Heilwolle nicht mit Cremes oder Salben kombinieren

 

Baierbrunn (ots) – Naturbelassene Schafwolle erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance als Hausmittel, insbesondere zur Wundheilung. Dabei wird die Heilwolle direkt auf die zu behandelnde Stelle gelegt und dort mit einem Tuch, Schal oder Verband fixiert. Sie sollte aber nicht direkt auf offene Stellen gegeben werden, wie der Münchner Hautarzt Professor Dietrich Abeck im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ betont. „Weil die Fasern mit der Wunde verkleben können, sollte man zunächst eine netzartige Wundauflage darüberlegen.“ Außerdem rät der Dermatologe davon ab, zusätzlich Cremes oder Salben aufzutragen. „Dann kann die Wolle keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen und verliert ihre Wirkung.“

Heilwolle zeichnet sich durch ihren hohen Gehalt an Wollwachs aus. Die Substanz pflegt die Haut, bindet Wasser und wirkt rückfettend. Darüber hinaus werden dem alternativen Heilmittel noch weitere Fähigkeiten zugeschrieben: Es soll Entzündungen hemmen, die Durchblutung fördern, den Stoffwechsel anregen, Schmerzen lindern und sogar Bakterien abtöten. Daher setzen manche Menschen Heilwolle auch bei Ohren- und Halsschmerzen, Husten, Migräne, Muskelverspannungen, Rücken- und Gelenkbeschwerden ein. „Allerdings fehlen für diese Wirkungen belastbare wissenschaftliche Belege“, sagt Abeck.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 11/2018 A liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Wort & Bild Verlag – Apotheken Umschau

 


 

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