Zukunft Stadtgrün – Dr. Ritz: „Für uns eine riesengroße Chance, jetzt die Weichen zu stellen”

 

 

Gut besucht und reges Interesse fand die Abschlussveranstaltung „Zukunft Stadtgrün” in der Hom- berger Stadthalle mit rund 50 Besuchern. Foto: Uwe Dittmer

Es war zwar eine Abschlussveranstaltung für die Erarbeitung des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts” Zukunft Stadtgrün (ISEK), an der viele Bürger betei- ligt waren, die eigentliche Arbeit jedoch beginnt künftig erst. Das Konzept soll Ende November 2018 bei den Fördermittelge- bern von Bund und Land eingereicht wer- den. Und was sich Homberg da vorgenommen hat, ist bemerkenswert. Die Planungsbüros foundation 5+ mit Mi- chael Herz und akp Stadtplanung und Re- gionalentwicklung mit Uwe Höger stellten das Konzept den Bürgern vor.

Dabei seien die zahlreichen Projekte mit einer möglichen förderfähigen Gesamt- summe von 6,5 Millionen Euro das Maxi- mum der Möglichkeiten. Bund und Land Hessen übernähmen zwei Drittel der Kos- ten (70%) und die Stadt Homberg (Efze) ein Drittel über einen Zeitraum von zehn Jahren, knapp bis zu zwei Millionen Euro. Das hänge jedoch von den tatsächlich ge- nehmigten Projekten und Fördergeldern

 

  1. Jedes Jahr müssten durch die Stadt Homberg Fördermittelanträge für die Ein- zelprojekte gestellt werden.

 

Das ISEK sieht hierbei folgende mögliche Projekte, die mit Prioritäten versehen wur- den, vor:

Priorität 1 haben die Bereiche Stadtpark und das Umweltbildungszentrum an der Haingasse.

Priorität 2 in der Umsetzung haben die Umfeldgestaltung der Kreisverwaltung, ein Waldspielplatz an der Osterwiese, die nördliche Stadtmauer, der „Gartengür- tel”, der Burgberg, der alte und neue Friedhof.

Priorität 3 haben die Kleingartenanlage

und der Reithausplatz.

Geplant sind für den Stadtpark: – die Neu- anlage eines Mehrgenerationenspielplatzes, ein barrierefreier Zugang zur Katholi- schen Kirche, der Neubau des Gemeinde- hauses auf der Parkseite neben der Kirche mit Toiletten und Caféangebot.

Geplant sind für die Umfeldgestaltung der Kreisverwaltung: – der Rückbau der Straßenerschließung und von Parkplätzen,

-Begrünung von Parkplatzflächen, -Lücken- schließung des Parkbands mit neuer Fuß- wegverbindung und Bewegungsan- geboten, – eine Machbarkeitsstudie.

Geplant sind für das Umweltbildungszen- trum: – ein Nutzungs-, Gestaltungs- und Trägerkonzept, – ein barrierefreier Sinnes- garten, – ein Tagungs- und Schulungshaus und Forschungsflächen.

Geplant sind für die nördliche Stadt- mauer: – eine Aufwertung der Grünflä- chen   und   bessere  Wegeverbindungen,

-Wiederherstellung der Verlobungslaube,

  • Sanierung der Stadtschreiberstube über der

Geplant sind für den „Gartengürtel”:

  • Gartengrundstücke zu entwickeln, – We- geverbindungen vom Hochzeitspförtchen bis zum   Reithausplatz   neu  anzulegen,
  • ein Nutzungskonzept für gemeinschaftli- ches Gärtnern, – Internationale Gärten,
  • Gestalterische Aufwertung der privaten Gartengrundstücke, -ein Anreizprogramm Gartengestaltung für private

Geplant sind für den Burgberg: – Verschö- nerung des Entrées zur Burg, – Aufwertung des Burggartens, – Ausbau der Themen- wege, – eine barrierefreie Wegeverbin- dung am Fuße des Burgbergs bis hin zu den geplanten internationalen Gärten oberhalb des Reithausplatzes, – freie Blick-

 

verbindungen vom Burgberg ins Land und die Sanierung des Georg Textor-Weges. Geplant sind für den Alten Friedhof: – ein Gestaltungs-und Pflanzkonzept, Neubau eines Rampenbauwerks, – Aufwertung der Wege und Plätze, – Rückbau der Erschlie- ßungsstraße.

Geplant sind für den neuen Friedhof: – die Anbindung des Parkplatzes an die Fried- hofshalle, – Gestaltungs- und Bepflan- zungskonzept und die Umgestaltung des Friedhofsgrüns.

Geplant sind für den Reithausplatz:

  • Begrünung, – Verlegung des Denkmals Germania, – Schaffung von Aufenthalts- möglichkeiten, – Aufwertung von Freiflä- chen im artenreichen

Geplant sind für die Kleingartenanlage:

  • die Schaffung einer öffentlichen Durch- wegung und Schaffung neuer Bauflächen am Mardorfer Weg. Nach der Vorstellung der Inhalte des Konzepts konnten Bürger Fragen stellen und Anregungen

„Dies ist ein Verfahren, das uns lange Zeit in der Stadt beschäftigen wird. Für uns ist es eine riesengroße Chance, jetzt die Wei- chen zu stellen für einen zehn Jahre an- dauernden Stadtentwicklungsprozess”, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz am Ende der Veranstaltung. Projekte gäbe es einige, ob diese, wie vorgeschlagen, umgesetzt werden, entscheiden die Fördermittel ge- währenden Stellen. Die Abschlusspräsen- tation des Abends ist online unter www.homberg-efze.eu/Stadtentwicklung/Aktuelle Projekte/Zukunft Stadt- grün/Bürgerbeteiligung/Protokolle einsehbar.(di)

 

Magistrat der Kreisstadt Homberg (Efze)

 

Print Friendly, PDF & Email

NordHessen-Journal Nachrichten und Berichte von NordHessen für NordHessen