Gemeinsame Erklärung von Staatsanwaltschaft Kassel und Hessischem Landeskriminalamt/ Kassel – Schusswaffengebrauch durch Polizei

 

Wiesbaden (ots)

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Am 06.03.2019 gegen 19 Uhr wurde ein 56 Jahre alter Bewohner eines in der Bergstraße in Lohfelden gelegenen Mehrfamilienhauses durch einen von einem Polizeibeamten abgegebenen Schuss mit der Dienstwaffe schwer verletzt.

Anlass des Polizeieinsatzes unter Einbindung des Spezialeinsatzkommandos war ein vorangegangener Schusswaffengebrauch des 56-Jährigen. Eine Anwohnerin verständigte direkt die Polizei, nachdem der Mann mehrfach eine Waffe auf dem Balkon seiner Wohnung abgefeuert hatte.

Da der Mann über keine waffenrechtliche Erlaubnis verfügt, bestand gegen ihn der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Überdies war aufgrund von polizeilichen Vorerkenntnissen bzgl. des Mannes und der berichteten Schüsse von einer Gefährdung für Personen im Nahbereich der Wohnung auszugehen.

Nachdem die Beamten die Wohnung des Mannes öffneten, trafen Sie ihn mit einer Waffe an. Im Nachgang des polizeilichen Schusswaffengebrauches stellte sich heraus, dass es sich um eine sog. „PTB-Waffe“ handelte, die ihrem Erscheinungsbild nach von einer scharfen Schusswaffe kaum zu unterscheiden war.

Der 56-Jährige wurde durch einen Schuss im Hüftbereich getroffen. Er befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung in einem Kasseler Krankenhaus. Einzelheiten zu seinem Gesundheitszustand werden aktuell nicht bekanntgegeben.

Da der Mann bislang nicht vernommen werden konnte, sind die Hintergründe der Schussabgaben durch ihn unklar.

Die weiteren Ermittlungen, deren Gegenstand auch die Prüfung der Rechtmäßigkeit des Einsatzes der Dienstwaffe ist, werden durch die Staatsanwaltschaft Kassel und das Hessische Landeskriminalamt geführt.

Staatsanwaltschaft Kassel

Hessisches Landeskriminalamt


 

 

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