CDU, Daniel Günther, der schon öfters mit tollen Ideen auffiel. Neuerdings findet er es auch gut, wenn sein Gesinnungskollege aus Thüringen Mike Mohring mit der Linken anbändelt.

Hier zeigt sich schön, dass das „christlich“ im Namen seiner Partei doch sehr deutliche moralische und rechtliche Richtungshinweise aufzeigt, die man gemeinhin o.g. Papstfamilie unterstellen würde.

Beispielsweise diente Ceasare Borgia seinem Zeitgenossen Nicolo Machiavelli als Inspiration und Vorbild für sein berühmtes Werk „Der Fürst“, das so mancher Diktator auch heute noch als den Handlungsfaden für seine Regierung ansieht. Das Buch sei also Herrn Ministerpräsident Günther sehr ans Herz gelegt…
In Sachen Familienpolitik ist er zumindest schon mal in die Fußstapfen der berüchtigten Borgias getreten…

Sein geliebtes Bruderherz wurde an allen Regeln vorbei in eine B5-Stelle (100.000 Jahresgehalt) befördert. Gern auch an allen anderen Bewerben vorbei und gleich um zwei Rangstufen nach oben. Wie Caesare Borgia, der noch Theologie studierte und Kardinal wurde.

Und nun auch Niclas Herbst. Er wurde in der Staatskanzlei Leiter einer Stabsstelle für politische Koordinierung. Ganz klar: eine Vertrauensstellung, die nur gegen alle Regeln besetzt werden kann.
Die Mutter von Günthers Patenkind stieg auch beruflich auf: Kristina Herbst wurde nach Günthers Wahlsieg Staatssekretärin und Amtschefin im Innenministerium. Vorher arbeitete sie als Projektleiterin für die Sanierung der Uni-Klinik Schleswig Holstein.
Und nein, die Nachnamen sind nicht überraschend. Die beiden sind verheiratet und daher zusammen die Paten des Kindes. Von Papst Günther I., dem neuen Borgia von Kiel.

Ist das nicht schön, wenn man so Karriere machen kann, Herr und Frau Herbst? Moralisch integer, charakterfestigend und nur den eigenen (beruflichen!!) Fähigkeiten geschuldet. Abseits von Filz, Intrigen und Rechtsbruch. Einfach nur weil man gut ist? Sich gegen alle Bewerber fair und sachlich nachvollziehbar durchsetzen konnte? Der Beste (oder auch die Beste) gewonnen hat? Ist das nicht ein schönes der Demokratie zur Ehre reichendes Bild? Genderkonform? Und auch vegan? Gar auch noch klimafreundlich? Besser geht es nicht.

Jürgen Drews sag einmal in seiner Residenzstadt „Ich bin der König von Mallorca, der Fürst von Arenal…“. In Kiel wird nun auch gesungen. In Gedenken an Jürgen Möllemann (FDP), der zurücktreten musste, als er einen Chipanhänger für Einkaufswagen für eine „pfiffige Idee“ hielt und der Hersteller aus seinem privaten Dunstkreis kam…

Nun heißt es in Kiel: „Wir sind die Borgia des Norden, die Schweine von Kiel…“

Warum? Ganz einfach. Orwell (Farm der Tiere) zeigt uns hier den Weg: „All animals are equal, but there exist animals, who are more equal than other!“

Das war die letzte Regel der Tiere, die nach der Revolution auf der Farm an der Parlamentswand – pardon: Scheunenwand – stand. Über Nacht klammheimlich geändert…

 

Hinweis: Die Nahrungsmittelverordnung existiert noch. Schweinefleisch kann nach wie vor konsumiert und gegessen werden. Hannibal Lecter (Das Schweigen der Lämmer) würde vermutlich dazu einen Rotwein empfehlen.
Piranhas-Schwärme kommen aber sehr wahrscheinlich auch ohne aus…

Alle Beteiligten dürfen nachher beten, beichten und bereuen. Vergebung ist christlich. Nicht für alles – oder für JEDEN, aber immerhin… Die Chance besteht.

Ausnahmen sollten „Dante’s Inferno“ genauestens lesen, Eure (Schein)Heiligkeiten!

Bildquelle: Yusuf Simsek: „Gefahr aus dem Schatten“


Der Autor Sascha Rauschenberger

Sascha Rauschenberger, geboren 1966 in Wattenscheid, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr, wo er als Panzeraufklärer und Nachrichtenoffizier Dienst tat. Er diente, unter anderem als Reservist, in vier Auslandseinsätzen, zuletzt als Militärberater in Afghanistan.

Seit 2000 ist er als Unternehmensberater im Bereich Projektmanagement und Arbeitsorganisation (Future Work) tätig.

 





Vorerst letzter Spieltag vor Länderspielpause steht bevor


Kassel, 29. Oktober, 2019.

Die heimische Eissporthalle gleicht nach zuletzt acht Heimsiegen einer wahren Festung: Auch im achten Heimspiel blieben die Kassel Huskies am vergangenen Wochenende auf eigenem Eis ungeschlagen und siegten über Freiburg – trotz 1:3-Rückstandes – noch 5:3.

Am kommenden Wochenende stehen die letzten beiden Spiele vor der Länderspielpause auf dem Plan: Freitag auswärts in Crimmitschau (20 Uhr) und am Sonntag dann zur gewohnten Zeit um 18.30 Uhr in der heimischen Halle gegen den EV Landshut.

Huskies reisen nach Crimmitschau
Spiele gegen die Sachsen sind den Huskies-Fans noch in schlechter Erinnerung: In der vergangenen Saison schieden die Huskies in den Pre-Playoffs gegen die Eispiraten aus. Diese Saison läuft es da allerdings besser. Bereits am dritten Spieltag gastierte das Team von Trainer-Routinier Danny Naud in Kassel, 4:2 siegten die Schlittenhunde damals. Die Kasseler Spieler, die auch in der vergangenen Saison bereits an der Fulda spielten, trafen auf reihenweise bekannte Gesichter: 13 Profis verlängerten in Crimmitschau ihre Verträge, bildeten so ein eingespieltes Gerüst, welches um punktuelle Neuzugänge ergänzt wurde. Doch: So richtig in Tritt sind die Jungs aus Sachsen in dieser Saison noch nicht gekommen. 60 Gegentore in 15 Spielen und dabei 14 geholte Punkte sorgen dafür, dass der wiederholte Einzug in die Pre-Playoffs dieses Jahr ein hartes Stück Arbeit werden wird. Anfang der Woche gab es zudem eine Vertragsauflösung: Julian Talbot und die Eispiraten haben sich auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit geeinigt.

Heimspiel gegen Landshut am Sonntag
Am Sonntag steht das vorerst letzte Spiel vor der Länderspielpause auf dem Spielplan. Um 18.30 Uhr gastiert der EV Landshut in der Eissporthalle. Es ist das erste Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit zwischen Huskies und dem Aufsteiger aus Süddeutschland. Dieser hat erst kürzlich seine erste Phase der Sanierung des Stadions am Gutenbergweg abgeschlossen und konnte bis dahin keine Heimspiele absolvieren. Folglich hat der EVL erst elf Saisonspiele absolviert, in diesen elf Punkte erkämpft und steht vor dem Wochenende auf Rang 13 der Tabelle. Unter der Woche wurde mit Jeff Hayes ein Spieler von Liga-Konkurrent und Meister
Ravensburg verpflichtet – der Stürmer soll dem bisher mit 36 Toren noch ausbaufähigem Angriff mehr Tiefe verleihen.
Erstes Bully in der Eisporthalle ist um 18.30 Uhr.

Dann kommt die Länderspielpause, danach der „Regenbogentag“
Nach diesem Spiel ruht in der Liga wegen der Länderspielpause erstmal der Betrieb.

Weiter geht es in der Eissporthalle dann am Freitag, 15. November, um 19.30 Uhr gegen die Lausitzer Füchse.

An diesem Tag werden die Huskies erstmals einen Regenbogentag durchführen und zu Toleranz und Offenheit aufrufen.
Tickets gibt es unter www.kassel-huskies.de





30 Jahre Mauerfall: Arzneimittelversorgung ist gleichermaßen gut


aber Gesundheitsverhalten unterscheidet sich erheblich in Ost und West

Berlin (ots) Dreißig Jahre nach dem Mauerfall im Herbst 1989 gibt es in der Qualität der Arzneimittelversorgung keine Unterschiede mehr zwischen Ost- und Westdeutschland. Die Apothekendichte ist im Osten mit 24 Apotheken pro 100.000 Einwohnern vergleichbar zu der im Westen (23). Im Jahr 1990 war die Apothekendichte im Westen mit 29 Apotheken pro 100.000 Einwohnern noch mehr als doppelt so hoch wie im Osten (13). Im Gesundheitsverhalten – gemessen am Umgang mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln – lassen sich dagegen weiterhin deutliche Unterschiede erkennen: Im Osten werden relativ betrachtet mehr Grippeimpfstoffdosen, mehr Antidiabetika sowie mehr Verhütungsmittel an Frauen unter 20 Jahren auf Rezept abgegeben. Im Westen dagegen werden mehr Antibiotika und mehr individuelle Rezepturen für gesetzlich Versicherte verordnet und in Apotheken abgegeben. Auffällig ist auch, dass in der Nachwendegeneration der 20- bis 30-Jährigen die Westdeutschen mehr Arzneimittel als die Ostdeutschen einnehmen, während sich dieses Verhältnis in ihrer Großelterngeneration der 70- bis 80-Jährigen umkehrt. Diese Zahlen basieren auf Berechnungen durch das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

„Drei Jahrzehnte nach friedlicher Revolution und Wiedervereinigung ist die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln gleichermaßen gut in Ost und West“, sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. „Auch wenn das Versorgungsnetz allmählich ausdünnt, garantieren die Apotheken doch immer noch eine flächendeckende Arzneimittelversorgung. Nacht- und Notdienst, Rezeptsammelstellen und Botendienste sind drei Beispiele dafür, wie die Versorgung gesichert wird.“ Schmidt weiter: „Bei der Anwendung von Impfstoffen, Antibiotika oder Antidiabetika gibt es allerdings immer noch große Unterschiede. Demografie und abweichende Krankheitsprofile sind nicht die einzigen Gründe für diesen Unterschied. Hier wirkt auch immer noch die Sozialisation aus unterschiedlichen Gesundheitssystemen nach. Entscheidend ist aber, dass jeder Patient überall gleich gut versorgt wird. Das muss der Anspruch unserer Gesellschaft an ein solidarisches Gesundheitswesen bleiben.“

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Faktenblatt_30_Jahre_Mauerfall





Albaniens Ministerpräsident Rama zu EU und Asylsuchenden


Euronews World News
 
Geht der Glaube an den EU-Beitritt verloren, droht ein Rückfall
in den Nationalismus. Russland und China wollen das Vakuum füllen.
 
EU – Erweiterungskommissar Johannes Hahn nannte die Ablehnung
der Balkanländer nicht umsonst „katastrophal“.
 
 

 




Der 30. Oktober 1961


 
Es war eine leise, pragmatische Vereinbarung – mit ungeahnten und bis heute prägenden Folgen für die deutsche Gesellschaft.In einem zweiseitigen Dokument regelte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft am 30. Oktober 1961 die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland: das sogenannte Anwerbeabkommen.Nach den Abkommen mit Italien, Spanien und Griechenland konnten sich nun auch türkische Arbeiter für eine Stelle in Deutschland bewerben.Es kamen Schreiner und Maschinenschlosser, Bauern und Bauarbeiter, Ungelernte und Ausgebildete, Männer und Frauen.Heute bilden Menschen mit türkischer Herkunft eine der größten ethnischen Minderheiten in Deutschland.


Auf der Basis dieses Abkommens bewarben sich zwischen 1961 und 1973 mehr als zweieinhalb Millionen Menschen aus der Türkei um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland; jeder Vierte wurde genommen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei sollten ein, zwei Jahre in Deutschland bleiben. Später wurde die Aufenthaltsdauer verlängert: Als die deutschen Fabriken feststellten, dass sie es sich nicht leisten konnten, ständig neue Kräfte anzulernen.

Der beidseitige Nutzen dieser Vereinbarung lag auf der Hand: Die Wirtschaft in der Bundesrepublik boomte, aber es gab nicht genügend Arbeitskräfte. In der Türkei hingegen waren viele junge Menschen arbeitslos. Also schickte man sie nach Deutschland, und sie gingen bereitwillig. Ähnliche Abkommen waren zuvor mit Italien (1955), Spanien und Griechenland (1960) geschlossen worden. Weitere Beschlüsse mit Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien sollten folgen.

Die Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland kamen, hatten zwei Dinge gemeinsam: Sie besaßen einen Arbeitsvertrag für Deutschland – und sie waren türkische Staatsbürger. Ansonsten einten sie mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten: Es waren Frauen, Männer, Kurden, Tscherkessen, Lasen, Griechen, Armenier, Christen, Juden, Sunniten, Aleviten, Kommunisten, Junge und Alte, meist ungebildet, einige erwähnten bei der Prüfung in der Istanbuler Verbindungsstelle gegenüber den deutschen Beamten lieber nicht, dass sie eine Ausbildung in der Tasche hatten. Das war nicht gewünscht. Gesund und kräftig sollten sie sein. Das wurde in medizinischen Untersuchungen geprüft. Auch ihre Motive, nach Deutschland zu gehen, waren vielfältig. Viele sahen darin eine Chance, der Arbeitslosigkeit in ihrem Land zu entfliehen. Manche nutzten die Gelegenheit, um ein unabhängigeres Leben zu führen, die Fesseln traditioneller Familienstrukturen abzustreifen, mehr von der Welt zu sehen. Oder sie gingen mit der Hoffnung, in Europa studieren zu können. Für andere war es eine Flucht – vor Armut oder Repressionen und Verfolgung.

In den 1960er Jahren war die Türkei ein wirtschaftlich armes, politisch instabiles Land mit rund 29 Millionen Einwohnern. Vor allem nicht-sunnitische und nicht-türkische Bevölkerungsgruppen erfuhren immer wieder Repressionen und Gewalt. Mehrmals riss das Militär durch Putsche gegen die Regierung die politische Macht an sich (1960, 1971 und 1980). Etwa 17.000 Menschen, vornehmlich Kurden, Aleviten, Armenier, Kommunisten und Linksintellektuelle, fielen bis heute, aber vor allem in den 80er- und 90er-Jahren, der Praxis des „Verschwindenlassens“ zum Opfer. Seit den 80er Jahren wird der Konflikt zwischen der kurdischen Bevölkerung und den türkischen Sicherheitskräften vor allem im Südosten des Landes mit Waffen ausgetragen und hat bereits über 30.000 Todesopfer gefordert.

Zuwanderer erinnern sich

Als das Anwerbeabkommen mit der Bundesrepublik 1961 in Kraft trat, hatten die Menschen in der Türkei mehrere Wirtschaftskrisen hinter sich und erlebten erneut eine Zeit, die vor allem in den ländlichen Regionen von Armut und Arbeitslosigkeit geprägt war. In Istanbul seien der Boden und die Steine aus Gold, hieß es in Anatolien. Ähnliche Geschichten erzählte man sich über Deutschland.

Die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus der Türkei kamen in eine deutsche Gesellschaft, die noch unter dem Schock des Zweiten Weltkriegs stand und der Erinnerung an die Deportation und Ermordung von Millionen Juden aus ganz Europa, Sinti und Roma und anderer von den Nazis als „lebensunwert“ eingestufter Menschen, wie etwa Homosexuelle oder geistig Kranke.

Zuwanderer erinnern sich

Ein Großteil derer, die den Krieg überlebt hatten, war traumatisiert; zahllose Menschen hatten ihre Freunde und Familien, ihren Besitz, Haus und Heimat verloren. Der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre waren Balsam für die wunde deutsche Seele – und die helfenden Kräfte aus der Türkei hieß man dankend willkommen.

In Deutschland nannte man die Arbeitskräfte aus der Türkei und anderen südeuropäischen Ländern „Gastarbeiter“. Im Türkischen wurde das Wort „Gurbet“ (die Fremde, das ferne Land) zum Synonym für Deutschland – jenem fernen Land, in dem seit Beginn der Arbeitsmigration nach Europa fast jeder in der Türkei mindestens ein Familienmitglied wusste. Aus dieser Fremde berichteten die Fortgegangenen von Wohlstand und Freiheit, aber auch von Heimweh, Sehnsucht und Einsamkeit, harter Arbeit, von Rassismus und Diskriminierung. Ihre Erzählungen prägen bis heute das Bild, das sich die Menschen in der Türkei von Deutschland machen. Ebenso wie die angeworbenen Arbeiter über die Jahrzehnte hinweg das Türkei-Bild der Deutschen prägten.


Zuwanderer erinnern sich

Niemand, weder Deutsche noch Türken, ging davon aus, dass die befristet angeworbenen Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei in Deutschland bleiben würden. Während sie in den Fabriken arbeiteten, waren sie in wenig komfortablen Baracken in Mehrbettzimmern untergebracht. Ihre Familien erwarteten in der Türkei ihre Rückkehr. Niemand sorgte sich darum, dass sie Deutsch lernten oder wie sie ihre Religion ausübten. Niemand machte sich Gedanken darüber, wie sie ein Teil der deutschen Gesellschaft werden könnten.

Als die Wirtschaft in der Bundesrepublik Anfang der 70er-Jahre in eine Rezession geriet, verhängte die Bundesregierung unter Willy Brandt 1973 einen Anwerbestopp. Die laufenden Arbeitsverträge der Gastarbeiter blieben bestehen, aber es wurden keine weiteren geschlossen. Das Ausländergesetz von 1965 gewährte den Arbeitern aus der Türkei eine befristete oder unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und die Möglichkeit, ihre Familien zu sich zu holen.

Zuwanderer erinnern sich

Es folgten Höhen und Tiefen des deutsch-türkischen Zusammenlebens. Der Fall der Berliner Mauer 1989 veränderte die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse und damit auch das deutsch-türkische Verhältnis. Anstelle eines wirtschaftlichen Aufschwungs stiegen in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit. Zwischen 1991 und 1992 kam es in Deutschland zu einer Welle rechtsradikaler Gewalttaten gegen Ausländer. Vorausgegangen waren den Brandanschlägen und Morden in Solingen, Mölln und anderen deutschen Städten hetzerische Kampagnen populistischer Politiker und der Boulevardmedien.

Die Entscheidung, zu bleiben, beschreiben fast alle türkischen Einwanderer als einen mehrere Jahre dauernden Prozess. Häufig endete dieser damit, dass die für die geplante Rückkehr jahrelang in Kellern und Vorratskammern gelagerten Möbel und technischen Geräte aus den Originalverpackungen genommen und in der Wohnung aufgestellt wurden. Ebenso lange brauchten viele Deutsche, um anzuerkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden war.

Im Deutschland des 21. Jahrhunderts gehören Türkeistämmige zu den erfolgreichsten Filmemachern, Ärzten, Unternehmern. Sie moderieren Sendungen in den öffentlich-rechtlichen deutschen Medien, spielen in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, gründen Theater, gewinnen Literaturpreise, machen wissenschaftliche Karrieren und vertreten Deutschland im Europaparlament. Pionierarbeit hierfür leisteten die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, die über das von 1961 bis 1973 gültige Anwerbeabkommen nach Deutschland kamen.


Originaltext von der Bundeszentrale für politische Bildung  L I N K


 




Anachronismus oder Appell? Weltspartag im Zinstief


 
Steigende Gebühren und Negativzinsen – Banken und Sparkassen
 
locken ihre Kunden derzeit nicht unbedingt.
 
Fürs Sparen wird dennoch tapfer geworben – aus guter Tradition.
 
 

 




Anklage gegen zwei mutmaßliche Mitarbeiter des syrischen Geheimdienstes wegen der Begehung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit u.a. erhoben


Karlsruhe (ots) Die Bundesanwaltschaft hat am 22. Oktober 2019 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Koblenz Anklage gegen den syrischen Staatsangehörigen Anwar R. und den syrischen Staatsangehörigen Eyad A. erhoben.

Der Angeschuldigte Anwar R. ist hinreichend verdächtig, mittäterschaftlich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben (§ 7 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 5 und Nr. 9 VStGB, § 25 StGB). Im Zusammenhang hiermit wird ihm darüber hinaus Mord in 58 Fällen (§ 211 StGB), Vergewaltigung und schwere sexuelle Nötigung (§ 177 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 Nr. 1 StGB in der bis zum 9. November 2016 gültigen Fassung) zur Last gelegt.

Hinsichtlich des Angeschuldigten Eyad A. besteht der hinreichende Tatverdacht der Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit (§ 1, 7 Abs. 1 Nr. 5 und Nr. 9 VStGB, § 27 StGB).

In der nunmehr zugestellten Anklageschrift ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt dargelegt:

Spätestens seit Ende April 2011 ging das syrische Regime dazu über, sämtliche regierungskritischen Aktivitäten der Opposition flächendeckend mit brutaler Gewalt zu unterdrücken. Den syrischen Geheimdiensten kam dabei eine wesentliche Rolle zu. Das Ziel war es, mit Hilfe der Geheimdienste die Protestbewegung bereits zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu unterbinden und die Bevölkerung einzuschüchtern. Die beiden Angeschuldigten gehörten dem syrischen Allgemeinen Geheimdienst an, konkret der für die Sicherheit im Raum Damaskus zuständigen Abteilung 251.

Anwar R. leitete deren sogenannte Ermittlungseinheit mit einem daran angeschlossenen Gefängnis. In dem Zeitraum von Ende April 2011 bis Anfang September 2012 mussten dort mindestens 4.000 Gefangene bei ihrer Vernehmung brutale und massive Folter durch Mitarbeiter des Angeschuldigten über sich ergehen lassen. Mindestens 58 Personen verstarben in Folge der Misshandlungen.

Bei den Vernehmungen kam eine Vielzahl von Foltermethoden zum Einsatz:

  • Neben Schlägen mit Fäusten, Stöcken, Rohren, Kabeln, Peitschen und Schläuchen stand auch die
  • Verabreichung von Elektroschocks auf der Tagesordnung.
  • Außerdem wurden einzelne Inhaftierte an den Handgelenken so an der Decke aufgehängt, dass ihre Zehenspitzen gerade noch den Boden berührten, wobei die Opfer auch in dieser Position weiter geschlagen wurden.
  • Auch Androhungen, nahe Angehörige zu misshandeln,
  • und gewaltsamer Schlafentzug über mehrere Tage wurden als Folterinstrumente eingesetzt.
  • Darüber hinaus kam es zumindest in jeweils einem Fall zu einer Vergewaltigung und einer schweren sexuellen Nötigung.

 

Die systematischen brutalen physischen und psychischen Misshandlungen dienten dazu, einerseits Geständnisse zu erzwingen und andererseits weitere Informationen zu der Oppositionsbewegung zu erlangen. Auch außerhalb der Vernehmungen waren die Inhaftierten willkürlichen körperlichen Misshandlungen der Wärter ausgesetzt. In dem Gefängnis herrschten zudem unmenschliche und erniedrigende Haftbedingungen. Den Häftlingen wurde durchgängig jegliche medizinische Versorgung vorenthalten. Des Weiteren wurden sie in stark überfüllte Zellen eingesperrt, wodurch es ihnen oftmals nicht möglich war, sich hinzusetzen oder hinzulegen. Der Angeschuldigte Anwar R. bestimmte und überwachte als Leiter der Ermittlungseinheit die Arbeitsabläufe in dem Gefängnis und hierbei auch den Einsatz der systematischen und brutalen Folterungen. Ihm war auch bewusst, dass Häftlinge aufgrund der massiven Gewalteinwirkungen verstarben.

Der Angeschuldigte Eyad A. war in einer Unterabteilung beschäftigt, die der Ermittlungseinheit des Anwar R. zuarbeitete. Im Herbst 2011 ermöglichte er die Folterung und Freiheitsberaubung von mindestens 30 Menschen. In der Stadt Douma fand zu diesem Zeitpunkt eine Demonstration statt, die von den Sicherheitsbehörden mittels Waffengewalt aufgelöst wurde. Im Anschluss hieran verfolgten Eyad A. und andere Geheimdienstmitarbeiter die fliehenden Demonstranten. Diejenigen, die nicht entkommen konnten, wurden festgenommen und unter anderem in das von Anwar R. geleitete Gefängnis verbracht. Eyad A. begleitete den Transport in einem der Busse. Die so dem Gefängnis zugeführten mindestens 30 Zivilisten waren im Verlauf ihrer Inhaftierung schweren Misshandlungen ausgesetzt, wobei Eyad A. bereits vor der Festnahme der Demonstranten Kenntnis von den in der Haftanstalt praktizierten systematischen und brutalen Foltermethoden gehabt hatte.

Anwar R. verließ Syrien Ende 2012 und reiste im Juli 2014 in die Bundesrepublik Deutschland ein. Eyad A. kam im April 2018 nach Deutschland. Er hatte Syrien bereits im Februar 2013 verlassen.

Die Angeschuldigten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft (vgl. Pressemitteilung Nr. 8 vom 13. Februar 2019).

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)





Gelber Radlader in Baunatal von Baustelle gestohlen: Kripo sucht Zeugen


(ots) Baunatal (Landkreis Kassel):

Mögliches Vergleichsmodell von Komatsu

 

Den Diebstahl eines Radladers musste der Mitarbeiter einer Baufirma am heutigen Dienstagmorgen in Baunatal feststellen. Offenbar im Laufe der Nacht hatten Unbekannte das Fahrzeug von einer Baustelle in der Kirchbauner Straße, nahe der Leisel, gestohlen. Trotz der durch die Polizei sofort eingeleiteten Fahndung nach dem Fahrzeug im Wert von etwa 40.000 Euro haben sich bislang keine Hinweise auf den Verbleib des Radladers ergeben. Die zuständigen Ermittler des Kommissariats 21/22 der Kasseler Kriminalpolizei suchen Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen in der Nacht zum heutigen Dienstag gemacht haben oder Hinweise auf die Täter sowie den Verbleib des Radladers machen können.

Die Tatzeit des Diebstahls lässt sich bisher auf den Zeitraum zwischen dem gestrigen Montagnachmittag, 16 Uhr, und dem heutigen Morgen, 06:30 Uhr, eingrenzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter im Schutz der Dunkelheit agierten. Wie die Diebe vorgingen, ist bislang noch unklar. Der gelbe Radlader vom Hersteller Komatsu ist etwa 3 Jahre alt und hat kein Kennzeichen.

Zeugen, die den Ermittlern des K 21/22 der Kasseler Kripo Hinweise geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561- 9100 bei der Kasseler Polizei.

Polizeipräsidium Nordhessen





78 100 Tonnen Speisekürbisse wurden 2018 geerntet


WIESBADEN – Gut 78 100 Tonnen Speisekürbisse wurden 2018 in Deutschland geerntet. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) zu Halloween am 31. Oktober mit, wenn wieder viele geschnitzte Kürbisse als Dekoration dienen.

Die Rekordernte des Jahres 2017 mit rund 92 200 Tonnen Speisekürbissen wurde damit um gut 15 % unterschritten. Auch die Fläche, auf der Speisekürbisse angebaut wurden, reduzierte sich von 4 480 Hektar um gut 7 % auf 4 150 Hektar im Jahr 2018.

Die Anbaufläche von Speisekürbissen war in den Jahren zuvor stetig gestiegen. Im Jahr 2008 betrug die Anbaufläche noch 1 640 Hektar.

 


 

 




Abgabe von Brennholz aus dem Stadtwald der Hansestadt Warburg


Brennholzverkauf bei der Hansestadt Warburg

Wie in jedem Jahr wird bevorzugt für Bürger der Hansestadt Warburg Brennholz geschlagen.

Das Brennholz liegt in den Revierteilen Scherfede, Nörde, Welda, Jägerpfad und Asseler Wald/Leuchte für Sie zur Abholung bereit.

Die Kosten für Buchenholz und anderes Laubholz belaufen sich pro Raummeter inklusive Mehrwertsteuer auf 45,00 €. Zusätzlich ist aufgrund der Sturm- und Käferkalamitäten Fichtenholz zu 50 % der Bestellmenge für einen Preis in Höhe von 15,00€ pro Raummeter inklusive Mehrwertsteuer abzunehmen.

Wenn Sie Interesse an geschlagenem Brennholz haben, können Sie sich ab sofort bis zum 13.12.2019 an die zuständigen Förster wenden. Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Homepage der Hansestadt Warburg www.warburg.de unter Jetzt aktuell.

Zuständigkeiten:

Reviere Scherfede, Nörde, und Welda = Herr Müller, Tel.: 05642/6171 oder 01715575101

Reviere Jägerpfad und Asseler Wald/Leuchte = Herr Engemann, Tel.: 01715575100

 





Ex-Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier warnt vor „Ökodiktatur“ „Der Rechtsstaat zieht sich hier schon bedenklich zurück“


Hamburg (ots)

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgericht Hans-Jürgen Papier hat vor einer Erosion und einem Versagen des Rechtsstaates auf vielen Ebenen gewarnt. In einem Gespräch in der neuen Ausgabe des Hamburger Magazins stern, das in dieser Woche bereits am Mittwoch erscheint, äußert sich Papier unter anderem kritisch dazu, dass die Polizei beispielsweise nicht gegen die Blockadeaktionen der Klimabewegung „Extinction Rebellion“ in Berlin eingeschritten sei.

„Der Rechtsstaat zieht sich hier schon bedenklich zurück“, sagt Papier im stern. Damit könne sich diese Gruppe „praktisch als über dem Gesetz stehend ansehen“. Selbst die Verfolgung eines noch so hehren Zieles – „und sei es die Weltenrettung“ – erlaube es nicht, sich über die Rechte anderer hinwegzusetzen, argumentiert Papier. „Wenn man das zuließe, und wenn das alle machten, landete man im Chaos.“ In seinem neuen Buch „Die Warnung“, das in der kommenden Woche erscheint (Heyne-Verlag), warnt Papier vor einer „Ökodiktatur“.

Papier moniert, dass zu viele Ermittlungsverfahren in Deutschland eingestellt und Haftbefehle vielfach nicht vollzogen würden. Die Justiz sei unterfinanziert. „Die Politik hat lange Zeit über alle Parteigrenzen hinweg die Justiz schlicht vernachlässigt“, so Papier.

Ein Versagen des Rechtsstaates sieht der ehemalige Verfassungsrichter auch in dem Umstand, dass im Görlitzer Park in Berlin Drogendealer weitgehend unbehelligt ihren Geschäften nachgehen können. Papier: „Ein Staat, der geltendes Recht in so offenkundiger Weise nicht durchsetzen kann, entzieht den Bürgern das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaates.“

Im stern spricht sich der frühere Verfassungsrichter auch für eine sogenannte Klarnamenpflicht in den sozialen Medien aus. Es gebe kein Grundrecht, seine Meinung anonym zu äußern, sagt Papier, „eine Klarnamenpflicht wäre eine Art Vermummungsverbot im Internet.“ Empört zeigt sich Papier über den Berliner Richterspruch, der die Beschimpfung der Grünen-Politikerin Renate Künast als „Schlampe“ und „Fotze“ als zulässige Meinungsäußerung hat durchgehen lassen. Papier: „Wenn das keine Beleidigung ist, weiß ich nicht, wie ich jemanden beleidigen soll.“

Gruner+Jahr, STERN





Rock am Stück 2020 – Viele Neue Bands bestätigt

 

Moin meine Festival Freunde. Nach dem Festival ist immer vor dem Festival und die Uhren ticken unaufhaltsam Richtung dem lang ersehnten Termin. Die Tage werden immer weniger und die Tickets sind meist wahnsinnig schnell vergriffen obwohl noch kaum Bands bestätigt sind. So auch beim Rock am Stück.

Die „Early Bird Tickets“ waren verdammt schnell vergriffen. Bei den aktuellen Kartenverkäufen geht es auch immer schneller dem Ende zu, daher müsst Ihr euch da auch schon sputen, denn Rock am Stück ballert einen Hochkaräter nach dem anderen raus. Jüngst wurden Oomph! In Sanity und Janus Stark bestätigt.

Zu Ihnen gesellen sich Combichrist, Kärbholz, Kissin‘ Dynamite, Alles mit Stil, Broken Resitance, Sodom u.v.m. Noch sind nicht alle Bands bestätigt, doch wer bei dem Billing nicht jetzt schon zuschlägt ist selbst ein Narr. Wir halten euch natürlich auf dem laufenden, wer sich noch in die Band Liste einträgt und das RaS 2020 zu einem wahrlichen Genuss für jeden Rock und Metal Fan machen wird. Natürlich werden wir euch im nächstes Jahr auch mit Live Berichten vom Rock am Stück auf dem laufenden halten. Eurem Rock und Metal Opi bleibt nun nur noch zu sagen, keep calm, rock up your life and bang your head.

 




Die FDP bleibt dran: KNELL ZU VERTUSCHUNGSVERDACHT IM FALL WILKE


 
  • Ministerin Hinz muss Bericht des Landrates veröffentlichen
  • Versuch der Vertuschung eigener Verantwortung beenden
  • Verbraucher können immer noch nicht sicher sein, dass Wilke-Produkte aus dem Verkehr sind

WIESBADEN – Anlässlich der Verweigerung von Ministerin Hinz den Bericht des Landrates des Kreises Waldeck-Frankenberg den Abgeordneten zugänglich zu machen, erklärt die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Wiebke KNELL: „Ministerin Hinz hat immer noch nicht die Brisanz des Wilke-Skandals erkannt. Sie hat nicht nur dem Parlament eine Regierungserklärung verweigert. Auch auf unsere Bitte den Bericht des Landrates den Abgeordneten zugänglich zu machen, schickt sie nun ihre Staatssekretärin mit einer fadenscheinigen Absage vor und verweigert den Zugang der Abgeordneten zu den lang erwarteten Informationen aus Waldeck-Frankenberg. Das Ministerium verweist darauf, dass man den Bericht zunächst selbst auswerten wolle. Im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher wäre es aber geboten, dass auch die Abgeordneten nicht erst eine „interpretierte“ Version des Ministeriums bekommen – gerade weil das Thema am Donnerstag im Landtag auf der Tagesordnung steht. Das Vorgehen ist die übliche Nicht-Kommunikation von Ministerin Hinz, die das Parlament und die Öffentlichkeit offenbar lieber im Unklaren lassen will.“

Knell weiter:

„Nach Aussage des Ministeriums vom Wochenende können sich Verbraucherinnen und Verbraucher immer noch nicht sicher sein, dass nicht noch Wilke-Produkte in Fertigwaren im Verkauf sind. Gerade im Bereich der Lebensmittelversorgung ist das Vertrauen der Menschen aber ein unschätzbarer Wert. Dieses Vertrauen setzt die Ministerin mutwillig aufs Spiel. Nicht nur wir Freie Demokraten verlieren zunehmend die Geduld mit Ministerin Hinz.“

  Wiebke Knell

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

 




Experten raten von Kombipräparaten gegen Schmerzen ab


Baierbrunn (ots) Zwar stellen Kombipräparate bei Schmerzen rasche Linderung in Aussicht – gerade sie schnitten bei neuen Untersuchungen aber schlecht ab. Die Mischungen, so ergaben Tests, können im schlimmsten Fall mögliche Nebenwirkungen verstärken. Darauf weist das Patientenmagazin „HausArzt“ hin. Häufig wird Mitteln gegen Migräne und Spannungskopfschmerz Koffein beigefügt. Das vertreibe zwar das Gefühl von Mattheit, welches oft mit Kopfschmerzen einhergehe, erläutert Dr. Ariane Burtscher, Chefärztin im Zentrum für Schmerztherapie der Schön-Klinik Bad Aibling Harthausen. Sie mahnt aber: „Verzichten Sie auf diesen Effekt, und gönnen Sie sich lieber eine Auszeit zum Entspannen.“ Bei häufiger Einnahme bestehe gerade bei Kombipräparaten die Gefahr, abhängig zu werden.

Die bekanntesten Mittel mit nur einem Wirkstoff sind Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und Paracetamol. Alle drei wirken fiebersenkend. Ibuprofen wird auch wegen seiner entzündungshemmenden und abschwellenden Wirkung bei verschiedenen Beschwerden vom Arzt verordnet. Acetylsalicylsäure verschafft bei Kopfschmerzen schnelle Erlösung. „Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Mittel bei ihren Beschwerden am besten hilft“, rät Burtscher. Wer an Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-, Magen- oder Nierenproblemen leidet, sollte unbedingt mit dem Hausarzt besprechen, welche Präparate im Einzelfall geeignet sind. Oft helfen auch Hausmittel. Mehr dazu im aktuellen „HausArzt“.

Das Patientenmagazin „HausArzt“ gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 4/2019 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Deutsche Krebshilfe fördert Methadon-Therapiestudie


Wirkstoff soll die Chemotherapie bei Darmkrebs verstärken

Ulm (gwb) – In den letzten Jahren ist das Schmerzmittel Methadon als vermeintlich vielversprechendes Krebsmedikament in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Jedoch liegen bisher noch keine belastbaren Daten für den Einsatz in der klinischen Praxis vor. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Ulm wollen nun in einer Therapiestudie feststellen, ob Methadon bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs wirksam ist. Damit wird der Wirkstoff erstmals unter klinischen Bedingungen untersucht. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Studie mit 1,6 Millionen Euro.

Eingeschlossen in die Studie werden Patienten mit bereits metastasiertem Darmkrebs, bei denen die Chemotherapie nicht mehr anschlägt. „Die Krebszellen nehmen die Medikamente nicht mehr auf, sie sind widerstandsfähig geworden. Unsere Hypothese ist, dass Methadon den Tumor wieder empfindlich für die Chemotherapeutika macht – auch dann, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind“, erläutert der Studienleiter Professor Dr. Thomas Seufferlein, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Ulm.

Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Methadon als wirksame Substanz erweisen könnte. Entscheidend für die Wirkung sind die sogenannten Opioid-Rezeptoren auf der Oberfläche von Krebszellen. An diese kann sich das Methadon anheften und seinen Effekt auf die Zelle entfalten. „Je höher die Anzahl der Rezeptoren auf der Zelle ist, desto empfänglicher ist sie für Methadon“, so Seufferlein weiter. „Einmal angedockt, sorgt es in der Zellkultur dafür, dass die Chemotherapeutika besser in die Zellen eindringen können – die Medikamente wirken damit effektiver. Wir hoffen, dass sich dieses Konzept auch auf die Patienten übertragen lässt.“

Von der Grundlagenforschung zum Patienten

Die Ulmer Wissenschaftler wollen nun feststellen, ob die im Labor gewonnenen Erkenntnisse auch in der klinischen Praxis Bestand haben. Dazu werden sie zunächst die Verträglichkeit des Methadons und die passende Dosis in Verbindung mit der Chemotherapie anhand einer kleinen Gruppe von Studienteilnehmern untersuchen. In der zweiten Phase der Studie wird eine größere Patientengruppe in zwei Therapiearme aufgeteilt: Eine Gruppe erhält die Chemotherapie zusammen mit Methadon, während die andere Gruppe ausschließlich mit den Chemotherapeutika behandelt wird. Nach einer bestimmten Zeit wird festgestellt, welche Patienten die besseren Behandlungsergebnisse aufweisen. „Dabei geht es zwar primär um den Therapieerfolg an sich – darüber hinaus möchten wir aber auch die Lebensqualität unserer Patienten im Auge behalten“, erklärt Seufferlein. Die Studie soll bis zum Jahr 2026 abgeschlossen werden.

Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, betont: „Bisher liegen zum in der Öffentlichkeit diskutierten Thema Methadon in der Krebstherapie nur Ergebnisse aus der Grundlagenforschung vor. Auf dieser Basis raten wir nach wie vor von einem Einsatz von Methadon als Krebsmedikament außerhalb von kontrollierten Studien ab. Daher halten wir es für wichtig, das mögliche Potenzial dieses Wirkstoffs nun erstmals unter klinischen Bedingungen zu untersuchen.“

 

https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/neues-aus-der-forschung/deutsche-krebshilfe-foerdert-methadon-therapiestudie/

 




Saisonbeginn im Gewächshaus im Bergpark am 1. November


Am Freitag, den 1. November 2019 beginnt die Wintersaison in den Einrichtungen der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Und damit öffnet auch das Gewächshaus im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe wieder seine Pforten.

Als Neuerung erwarten den Besucher in diesem Jahr zu Beginn der Saison kleine »Sonderflächen« auf den Beeten, die exemplarisch Informationen zum ursprünglichen Pflanzenbestand des 1822 erbauten Gewächshauses geben. Das Große Gewächshaus, das zunächst Pflanzenhaus hieß, diente nicht nur der Kultur exotischer Pflanzen, wie zum Beispiel der Banane, sondern auch der Repräsentation. Insbesondere im Winter war es, damals wie heute, ein besonderes Erlebnis, sich im frostfreien und sogar warm temperierten Gebäude aufzuhalten. Auch wenn nicht genau bekannt ist, welche Pflanzen hier zu sehen waren, so geben Pflanzenliste aus der damaligen Zeit Hinweise über den Pflanzenbestand.

Wenn die Blüte der Blumenzwiebeln und der Topfblühpflanzen zunimmt, werden die Flächen nach und nach wieder aufgelöst. Wie gewohnt, erwartet die Besucher dann ein buntes Blütenmeer, das neben zahlreichen bis zu 150 Jahre alten Kamelien und anderen Kübelpflanzen, ein farbenfrohes Spektrum an Alpenveilchen, Primeln und Cinerarien bietet. Im Tropenhaus auch wieder zu bewundern sind, neben vielen teilweise sehr seltenen Orchideen, spezielle Bromelienarten, wie z. B. Ananas. Zur Adventszeit werden dann auch wieder eine Vielzahl an verschiedenfarbigen Weihnachtssternen zu bestaunen sein.

Das Gewächshaus ist vom 1. November bis 31. März jeweils dienstags bis sonntags und feiertags von 10–17 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: 16.30 Uhr.

Eintritt: 3 Euro • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei   /mhk


 




Weihnachtsmärchen 2019 in Hofgeismar


Am 09. Dezember 2019 Jahr präsentieren das Kaufunger Kindertheater und die Stadt Hofgeismar wieder ein Weihnachtsmärchen in der Stadthalle Hofgeismar.

Schon seit vielen Jahren begeistert das Kaufunger Kindertheater große, aber vor allen kleine Zuschauer, mit bunten und fröhlichen Bühnenstücken.

In diesem Jahr wird Zwerg Nase aufgeführt, nach einem Märchen von Wilhelm Hauff.

Nett sein ist so eine Sache. Es macht vieles einfacher  – und die Welt ein bisschen freundlicher. Das heißt aber nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss. Aber zwischen nett und gemein gibt es ja glücklicherweise noch ganz viel anders. Am sichersten ist höflich. Aber das wusste Jakob wohl nicht.

Mit viel Liebe zum Detail und viel Herzblut, wird die Geschichte von Jakob erzählt, den eine Hexe wegen seiner Unhöflichkeit in einen hässlichen Zwerg mit langer Nase und einem Buckel verwandelt. Es geht turbulent zu und bis sich alles zum Guten wendet und bis die geheimnisvolle letzte Zutat zur Rückverwandlung gefunden ist … das dauert…

Die Vorstellung beginnt um 15.00 Uhr. Einlass ist um 14.30 Uhr. Karten für die Vorstellung können im Vorverkauf für 5,00 €  in der Tourist-Information Naturpark Reinhardswald, Tel. 05671-999222, in der Stadtbücherei sowie im Ticketshop der Stadt Hofgeismar www.hofgeismar.de  erworben werden.

Freuen Sie sich auf das Weihnachtsmärchen 2019. Ein großer Spaß und jede Menge Spannung und Abenteuer sind garantiert. Die Stadt Hofgeismar und das Kaufunger Kindertheater wünschen viel Vergnügen.

Bitte beachten Sie, dass das Parken direkt an der Stadthalle nur begrenzt möglich ist. Wir empfehlen, auch umliegende Parkplätze zu nutzen. Ausreichend Parkplätze bietet u.a. das Viehmarktfestgelände auf dem Reithagen.


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