Die ersten drei Punkte gegen Frankfurt sind im Sack

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Erster Spieltag, erstes Derby. Gleich zu Beginn der DEL2-Spielzeit 2019/20 empfingen die Kassel Huskies im ewig jungen Hessenderby die Löwen aus Frankfurt. Nach einer langen Sommerpause und einer Vorbereitung mit fünf Siegen und zwei Niederlagen fieberten 5.078 Fans dem ersten Bully der Saison entgegen. Personell konnte Cheftrainer Tim Kehler aus dem vollen schöpfen – bekam am Donnerstag Abend von Kooperationspartner Wolfsburg sogar noch Ex-Löwe Eric Valentin geschickt.

Das erste Drittel begann verhalten. Beide Mannschaften wagten sich nur langsam in gegnerische Gefilde, so dass Torchancen Mangelware blieben. Langweilig gab sich die Partie jedoch nicht. So deuteten Neu-Huskies Austin Carroll und Denis Shevyrin mit zwei harten Checks die Qualitäten an, die die ECK-Fans in der vergangenen Saison vermisst hatten. Mit Fortdauer des Drittels rückten dann jedoch auch die Torsteher in den Fokus. Löwen Goalie Patrick Klein rettete zunächst mit der Fanghand gegen Kirsch (9.) und lenkte einen Dinger Schlagschuss wenige Sekunden später an die Latte (10.). Und auf der Gegenseite durfte sich Jerry Kuhn gegen Ranta (13.) und Eisenmenger (15.) präsentieren – ebenfalls ohne Tadel.

Mit Beginn des Mittelabschnitts sollte sich das ändern. Den ersten Treffer des Abends erzielte der Frankfurter Verteidiger Faber, der es aus spitzen Winkel einfach mal versuchte und Jerry Kuhn unglücklich am Rücken traf, von wo der Puck zum 0:1 ins Netz rutschte (22.). Doch postwendend schlugen auch die Huskies zu. Ben Duffy hatte Magnus Eisenmenger die Scheibe im Löwen-Drittel abgeluchst, war vors Tor gezogen und hatte Klein den Puck frech durch die Beine gelegt – 1:1 (22.). Das Toreschießen war eröffnet. Doch zunächst gaben die Gäste aus Südhessen weiter den Ton an. Durch einen Abstimmungsfehler der Kasseler Defensive gelang Löwe Hüttl im hohen Slot an die Scheibe und jagte selbige zum 1:2 in den Winkel (28.). Und wäre es nicht am famos aufspielenden Jerry Kuhn gewesen, die Löwen hätten in dieser Phase weitere Treffer erzielt. So kam es wie es kommen musste – im Powerplay schickte Shevyrin den an der blauen Linie lauernden Carroll mit einem scharfen Pass auf die Reise, und der verlud Klein zum 2:2 (34.).



Das letzte Drittel musste die Entscheidung bringen. Und wieder waren es die Löwen, die besser aus der Kabine kamen. MacAulay mit Geschwindigkeit (41.), Ranta aus nächster Nähe (45.) oder Koziol mit etwas Pech (45.) – die Defensive der Huskies blieb gefordert. Auf der Gegenseite schlugen die Nordhessen jedoch erneut eiskalt zu. In einer Kopie des 0:1 versuchte Justin Kirsch sein Glück aus spitzem Winkel und wie zuvor bei Kuhn, kullerte die Scheibe auch bei Klein über die Linie zum umjubelten 3:2 (55.). Mit Leidenschaft verteidigten die Nordhessen in der Folge und minimierten die Möglichkeiten der Löwen. Kurz vor Schluss sorgte Roope Rantas Knaller von der blauen Linie (58.) für ein Raunen im Rund der Eishalle, doch Kuhn entschärfte auch diesen Versuch bravurös.

 


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