Um was geht es eigentlich beim neuerlichen Konflikt im Kosovo? …und war das überhaupt ein Konflikt?

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Dieser Tage hörte man von Unruhen im deutschen Fernsehen, jedoch nur als Randnotiz.

Grundtenor der Geschichten war, dass die bösen, bösen Menschen dort im Kosovo keine Ruhe geben.

Der Grund allerdings war ein ganz anderen und ansich  keiner Rede wert, obwohl man bei uns auch über Razzien berichtet gegen Kriminelle.

Vor ein paar Tagen gab es also einen Polizeirazzia im gesamten Kosovo, einschließlich des nördlichen Teils.

Es wurden 19 Personen festgenommen, hauptsächlich Polizisten und Zollbeamte, aber auch „Zivilisten“, die Barrikaden errichteten, um die Kosovo-Polizei am Abschluss ihrer Operationen zu hindern.

Zu den Verhafteten gehörten Kosovo-Serben, Bosnier und Albaner.

Diese Operation hatte nichts mit Politik oder ethnischen Fragen zu tun, sondern war Teil des umfassenden Kampfes gegen Korruption und organisiertes Kriminalität.

Der nördliche Teil des Kosovo, der hauptsächlich von Serben bewohnt wird (aufgrund der Vertreibung der Albaner), ist durch Anarchie und einem hohen Maß an organisierter Kriminalität gekennzeichnet.

Dies ist auf die erzwungene Toleranz der kosovarischen Behörden zurückzuführen, die von der internationalen Gemeinschaft auferlegt wurde, um Frieden und Stabilität in diesem Teil des Landes zu gewährleisten.

Im vergangenen Jahr hat die kosovarische Regierung, für Waren aus Serbien und Bosnien und Herzegowina, eine Steuer von 100% festgesetzt.

Die Hauptgründe für diese Steuer sind die laufenden Aktivitäten Serbiens, um die internationale Konsolidierung des Kosovo zu verhindern.

Inhaftierte der jüngsten Polizeieinsätze werden verdächtigt, illegale Waren geschmuggelt zu haben und damit gegen das Gesetz zu verstossen. 

Ansich nichts spektakuläres.

 

Natürlich haben einige serbischen Medien und der ehemalige Informationsminister von Slobodan Milosevic (der derzeitige Präsident von Serbien) Aleksandar Vucic,

diese Aktion die Polizei genutzt, den Kosovo zu beschuldigen, den Krieg und Repression gegen die serbische Bevölkerung im Kosovo zu führen.

Anders herum wird ein Schuh daraus, das erfährt die Bevölkerung hierzulande aber nicht, denn das Ziel von Serbien und Vucic ist die Teilung des Kosovo, dessen nördlicher Teil Serbien beitreten wird.

In diesem Teil des Territoriums des Kosovo leben nur 50.000 Serben, aber es ist sehr reich an unterirdischen Vermögenswerten

( Blei- und Zink-Lagerstätten, dazu kommen Silber, Gold, Nickel, Kobalt, Aluminium, Eisen, Cadmium und Chrom sowie Lignit. 
Ausserdem verfügt der Kosovo über das 5. größte Braunkohlevorkommen auf der ganzen Welt) ,

die auf ungefähr 500 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Der kosovarische Präsident Hashim Thaci (aber im Hintergrund auch die US-Regierung) unterstützte die Teilung des Kosovo.

Genau diese Teilung aber wird jedoch vom kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj und dem gesamten politischen Spektrum im Kosovo entschieden abgelehnt.

Auf der internationalen Bühne ist Deutschland übrigens der größte Gegner der Bestrebungen, die Grenzen der Balkanstaaten zu verändern.


 

 

 



 

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