Klimawandel und Schneechaos: Bund will von Nordhessen lernen

 

Das von der Regionalmanagement Nordhessen GmbH entwickelte und im August 2018 abgeschlossene Modellprojekt zur organisierten Nachbarschaftshilfe im Katastrophenfall hat angesichts der aktuellen Wetterbedingungen in den Alpen ungeahnte Aktualität erhalten.

Denn im Rahmen dieser bundesweit einzigartigen Initiative wurde gemeinsam mit den Pilotgemeinden Weißenborn-Rambach im Werra-Meißner-Kreis und Frankenberg-Wangershausen im Landkreis Waldeck-Frankenberg ein sogenanntes „Freiwilligen-vor-Ort-System“ (FvOS) entwickelt, mit dem die Versorgung pflegebedürftiger Personen in von der Außenwelt abgeschnittenen Ortschaften sichergestellt werden soll.

Aufgrund der Zunahme extremer Wetterereignisse im Zuge des Klimawandels soll damit aufgezeigt werden, wie dringend notwendige Hilfe gemeinsam organisiert werden kann, wenn abgelegene Dörfer nicht mehr von Feuerwehr, Ärzten oder Pflegediensten erreicht werden können.

Hierfür wurden in beiden Modellorten freiwillige Helfer geschult, die nötigen Hilfsmaßnahmen definiert und konkrete Handlungsanweisungen aufgezeigt. Die Ergebnisse liegen inzwischen als Leitfaden für alle Kommunen vor (http://www.nordhessen-gesundheit.de/die-projekte/fvos/). Die Regionalmanagement Nordhessen GmbH wurde nun gebeten, dieses wegweisende Modellvorhaben aus Anlass des Behördendialogs „Gesundheit und Klimawandel“ im Bundesumweltministerium vorzustellen.

 

„Wir freuen uns, dass die in Nordhessen entwickelte Klimaanpassungsstrategie Kommunen helfen kann, sich besser auf klimawandelbedingte Katastrophenlagen vorzubereiten. Trotzdem bleibt zu wünschen, dass sie so selten wie möglich zum Einsatz kommen muss“, so Regionalmanager Holger Schach.

Regionalmanagement NordHessen GmbH


 

 

 

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