Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt

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Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt. Festgestellt wurde dies an dem Stern S-2 der um ein Supermassereiches schwarze Loch kreist. Auch unter diesen extrem Bedingungen hält die von Albert Einstein aufgestellte Relativitätstheorie Ihre Gültigkeit. Wie das Fachmagazin „Nature“ berichtete, stützt das Licht des Sterns die Gravitations-Rotverschiebung, welche von Einstein erklärt wurde.

Artist’s rendering by Nicolle Fuller/National Science Foundation

 

Albert Einstein, einer er klügsten Köpfe der Welt, stellte vor mehr als 100 Jahren die allgemeine Relativitätstheorie auf. In dieser spricht er von der Schwerkraftwirkung massereicher Objekte, die sowohl die Raumzeit krümmen als auch das Licht dehnen würden. Das Licht verliert Energie, wenn es die Schwerkraftsenke wieder verlässt. Dadurch wird dann die Wellenlänge des Lichtes in einen energieärmeren Bereich verschoben was man an er Rot Verfärbung erkennen kann. Diese Gravitations-Rotverschiebung wurde schon an vielen Objekten im Sonnensystem und vielen Galaxiehaufen festgestellt.

Naher Vorbeiflug am Schwarzen Loch

Die sich immer wieder aufdrängende Frage der Wissenschaftler ob die Vorhersagen Albert Einsteins auch unter extremen Bedingungen stimmen würden, wurde nun bestätigt. Der Stern S0-2 passierte im Mai 2018 das zentrale schwarze Loch der Milchstraße in einem Abstand von 14 Milliarden Kilometern. In Relation gesetzt ist das dreimal der Abstand zwischen unserer Sonne und dem Neptun

Einstein behält Recht

Das Ergebnis: „Unsere Beobachtungen stimmen mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie überein“, berichtet Ghez. Demnach führte der Schwerkrafteinfluss des Schwarzen Lochs beim Stern S2 zu einer Rotverschiebung von 0,88. „Das ist mit der Signifikanz von einem Sigma konsistent mit der Allgemeinen Relativitätstheorie, schließt aber die Newtonsche Theorie um mehr als fünf Sigma aus“, berichten die Astronomen. Gleichzeitig liefern ihre Werte eine unabhängige Bestätigung der Messungen der GRAVITY-Kollaboration.

„Einstein behält demnach Recht – zumindest bis jetzt“, sagt Ghez. Allerdings ist auch die Allgemeine Relativitätstheorie nicht perfekt. Denn es gibt einige Phänomene im Kosmos, die Einsteins Gleichungen nicht vollständig beschreiben können. Dazu gehören die Bedingungen innerhalb eines Schwarzen Lochs ebenso wie viele Phänomen der Quantenphysik. Unter anderem deshalb schließen Physiker bis heute nicht aus, dass es eine Physik jenseits des gängigen Standardmodells gibt.

Vorerst allerdings hat die mehr als 100 Jahre alte Theorie Einsteins einmal mehr ihre Gültigkeit und Robustheit bewiesen. (Science, 2019; doi: 10.1126/science.aav8137)

 

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