Reaktivierung des Bahnhofs Bebra

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Hessen/Bebra – Mit über 2,9 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Bebra bei der Sanierung und Reaktivierung des Bahnhofgebäudes. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Montag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf über 5,7 Millionen Euro.  

Denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude

Das denkmalgeschützte Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht leer und ist im aktuellen Zustand nicht mehr nutzbar. Es besteht aus einem dreistöckigen Mittelbau, den zwei Zwischenbauten mit dem Süd- und Nordgebäude verbinden. Der gesamte Komplex erstreckt sich über eine Länge von 124 Meter.  

Neuer Warteraum mit Toilettenanlage

Für die Reaktivierung soll die Fassade wiederhergestellt werden, historische Bausubstanz sowie Stuckdecken sollen erhalten bleiben. Im nördlichen Gebäudeteil ist ein Warteraum mit Toiletten, Fahrgastinformation sowie zahlreichen Sitzgelegenheiten geplant. Ein- und Ausgänge werden mit einem Bodenleitsystem ausgestattet, das sich im Außenbereich fortsetzt. Der zentrale Eingang wird sich im Mittelbau befinden. Von hieraus gelangt man barrierefrei über eine Aufzuganlage zu den Gebäudeteilen auf den oberen Ebenen.  

Ausstellungsräume für Geschichte des ehemaligen Grenzbahnhofs

Das Nutzungskonzept sieht außerdem Ausstellungsräume für die Geschichte des ehemaligen Grenzbahnhofs vor. Des Weiteren soll die Touristeninformation, die Stadtentwicklung Bebra GmbH und die VR Bank in das historische Bahnhofsgebäude einziehen, für Veranstaltungen ist ein großzügiger Multifunktionsraum eingeplant.

Durch die Umgestaltung des Umfeldes wird die Aufenthaltssituation verbessert und die Sicherheit erhöht. Das Land Hessen hat bereits rund 11,4 Millionen Euro für die Aufwertung des Bahnhofareals gewährt. 

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im November beginnen und im Dezember 2019 abgeschlossen sein.

 

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