Warum man sich eigentlich nicht wünschen sollte am Muttertag gefeiert zu werden.

 

Der Muttertag ist hierzulande nicht etwas eine Erfindung der Nazis, wie viele Menschen glauben, vielmehr ist er aus Amerika.

Die US-Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis, versuchte 1865 eine Mütterbewegung namens Mothers Friendships Day zu gründen.

Zunächst verfolgte dieser Tag ganz andere Ziele, nämlich den Erfahrungs- und Meinungsaustausch von Müttern zu fördern.

In den Jahren 1860 -1890 erfolgten übrigens viele Gründungen von Frauenbewegungen.

Als wirkliche Begründerin des heutigen Muttertags gilt jedoch die Tochter der oben genannten , die Anna Marie Jarvis.

Sie veranstaltete am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting.

Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet.

500 weiße Nelken ließ sie zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen.  

Sie widmete sich nun tatsächlich hauptberuflich dem Zeil einen Feiertag zur Ehren der Mütter einzuführen.

Schon in 1909 feierten 45 Staaten in Amerika diesen Tag.

Am 08.Mai 1914 war es dann endlich soweit . Der Muttertag wurde offiziell eingeführt.

Wegen der massiven Kommerzialisierung wollte die ursprüngliche Gründerin des Muttertages diesen übrigens wieder abschaffen – dies gelang ihr aber nicht.

 

Ab 1923 wurde der Muttertag in Deutschland offiziell eingeführt.

Eingeführt hat ihn…???

Was sich viele schon lange dachten – bewahrheitet sich leider.

In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert.

Der Muttertag ist nicht gesetzlich verankert,  wie viele andere Tage. Er basiert vielmehr auf Übereinkünften von Wirtschaftsverbänden.

Die Floristenverbände in Deutschland haben den zweiten Sonntag im Mai als Muttertag festgelegt, was dazu führen kann, dass Pfingstsonntag und Muttertag auf denselben Tag fallen, wenn Ostern spätestens am 26. März gefeiert wird.

 

Zurück zur Überschrift und der Frage, warum man es sich nicht wünschen soll gefeiert zu werden: 

Vom ursprünglichen Sinn her, werden die verstorbenen Mütter geehrt und nicht etwa die lebenden.  

 

Trotzdem wünschen wir den lebenden Müttern einen schönen solchen, denn mittlerweile hat sich das Urgedanke ja deutlich verändert.

Vielleicht gibt es ja auch einen Blumenstrauß?

Alles Gute jedenfalls von uns.

 


NordHessen-Journal Nachrichten und Berichte von NordHessen für NordHessen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.