Eigene Gastronomie eröffnen: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

 

Ob Grillstand, Suppenküche oder Restaurant – ein eigener gastronomischer Betrieb ist für viele eine verlockende Vorstellung. Doch unabhängig vom eigenen Kochtalent und den finanziellen Möglichkeiten – einen Imbiss oder eine Bar zu eröffnen ist die eine Sache, zahlende Kunden, bestenfalls Stammkunden bewirten zu können die andere. Wenn die ersten bürokratischen Hürden genommen sind und die Sache langsam Gestalt annimmt, gilt es durchdacht zu Planen und keine voreiligen Entscheidungen zu treffen.
Viele Vorhaben sind schon an einem fehlenden Gesamtkonzept gescheitert.

Gründlich Planen

Zunächst einmal braucht man eine genaue Vorstellung davon, wie der gastronomische Betrieb aussehen soll. Dabei ist vor allem die Frage wichtig: Warum braucht die Welt einen weiteren Imbiss, ein weiteres Lokal oder ein weiteres Bistro? Unterscheidungsmerkmale sind insbesondere die Atmosphäre oder aber ein außergewöhnliches Angebot. Neben einer guten Idee ist auch die Standortwahl von entscheidender Bedeutung. Was hilft die beste Pizza der Welt, wenn niemand in der Nähe ist, diese auch zu probieren. Außerdem ist es nie verkehrt eine ganz bestimmte Zielgruppe ins Auge zu fassen, wenn es um die Konzeptionierung des Betriebs geht.

• Unterscheidungsmerkmale
• Standortwahl
• Zielgruppe

Die Ausstattung muss stimmig wirken

Die Ausstattung sollte von Anbeginn an mit im Konzept berücksichtigt werden. Dazu gehören zum einen Teller, Gläser Besteck etc., Möbel sowie die Küchenausstattung. Professionelle Gastro-Geräte und Zubehör für Küche und Co. findet man beispielsweise bei Gastprodo.com. Insbesondere bei Küchengeräten sollte man eine Finanzierung in Betracht ziehen und qualitativ hochwertige Ausstattung investieren.

Die Ausstattung sollte sich bestenfalls in ein Gesamtkonzept fügen, mache Lokalbetreiber haben aber auch schon mit zusammengewürfelten Stühlen, Tischen und Bänken Erfolg gehabt. Ein hoher Wiedererkennungswert ist vorteilhaft.

Gäste überzeugen – aller Anfang ist schwer

Neue gastronomische Betriebe haben es in vielen Fällen schwer. Was der Bauer nicht kennt, das isst er auch nicht, heißt es im Volksmund. Um die ersten Gäste von seinem Betrieb zu überzeugen, bieten sich Eröffnungsangebote an. Viele neue Restaurants bieten in der ersten Zeit vergünstigte Speisen an und passen die Preise dann im Nachhinein an. Innerhalb dieser Zeit hat sich das Lokal dann meist einen Ruf erarbeiten können. Auch sollte man in der Anfangszeit verstärkt Werbung machen.

Außenwirkung und Werbung

Ohne Werbung geht es nicht, insbesondere in der Gastronomiebranche ist Werbung ein sehr wichtiger Faktor zur Kundengewinnung. Das erste, was Personen auf der Straße bei einem Geschäft auffällt, ist die Beschriftung / die Geschäftsreklame. Dieses im wahrsten Sinne des Wortes Aushängeschild muss das Konzept des Ladens widerspiegeln und leicht einprägsam sein. Neben regelmäßiger Werbung in klassischen Formaten sollte man vor allem auch Online präsent sein. Nicht nur die eigene Homepage als Visitenkarte, auch Werbung in sozialen Netzwerken und Kanälen wie YouTube und Co. sind heute unerlässlich.

Aufwand nicht unterschätzen

Viele unterschätzen schlicht und einfach den Arbeitsaufwand, der beim Führen eines gastronomischen Betriebs entsteht. Gerade in der Anfangszeit ist man oft selber für alle Tätigkeiten verantwortlich. Dazu gehören insbesondere:

• buchhalterische Tätigkeiten
• Marketing
• Schichtpläne, Personalorganisation
• Planung von Veranstaltungen
• Wareneinkauf

Wer gut vorbereitet und mit einem durchdachten Konzept in das Abenteuer Selbstständigkeit startet, hat gute Chancen, dass sich der Betrieb etabliert.


 

 

Print Friendly, PDF & Email

NordHessen-Journal Nachrichten und Berichte von NordHessen für NordHessen

Wir freuen uns über Kommentare

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.