TÜV Rheinland: Smarte Beleuchtung steigert Produktivität und Wohlbefinden

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Smart Lighting erleichtert den Alltag
Lichtfarbe und -intensität können Leistungsfähigkeit verbessern

Köln (ots) Gedimmtes Licht beim Fernsehgucken, gemütliche Atmosphäre beim Abendessen und produktive Beleuchtung im Homeoffice. Smart Lighting sind mit dem Internet verbundene LED-Leuchten, die auf das Verhalten der Bewohner reagieren und sich situativ automatisch anpassen. Experten gehen davon aus, dass intelligente Beleuchtung bereits 2022 zur normalen Ausstattung von Firmen und Wohnräumen gehören wird. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos.

Besseres Wohlbefinden, gesünderer Schlaf

„Besondere Merkmale der neuen Leuchten sind Energieeffizienz, Sicherheit, visuelle, biologische und emotionale Wirkung und Vernetzungsmöglichkeiten“, erklärt Günter Martin, Internet-Experte bei TÜV Rheinland. Vor allem die Wirkung auf den Menschen ist ein neuer Aspekt. „Ein erst um die Jahrtausendwende im Menschenauge entdeckter Rezeptor wirkt auf die Taktung der inneren Uhr und steuert die Aktivität und Leistungsfähigkeit“, so Martin. Dieser reagiere vor allem auf Lichtfarbe und -intensität. Passt sich das künstliche Licht dem Tagesverlauf und den Tätigkeiten an, sorgt es für ein spürbar verbessertes Wohlbefinden, gesünderen Schlaf und mehr Leistungsfähigkeit. Unternehmen können mit einem Beleuchtungssystem, das individuell auf jeden Arbeitsplatz reagiert, eine Produktivitätssteigerung von fünf bis zehn Prozent erreichen.

Sicherheit durch zwei getrennte WLANs

Bei der Einrichtung von smarter Beleuchtung sollten Verbraucher aber einiges beachten. Da die Leuchten mit dem Internet verbunden sind, können Unbefugte bei unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen über eine Lampe ins WLAN gelangen. Ob zuhause, im Büro oder in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern: Die Folgen sind oft verheerend. Um sich zu schützen, sollten am Router zwei getrennte WLANs eingerichtet werden. Eines für die smarten Geräte und den täglichen Gebrauch, das zweite für sensible IT aus dem Smart Home. Da die gesammelten Daten viel über den Nutzer verraten, beispielsweise wann er zuhause ist oder zu Bett geht, empfiehlt sich außerdem der Blick in die Datenschutzerklärung. „Verbraucher sollten Anbieter vermeiden, die diese Informationen weiterverkaufen oder sie mit Daten aus den sozialen Netzwerken zur Profilbildung anreichern“, empfiehlt Günter Martin.

TÜV Rheinland AG

 

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