Zahl der EU-Ausländerinnen und EU-Ausländer in Hessen nach 2006 um 70 Prozent gestiegen

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• 471 700 ausländische EU-Staatsangehörige leben in Hessen
• Die größten EU-Ausländergruppen stellen Polen, Italien und Rumänien
• 4 von 5 leben im Regierungsbezirk Darmstadt

 

Am Jahresende 2017 lebten nach Auswertung des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführten Ausländerzentralregisters (AZR) 1,05 Millionen Männer und Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Hessen. Fast die Hälfte (45 Prozent) waren EU-Staatsangehörige. Die Zahl der ausländischen EU-Bürgerinnen und EU-Bürger in Hessen stieg seit der 5. EU-Erweiterung im Jahr 2007 um 194 200 oder 70 Prozent auf 471 700.
Maßgeblich war die zunehmende Bedeutung der Migration aus den jüngsten Mitgliedsstaaten Rumänien, Bulgarien und Kroatien. Aus der Gruppe der sogenannten EU-Osterweiterung 2004 (10 Länder) trug insbesondere Polen zum Wachstum bei. Unter den älteren Mitgliedsländern fiel die Zunahme der italienischen und spanischen Staatsangehörigen relativ stark ins Gewicht.

Polnische Staatsangehörige stellten Ende 2017 mit 17 Prozent die größte EU-Ausländergruppe. Es folgten mit 16 Prozent italienische und mit 13 Prozent rumänische Staatsangehörige. Auf den Rängen 4, 5 und 6 standen Personen aus Kroatien, Bulgarien und Griechenland.
Bei insgesamt gestiegenen Zahlen veränderte sich die räumliche Verteilung der ausländischen EU-Angehörigen innerhalb der letzten Dekade nicht nennenswert. Wie damals wohnen auch heute die meisten EU-Ausländerinnen und EU-Ausländer in Südhessen: 83 Prozent der ausländischen EU-Staatsangehörigen lebten 2017 im Regierungsbezirk Darmstadt, gut jede 5. Person in Frankfurt am Main.

Diese und weitere Ergebnisse sind dem Artikel „EU-Bürgerinnen und EU-Bürger in Hessen — Räumliche Verteilung und demografische Struktur 2017″ zu entnehmen.
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Hessisches Statistisches Landesamt

 

 

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