EDEKA und WWF: Ökologischen Fußabdruck reduzieren

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WWF und EDEKA haben den Online-Fortschritts­bericht 2018 ihrer Partnerschaft für Nachhaltigkeit veröffentlicht. Mit dem Bericht dokumentieren sie ihr Engagement, den ökologischen Fußabdruck des Lebens­mitteleinzelhändlers deutlich zu verringern. Im Zentrum stehen die rund 4.000 EDEKA Eigenmarkenartikel, die entlang von acht Themenfeldern – von Fisch über Klima und Süßwasser bis Verpackung – stetig überarbeitet werden.

Bereits seit 2009 besteht die Zusammenarbeit zwischen EDEKA und WWF, die derzeit ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Um die gemeinsame Arbeit transparent zu machen, erscheint seit 2013 jährlich ein Fortschrittsbericht, nachdem die Partnerschaft rund um Fisch und Meeresfrüchte ab 2012 um weitere Themen erweitert worden war. „Durch die Zusammen­arbeit mit dem WWF übernimmt EDEKA schon seit 10 Jahren für unsere Kunden sichtbar Verantwortung. In Tiefe und Umfang ist diese Partnerschaft weltweit einzigartig. Gerade auch durch die zunehmende Bedeutung des Themas für die Verbraucher ist es uns gelungen, vielfach neue Standards zu setzen“, sagt Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG anlässlich der Veröffentlichung des Berichts. „Die Partnerschaft hilft uns, die weltweiten Naturschutzziele des WWF zu erreichen. Nehmen wir Palmöl, das heute in jedem zweiten Supermarktprodukt steckt: Wir haben EDEKAs Bedarf auf zertifizierte Quellen umgestellt, damit für den Anbau kein weiterer Regenwald gerodet wird“, erläutert Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF.

Der Fortschrittsbericht 2018 zeigt, dass die Beschaffungsprozesse des Eigenmarken­sortiments tiefgehend verändert wurden. Dabei setzen die Partner einerseits auf den kontinuierlichen Ausbau von Zertifizierungen: Stand 30. Juni 2018 stammten nahezu 100 Prozent des Palmöls, 95 Prozent der Papp- und Papierverpackungen und 81 Prozent der Fisch und Meeresfrüchte von EDEKA-Eigenmarkenprodukten aus nachhaltigen Quellen. Andererseits betreten die Partner häufiger Neuland, da bei anderen Themen noch keine Standards existieren: Bei Verpackungen hat EDEKA die Mehrwegdose für die Frischetheke in einem Pilotprojekt eingeführt. Im Bereich Süßwasser erarbeitete der WWF das EDEKA Wasserrisiko-Tool, um Obst- und Gemüse-Lieferanten aus Regionen mit Wasserproblemen zu ermitteln. Mit ihnen werden Lösungen gefunden, um den Wasserverbrauch zu verringern und nachhaltiger zu gestalten. Dazu setzen die Partner den jungen Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) ein, der eine nachhaltigere Wassernutzung im gesamten Flussgebiet statt auf Farm­ebene anstrebt.

Auch beim Klimaschutz blicken EDEKA und WWF über den Tellerrand hinaus. So strebt EDEKA neben dem eigenen Treibhausgasminderungsziel auch eins für die vor- und nach­gelagerte Lieferkette an. Denn mehr als drei Viertel der Treibhausgasemissionen im Lebens­mitteleinzelhandel entstehen während Anbau, Produktion, Lieferung und Entsorgung der Produkte. Herausfordernd ist das Thema Soja. Hier will EDEKA die Fütterung von Nutztieren umstellen – weg von Soja aus Monokulturen in Übersee hin zu heimischen Futtermitteln wie Lupinen, Erbsen und Ackerbohnen. Erste Erfolge zeigen sich auf regionaler Ebene. So hat EDEKA Südwest die Fütterung für Schweinefleisch ihrer Marke Hofglück umgestellt. Die Arbeit zum Thema Beschaffungsmanagement kritischer Agrarrohstoffe ist das jüngste Themenfeld und startete 2018. Erstes Ergebnis sind 32 Beschaffungssteckbriefe zum Einkauf von nachhaltigerem Obst und Gemüse.

Neben der Arbeit an den rund 4.000 Eigenmarken umfasst die Partnerschaft von WWF und EDEKA auch gemeinsame Projekte, um den Anbau von Lebensmitteln, etwa Orangen oder Bananen, umweltverträglicher zu machen und sich für den Artenschutz in der deutschen Landwirtschaft einzusetzen. Der Konsum von nachhaltigeren Alternativen aus dem EDEKA Eigenmarkensortiment wird durch das Panda-Logo angeregt. Derzeit tragen mehr als 300 Produkte zusätzlich zu anerkannten Umweltsiegeln auch den WWF-Panda.

Der Fortschrittsbericht zeigt zu jedem der acht Themenfelder kurz und übersichtlich Ziel und Stand der Zielerreichung auf. Die Ziele der Partnerschaft sind auf mehrere Jahre angelegt und werden regelmäßig überprüft und wo nötig vertieft, verschärft und ausgebaut. Zentrale Daten des Berichts sind KPMG-geprüft.

 

Original Content von WWF Deutschland präsentiert durh das Nordhessen Journal

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