Zum letzten Mal „Moskitos“ am Samstag, 29. Juni, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

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ZUM LETZEN MAL

„Moskitos“

von Lucy Kirkwood

Samstag, 29. Juni, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Schauspielführer – live: 19.00 Uhr, Schauspielfoyer

Am Samstag, den 29. Juni, ist das Schauspiel „Moskitos“ zum letzten Mal am Staatstheater Kassel zu sehen. Das Stück von Lucy Kirkwood um die Schwestern Jenny und Alice erzählt von Emotion und Ratio, von der Angst vor der Wissenschaft und deren Faszination: Eine Statue im Herzen des Europäischen Kernforschungszentrums in Genf; und zu den Füßen des Hindu-Gottes Shiva der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Hier jagen Forscher Trillionen von Partikeln durch die Betonröhren und lesen in den Kollisionen und Detonationen die geheime Schrift des Universums. Und so wie die Teilchen ineinander prallen und Energien freisetzen, die Chaos und Ordnung, Zerfall und Schöpfung erzählen, so prallen die Schwestern Jenny und Alice aufeinander: wegen Alices zu genialem Sohn, über dem das Schicksal des ins quantenphysikalische Nirwana entschwundenen Vaters schwebt, wegen ihrer Mutter, einst brillante Physikerin, deren Geist aber unter den Fliehkräften der Demenz in Auflösung ist, wegen Jennys totem Baby…
Die Welt, wie wir sie erleben, ist nicht die Welt, wie sie ist, unsere Sinne erzählen nur Märchen – und: Je mehr wir wissen, desto mehr Fragen produzieren wir und desto weniger wissen wir. Das gilt für das Teilchen, das die Welt im Innersten zusammenhält, ebenso wie für die Menschen um uns herum.

 

Die Presse schrieb nach der Premiere: „Intendant Thomas Bockelmann führt zum Spielzeitbeginn Regie, herrlich zu sehen, wie er sich mit der seriösen Experimentierfreudigkeit des Erstaufführers auch auf Kirkwoods schräge Einfälle einlässt. Die Shiva-Nataraja-Statue (Lauren Rae Mace) beginnt tatsächlich zu tanzen, und Bernd Hölscher geistert als melancholisch-abgeklärtes „Boson“ im gedeckten Raumschiff-Enterprise-Dress (Kostüme: Claudia González Espíndola) durch die Szenen.“ (Frankfurter Rundschau, 1. September 2018)

Beginn ist um 19.30 Uhr, bereits um 19 Uhr gibt es im Foyer eine Einführung in den Abend. Karten sind an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de  erhältlich.

Foto: Bernd Hölscher (The Boson) © N. Klinger


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