MT-Shooter bleibt bis 2024

 

Die MT Melsungen hat eine weitere wichtige Personalie im Hinblick auf die Zusammensetzung ihres Teams der nächsten Jahre geklärt: Nationalspieler Julius Kühn (Foto A. Käsler) und der nordhessische Handball-Bundesligist haben den aktuellen, bis 2020 geltenden Vertrag vorzeitig bis zum 30.06.2024 verlängert. Der derzeit noch verletzte Rückraumspieler kam im Sommer 2017 vom VfL Gummersbach zur MT.

Er gilt als einer der stärksten Torschützen der DKB Bundesliga und war bis zu seiner Kreuzbandverletzung im Oktober letzten Jahres auch eine der wichtigsten Stützen der deutschen Nationalmannschaft. Julius Kühn, im April 26 Jahre alt geworden, hat bislang genau 50 Länderspiele absolviert, 159 Tore erzielt und in 2016 mit seinen heutigen MT-Kameraden Finn Lemke und Tobias Reichmann den EM-Titel geholt sowie Olympiabronze gewonnen. Verpasst hat der Shooter ausgerechnet die Heim-Weltmeisterschaft im Januar diesen Jahres. Für die MT Melsungen hat er in der vergangenen Saison in 33 Spielen 224 mal getroffen, war damit in der Ligatorschützenliste auf Platz zwei gelandet. Ohne Frage ist der Zweimeter-Mann mit solchen Qualitäten aus keiner dieser Mannschaften wegzudenken.

Nach monatelangen Reha-Maßnahmen, unter anderem bei Spezialisten in den USA und im bayerischen Donaustauf, ist Julius Kühn inzwischen wieder im Mannschaftstraining und tastet sich allmählich an handballspezifische Bewegungen und Abläufe heran. Auch die wettkampffreie Zeit nach der Saison wird er weiter nutzen, um sich für die Vorbereitungsphase in Form zu bringen.

“Julius Kühn ist ein sehr wichtiger Baustein in unserem Mannschaftsgefüge im Hinblick auf die nächsten Jahre. Er gehört in der Nationalmannschaft wie auch bei uns zu den absoluten Leitfiguren. Mit seinen Fähigkeiten ist er einer der Spieler, die ein Spiel fast allein entscheiden können. So einer wie er ist kaum zu ersetzen. Uns war es zunächst wichtig, ihm nach der schweren Verletzung die notwendige Zeit bis zur vollständigen Genesung zu geben. Ich gehe davon aus, dass er uns mit Beginn der neuen Saison wieder komplett zur Verfügung steht. Wir freuen uns sehr, dass wir Julius längerfristig an uns binden konnten. Das möchten wir gleichzeitig als eindeutigen Beleg für unsere sportlichen Ambitionen in den kommenden Jahren verstanden wissen”, sagt MT-Vorstand Axel Geerken.

“Ich fühle mich bei der MT sehr wohl. Der Verein hat auch in der langen Verletzungsphase zu mir gestanden und mir dadurch gezeigt, dass er weiterhin an mich glaubt. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin zur MT gekommen mit dem Ziel, international zu spielen. Das hat bisher noch nicht geklappt, könnte aber in der kommenden Saison wahr werden. Auf jeden Fall haben wir noch viel vor. Wir wollen zunächst unter die besten fünf Teams der Bundesliga kommen. Aber das soll dann noch nicht alles sein. Ich glaube, dass wir Spieler uns damit nicht zufriedengeben werden. Ich möchte darüber hinaus mit der MT gern um mindestens einen Titel mitspielen”, gibt sich Julius Kühn ambitioniert. Und der Rückraumspieler ergänzt: “Für mich ist es vor allem wichtig, dass man sich innerhalb der Mannschaft gut versteht. Das ist bei uns eindeutig der Fall, ich selber komme hier mit jedem gut aus.”

Der gebürtige Duisburger hat inzwischen auch die Region liebgewonnen. “Angeblich gelten die Nordhessen ja als etwas verschlossen. Das kann ich ebenso wenig bestätigen, wie die Vorurteile über meinen jetzigen Wohnort Kassel. Hier gibt es viele Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Das Angebot und die Einrichtungen sind sehr vielseitig, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.  Neben dem Profihandball widmet sich Julius Kühn weiterhin seinem Fernstudium im Fach Wirtschaftswissenschaften.

 

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