„Mein stiller Freund“: ZDF-Doku „37°“ über Frauen, die trinken

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Claudia bei einem Spaziergang in der Nähe der Suchtklinik, wo sie sich stationär behandeln ließ.
Copyright: ZDF/Torsten Gross

Es sind schon lange nicht mehr nur die Männer, die trinken. Im ZDF schildert „37°“ am Dienstag, 18. Juni 2019, 22.15 Uhr, die Alkoholkarrieren von zwei Frauen (ab Dienstag, 18. Juni 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek). Der Film „Mein stiller Freund – Wenn Frauen trinken“ von Autor Walter Krieg begleitet Claudia (51) und Jacqueline (49) in ihrem Alltag und zeigt ihren Kampf gegen die Sucht. 

Claudia trinkt schon lange. Beruflich erfolgreich lebte sie überwiegend aus dem Koffer im Hotel. Gegen die Einsamkeit half der Alkohol. Vor sieben Jahren musste sie den Job wegen ihres Alkoholkonsums aufgeben. Immer wieder versucht sie, vom Trinken loszukommen. Als ihre wichtigsten Bezugspersonen, ihre Mutter und ihre Schwester, beide innerhalb eines Jahres starben, setzte sie die Droge Alkohol wieder als „Medikament“ gegen Ängste und Einsamkeit ein. Der Film zeigt sie in einer privaten Suchtklinik, wo sie einen erneuten Entzug wagt.

Jacqueline lebt ein ganz anderes Leben: Sie ist seit 29 Jahren verheiratet, hat zwei Kinder, einen Enkel und einen Arbeitsplatz in der Nähe ihres Wohnortes auf der Ostseeinsel Usedom. Ein scheinbar gutes Leben, das sie mit einer 15-jährigen Alkoholkarriere aufs Spiel setzte. Warum Jacqueline so viel trank, kann sie heute nicht mehr beantworten. Erst als man ihr im Job mit Kündigung drohte, entschloss sie sich, Hilfe anzunehmen. Seit gut drei Jahren ist sie trocken.

Während Jacqueline sich heute immer noch mit den Mitgliedern ihrer Suchtgruppe austauscht, muss Claudia wieder von vorne anfangen, völlig verunsichert, ob sie dieses Mal den Ausstieg schafft.

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