WELT-Emnid-Umfrage: Mehrheit glaubt, politische Auseinandersetzung sei aggressiver Social Media schädlich in der politischen Auseinandersetzung Mehrheit hält Habecks Ausstieg für richtig

 

Berlin (ots) – Ist der Angriff auf den Bremer AfD-Politiker Frank Magnitz nur ein tragischer Einzelfall oder Ausdruck einer generellen Tendenz zu mehr Aggressivität in der politischen Auseinandersetzung? Und hat Grünen-Chef Robert Habeck recht, wenn er Social Media für eine schädliche Zuspitzung in der politischen Diskussionskultur verantwortlich macht?

In einer repräsentativen WELT-Emnid-Umfrage denken 70 Prozent der Befragten, die politischen Auseinandersetzungen in Deutschland seien insgesamt aggressiver geworden. 19 Prozent sehen keine Veränderung in der politischen Streitkultur, 8 Prozent vermuten sogar weniger Aggressivität als früher.

87 Prozent der Befragten finden, dass alle Deutschen – egal welcher politischen Orientierung – die Pflicht haben, auch Anhänger der AfD vor Gewalt zu schützen. 8 Prozent sehen das nicht so. Bei den jüngeren Befragten unter 29 Jahren lehnen es sogar 16 Prozent ab, Anhänger und Politiker der AfD vor Gewalt zu schützen.

Auch Worte können zu einer Verschärfung der politischen Auseinandersetzung führen – was Robert Habeck zu einem Ausstieg bei Twitter und Facebook bewogen hat. Grundsätzlich finden 57 Prozent der Deutschen den Social-Media-Abschied des Grünen-Chefs richtig, 22 Prozent dagegen falsch.

63 Prozent der Befragten finden, dass Social Media für die politische Diskussionskultur eher schädlich ist, weil Twitter und Facebook zu einer Zuspitzung der Diskussion und so zu einer Polarisierung der Gesellschaft führen. 28 Prozent der Deutschen meinen, dass Social Media für den politischen Diskurs eher hilfreich ist, weil Politiker so besser informieren können und viele Menschen zum Mitdiskutieren einladen würden.

 

Original-Content von: WELT/Emnid

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