Zu später Prozesstermin – Mutmaßlicher Drogen-Dealer aus U-Haft entlassen und abgehauen?

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Berlin (ots)

Beispielbild

Ein mutmaßlicher Drogen-Dealer ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil er zu lange auf seinen Prozesstermin warten muss.

Nach rbb-Recherchen wurde der Mann Ende vergangener Woche aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Oberlandesgericht Brandenburg/Havel hatte es zuvor für unverhältnismäßig erklärt, dass sein Prozesstermin erst im November anberaumt worden war. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Helmut Lange, dem rbb auf Anfrage.

Der Mann war im Januar dieses Jahres mit 60 Kilogramm Heroin im Wert von sieben Millionen Euro verhaftet worden. Nach fünf Monaten erhob die Staatsanwaltschaft Anklage und warf ihm vor, an der Vermarktung von fast dem Fünffachen an Heroin beteiligt gewesen zu sein.

Bei diesem Tatvorwurf droht dem Angeklagten eine mehrjährige Haftstrafe.

Der polnische Staatsbürger war auf der Fahrt ins Ausland auf der Autobahn 11 von der Polizei gefasst worden.

Insider der Polizei gehen davon aus, dass der Mann nach seiner Freilassung Deutschland inzwischen verlassen hat und für die Strafverfolgungsbehörden nicht mehr erreichbar ist.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) begründet den späten Verhandlungstermin mit zu wenig Personal.

Der Brandenburgische Justizminister, Stefan Ludwig (Linke), geriet in den vergangenen Monaten immer wieder wegen der Haftentlassung von mutmaßlichen Straftätern ins Visier.

Rundfunk Berlin-Brandenburg



Anmerkung der Redaktion:

Es geht also munter weiter mit unserem, als marode zu bezeichnenden Rechtssystem.

  • Gesamtstrafenbildung
  • Prozessökonomie
  • Einstellung gegen Geldbuße
  • Per Attest zu krank -> um verurteilt zu werden
  • Entlassung nach 2/3 der Strafe.

  alles Unworte die unser krankes, gezähmtes Rechtssystem beschreiben.

Zahnlos zeigt sich dieser verweichlichte Staat. 60 KG Heroin  ( Sechzig Kilo!)  und die Justiz ist nicht in der Lage diesen Mann abzuurteilen geschweige denn in Haft zu lassen? 

Hatte er eine schwere Kindheit? Migrationshintergrund und mangelndes Unrechtsbewusstsein – oder war es die Umstellung der EDV Systeme? Ach dieses Mal war es ja das fehlende Personal. Was passiert dem Justizminister der sein Monaten deshalb immer wieder in der Kritik war, wegen ähnlicher Vorfälle? Richtig: Nichts.

 

Natürlich wird dieser Mann mit diesen Personalien nicht mehr hier hereinkommen und wenn doch? Wer sollte es kontrollieren? Wen interessiert das schon?

Das alles kann ihm nicht zur Last gelegt werden und auch diese Straftat verjährt dann eben.

In einigen Ländern dieser Erde gibt es für ein solches Delikt die Todesstrafe, hier gibts ein warmes Lächeln für den armen Mann, der mehr oder minder zu Unrecht,, ein halbes Jahr ohne seine Lieben in einem deutschen Luxusknast ausharren musste. 

„Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben.“  ????


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