Der Maler Walerij Bastron

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Blick vom Rathaus auf St. Kilian Kirche, Korbach

Am gestrigen Tag besuchten wir eine Kunstausstellung im „Museum im Stern“ in Warburg/Westfalen.

Zu sehen sind die Arbeiten des Malers Walerij Bastron aus Bad Arolsen.

Wie soll man beschreiben was man gesehen hat?

Jeder kennt bestimmt dieses Bild eines typisch deutschen Wohnzimmers, bei dem über dem Sofa das Bild des röhrenden Hirschen hängt.

Der röhrende Hirsch ist ein Motiv aus der Wildmalerei, das heute oftmals als Inbegriff des Kitsches und des trivialen Wandbilddrucks des 19. und 20. Jahrhunderts gilt.

 

Schloß in Bad Arolsen

Die Bilder von Walerij Bastron befassen sich aber genau mit diesem Thema, sind jedoch ganz anders als man zunächst denkt.

Walerij Bastron schafft es, mit seinen Bildern eine Art Realistik darzustellen, eben fast wie auf einem Foto.

Das einzige was stört an seinen Bildern ist eben der Hirsch – mitten im Bild.

Jenes Element an dieser Stelle verkörpert aber auch den Rückschritt zur Natur und zur Natürlichkeit. 

Die eingefassten Grundstücke, die ummauerten Besitztümer und plötzlich steht mittendrin dieses „störende Element“ eines Hirschen oder sogar zwei.

Die Betrachtung seiner Bilder weckt aber andererseits genau den Wunsch in uns, den Hirsch an dieser Stelle zu sehen.

Eben jenem Wunsch kommt Walerij Bastron nach und malt in klassischer Manier mit Öl auf Leinwand.

Seine wunderbaren Bilder mit eben jenem Hirsch, die Verwendung seiner Farben, die Mixtur der Farben lassen die Bilder lebendig erscheinen und damit eben auch zeitlos.

Es ist also kein Widerspruch in sich, die Bilder von jetzigen Gebäuden, zusammen mit diesem Relikt aus vergangenen Zeiten, dem röhrenden Hirsch, darzustellen. Denn der Hirsch ist kein Relikt aus vergangenen Zeiten, wir haben ihn nur vertrieben.

Die Bilder von Walerij Bastron wirken daher durchaus zu surrealistisch.

Jetzt malt Walerij Bastron nicht nur „solche Bilder“ und der Hirsch ist nicht das einzige Motiv das er malt, sondern er befaßt sich mit Philosophie und Spiritualität.

Die Ausstellung im „Museum im Stern“ ist täglich, außer montags, von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Walerij Bastron wurde 1977, im damaligen Zelinograd (dem heutigen Astana, der Hauptstadt von Kasachstan), geboren.

Bereits während seiner Schulzeit begann er sich für Literatur und Kunst zu interessieren.

Beeinflusst wurde er dabei von seinen Eltern, die seine Begeisterung für die Malerei teilten. Anschließend begann er mit einem Architekturstudium.

1996 siedelte die Familie nach Deutschland über. Bastron lebt und arbeitet natürlich in Bad Arolsen in Nordhessen und ist seit 2009 als freischaffender Künstler tätig.

Wer die Gelegenheit hat Bastron kennenzulernen, wird schnell begeistert sein von ihm – Nutzen sie die Chance.

Kontaktmöglichkeit:  Bastron.art@web.de

 

 

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