Homberg: „Die Plus Energie Siedlung passt voll in unseren Ansatz“

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„Unserer Stadt Homberg stellen sich Herausforderungen, und wir möchten sie in Chancen verwandeln“, sagt Dr. Nico Ritz, Bürgermeister der Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises, „indem wir uns auf die Innenentwicklung der historischen Altstadt konzentrieren, indem wir ein intelligentes Car-Sharing-Modell im ländlichen Raum aufbauen werden, und indem wir uns aktiv zum Klimaschutz bekennen. Denn wir sind die einzige Kommune im Kreis mit einer hauptamtlichen Klimaschutzbeauftragten. Die Plus-Energie-Siedlung, die uns Frau Prof.  Dr. Martina Klärle anhand des Leitfadens zum Bau einer solchen vorgestellt hat, wäre ein Bindeglied zwischen den drei Elementen. Denn die Plus-Energie-Siedlung dient ohne Frage dem Klimaschutz, sie könnte ans Nahwärmenetz angeschlossen werden, das wir für unsere Altstadt errichten wollen, und sie könnte die E-Autos für das Car-Sharing speisen. Doch einstweilen sind noch dicke Bretter zu bohren.“

Die Zukunft des alten Krankenhauses, das nach einer Konzentration der Kliniken auf andere Standorte im Kreis nun leer steht, ist offen. Die Immobilie gehört dem Klinikbetreiber Asclepios und steht an einem Südhang wenige Meter vom Kern jener Altstadt entfernt, in deren Stadtkirche 1526 für ganz Hessen die Reformation proklamiert wurde. Bis zu 60 Baugrundstücke, schätzt Dr. Nico Ritz, könnten dort für eine Plus-Energie-Siedlung geschaffen werden, die Homberg durch neue Ver- und Entsorgungslösungen mit dem Immobilienbestand koppeln würde. Davon profitierten auch die E-Fahrzeuge, die künftig im Fuhrpark der Stadt und der Kreises immer zahlreicher werden sollen. Der Fuhrpark ist – in einem Flächenkreis – naturgemäß relativ groß, wird aber nicht ganztags genutzt. „Wir wollen unsere öffentlichen Autos, die ganz nah an der möglichen Energie-Plus-Siedlung parken, in der Zeit von 16 Uhr an bis zum Morgen für das Car-Sharing zur Verfügung stellen“, erläutert Dr. Nico Ritz den Kern des Mobilitätsplans. Zuvor aber müssen sich die Kommune und die Klinikgesellschaft über die Zukunft der Krankenhausruine einigen.

„Die Plus-Energie-Siedlung passt voll in unseren Ansatz“, sagt Dr. Nico Ritz, „denn warum sollten wir weitere Flächen im Außenbereich versiegeln, wenn wir im Innenbereich noch eine Brache haben, und uns derzeit um die Aufnahme ins Städtenetzwerk Città-Slow bewerben. Die Energie-Plus-Siedlung wäre die Klammer, die unseren Anspruch an Klimaschutz, Regionalität und Nachhaltigkeit umschließt.“

 

 

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