AFK-Mitglieder erlebten die zweifarbige Welt von Weidemann.

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Korbach. Zwei Marken und zwei Ausrichtungen unter einem Produktionsdach kann man in Korbach erleben. Denn die „Gelbe Welt“ steht mit 30 Prozent Anteil bei Weidemann für Maschinen der Baubranche. Die „Rote Welt“ hingegen steht mit 70 Prozent Anteil für die Hoftracs in der Landwirtschaft. Beide vereint die Leistungsstärke und Robustheit, die von Kunden beider Welten seit vielen Jahrzehnten geschätzt werden. Von der Anbindung des Unternehmens innerhalb der Wacker-Neuson Group, der Variantenvielfalt der Maschinen bis zum Marktumfeld gewannen die Mitglieder des AFK Frankenberg im Korbacher Werk interessante Einblicke. Beim Rundgang durch die Produktion erlebten sie live den Bau verschiedener Modelle.

Thomas Tilly, Geschäftsführer der Weidemann GmbH und Prokurist Jörg Weidemann, empfingen die Gäste des AFK im Werk Korbach, wo u. a. im Jahr 2017 die 100.000ste Maschine vom Band lief. Am Ende dieses Jahres werden es über 8.000 neue Weidemänner im Markt sein.

Thomas Tilly zu den Zukunftsaussichten: „Weidemann ist auf Wachstumskurs. Wenn das benachbarte Grundstück in Korbach bezugsfertig ist, werden mehr als 200 Mitarbeiter vom zweiten Standort in Diemelsee-Flechtdorf nach Korbach umziehen. Dadurch erwarten wir Synergieeffekte wie kurze Wege und Zeitersparnis.“

Das Zusammenspiel der roten mit der gelben Welt helfe dem Unternehmen dabei, konjunkturelle Schwankungen sinnvoll auszugleichen. Bedingt durch aufwändige Ausschreibungen und langfristige Auftragsvergabe haben Maschinen für die Baubranche, z. B. den Gleis- oder Straßenbau, lange Vorlaufzeiten. Hingegen bestellen Landwirte oft kurzfristig. Tilly: „Wir müssen den Landwirt zunächst von unserem Produkt überzeugen. Der anschließende Service ist entscheidend. Denn wenn mal etwas kaputtgeht und die Kühe Hunger haben, helfen unsere Mechaniker schnell und unbürokratisch zu jeder Zeit.“

 Für die Zukunft ist Weidemann mit dem 1160 eHoftrac, der seit vier Jahren bereits zu 100 Prozent elektrisch unterwegs ist, gut gerüstet. Jörg Weidemann: „Die eHoftracs arbeiten sehr leise, was den Fahrer, die Tiere und die Umwelt gleichermaßen schont. Sie tragen damit auch zur Tiergesundheit und erhöhten Arbeitsqualität für den Landwirt bei. “

AFK-Vorsitzender Klaus Cronau lobte die vier Säulen der Unternehmensphilosophie „Kompetenz, Begeisterung, Unternehmertum und Agilität“.

 

Hintergrund

Der Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen Frankenberg/Eder (AFK) wurde 1974 gegründet und hat aktuell 114 Mitglieder aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und freien Berufen. Zweck des Arbeitskreises ist die Vertretung und Durchsetzung lokaler und regionaler Belange der Wirtschaft. Er versteht sich als Sprachrohr für eine zukunftsorientierte Standort- und Strukturpolitik und bietet der Politik seine wirtschaftliche Expertise an.

Der Arbeitskreis eröffnet seinen Mitgliedern eine offene Plattform für Information und politische Willensbildung. Dabei agiert er unabhängig, überparteilich und überkonfessionell.

Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen Frankenberg/Eder


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