Wahlen in Sachsen und Brandenburg

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„Hauptsache die AfD auf Abstand halten“…

…dieses Ziel kann man gestrost als verfehlt betrachten. Die bisherigen Regierungsparteien in beiden Bundesländern haben zum erhebliche Verluste hinnehmen müssen und die AfD ist in beiden Bundesländern auf den zweiten Rang vorgeklettert zum Teil mit erheblichen Zuwächsen.


SACHSEN

Bei der geographischen Betrachtung der Wahl, sieht man deutliche Unterschiede im Freistaat.

Demnach kann man von aktiven Ortsverbänden ausgehen,

denen es gelingt die Wähler auf ihre Seite zu ziehen, bzw. zu halten.

Deutlich wird dadurch auch eine starke Personenwahl.

Will die CDU ohne die AfD regieren, so bleibt ihr defacto nur die Möglichkeit alle anderen hinzu zu nehmen um die erforderliche Zahl der Sitze zusammen zu bekommen.

Sie käme dann auf 58,8 Prozent.  Man könnte rechnerisch zwar auf die Grünen oder die SPD noch verzichten, keines falls aber auf die Linken, deren Platz in der Regierung als drittstärkste Partei gesichert scheint.

 



Brandenburg

Die Wahlbeteiligung im Bundesland Brandenburg lag am gestrigen Tag bei insgesamt 61,3 Prozent.

Noch bei der letzten Wahl im Jahr 2014 lag diese nur bei 47,9 %.

Man darf also davon ausgehen, dass den Wählern bewusst war, um was es geht.

Die Verluste der „Altparteien“ kommen also nicht von ungefähr.

So haben alle Altparteien, bis auf die Grünen im einstelligen Bereich Stimmenverluste hinzunehmen.

Die Grünen gewinnen 4,6 % der Stimmanteile hinzu und dürfen nach der AfD zu den Gewinnern der Wahl gezählt werden.

Die AfD gewinnen 11,3 % hinzu, was vorläufig weiteren 12 Sitzen im Brandenburgischen Landtag entspricht

Die freien Wähler kommen nach aktueller Stimmauszählung auf exakt 5,0 % und gewinnen damit 2 Sitze.

Auch in Brandenburg bieten sich nur zwei Konstellationen zur Mehrheitenbeschaffung an, will man die AfD weiter ausklammern:

SPD, CDU, Grüne 52,6 % 

                        & LINKE  63,3 %



 

Keiner mag es gerne hören, aber die Themen Parteikompetenzen und zuletzt auch das Thema Zuwanderung, sowie dessen Auwirkungen – dürften deutlich eine Rolle gespielt haben bei dieser Wahl.



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