Aktivisten sperren vor Stierrennen „Tatort“ ab

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PETA-Aktion kritisiert die jährlich in Pamplona zur Schau gestellte Qual und Tötung von Stieren

 

Stuttgart / Pamplona, 5. Juli 2019 – Ausgestattet mit Schildern mit der Aufschrift „Bulls Killed In Pamplona. Stop Bullfighting“ stellten Dutzende Unterstützerinnen und Unterstützer von PETA UK und der spanischen Tierschutzorganisation AnimaNaturalis heute einen „Tatort“ dar. Dieser war an der Plaza Consistorial im spanischen Pamplona mit gelbem Absperrband gekennzeichnet. Die Aktivisten waren aus der ganzen Welt angereist und lagen fast nackt in den aufgeklebten Umrissen von Stieren. Damit wollten sie Passanten daran erinnern, dass Stiere – genau wie wir – aus Fleisch, Blut und Knochen bestehen und Schmerz und Angst empfinden.

„Wir leben im Jahr 2019. Kein Lebewesen sollte qualvoll erstochen weren, damit sich ein lauter Mob daran ergötzen kann“, so PETA UK Director Elisa Allen. „PETA und der Rest der Welt sind schockiert, dass Pamplona den Ruf der Stadt noch immer von diesem archaischen, blutgetränkten Spektakel beschmutzen lässt.“  

 

Der Protest fand bewusst vor dem berüchtigten Stierlauf der Stadt statt, bei dem völlig verängstigte Stiere durch die Straßen und in die Stierkampfarena gehetzt werden. Dort angekommen quält man sie zu Tode.

 

Über 125 spanische Städte und Gemeinden haben sich bereits zur stierkampffreien Zone erklärt. Doch in Pamplona müssen panische Stiere noch immer die engen Gassen entlanglaufen und erfahren dann einen gewaltsamen Tod in der Stierkampfarena. In den Straßen rutschen sie häufig aus und fallen hin. In der Arena malträtieren und quälen Männer die Tiere mit einer Lanze und mehreren „Banderillas“ (ähnlich einer Harpune) zu Tode. Ist ein Stier vom Blutverlust bereits völlig geschwächt, ersticht ihn der Matador mit einem Schwert. Stirbt er nicht sofort, kommen weitere Waffen zum Einsatz, um das Rückenmark zu durchtrennen. Viele Stiere sind dann zwar gelähmt, aber noch bei Bewusstsein, wenn ihnen Ohren und Schwanz als Trophäen für den Matador abgeschnitten werden.

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht zu unserer Unterhaltung da. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.


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