Botschafter für die Artenvielfalt

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Berlin: Seltener Nachwuchs in der Hauptstadt: Wie der Zoo Berlin verkündete, brachte Panda-Dame Meng Meng am Wochenende Zwillinge zur Welt. Der WWF gratuliert zu dem besonderen Zuchterfolg und nutzt den Anlass, um für den Schutz der wildlebenden Artgenossen der seltenen Bären zu werben: „Die Lage der Pandas hat sich in den letzten Jahren etwas stabilisiert. Mit weniger als 2.000 Individuen in freier Wildbahn ist die Art aber immer noch gefährdet. Erfolgreiche Nachzuchten, wie sie nun im Zoo Berlin geglückt sind, ändern daran leider wenig. Knackpunkt für das Überleben sind der Erhalt und Ausbau der Panda-Lebensräume in China“, sagt Dr. Arnulf Köhncke, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Nichtsdestotrotz weist der WWF auf die besondere Bedeutung von Zoos und Tierparks für den Artenschutz hin. Sie könnten als „Arche“ zur Rettung beitragen und gleichzeitig als Schaufenster der Artenvielfalt dienen. Insbesondere charismatische Arten wie der Große Panda seien als Botschafter für wildlebende Artgenossen, deren Lebensräume und die biologische Vielfalt insgesamt von großem Wert. „Das Erlebnis so eindrucksvoller Tiere wie dem Panda kann helfen, die Menschen für den Arten- und Naturschutz zu begeistern. Hier liegt eine große Chance der Zoos und Tierparks, für die Bedrohung der Natur weltweit zu sensibilisieren und zum eigenen Handeln anzuregen. Beim Großen Panda im Zoo Berlin ist das schon gut gelöst, an vielen anderen Orten besteht aber durchaus noch Nachholbedarf“, so Arnulf Köhncke.

Hintergrund Großer Panda:

Aktuell beträgt der Bestand der Großen Pandas in freier Wildbahn 1864 Tiere. Ihre Anzahl hat sich zwischen 2004 und 2014 um mehr als 200 Tiere erhöht. Die in den Bergwäldern Chinas heimischen Pandas haben vor allem mit dem jahrzehntelangen Lebensraumschwund zu kämpfen. Verursacht wurde dieser überwiegend durch die Zerstörung der Bambuswälder. Der WWF fördert aktiv den Erhalt der Art durch die Einrichtung von Waldkorridoren, die Ausbildung von Wildhütern und die Erweiterung ihrer Schutzgebiete in Verbindung mit Öko-Tourismus.

 

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