Oberbürgermeister Feldmann sieht Schulbibliotheksarbeit als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit

 

FFM –  Am Mittwoch, 24. Oktober, dem bundesweiten Tag der Bibliotheken, hat die Stadtbücherei Frankfurt am Main den nationalen Bibliothekspreis „Bibliothek des Jahres“ erhalten. Ausgezeichnet wurde die Stadtbücherei für ihre vorbildliche Schulbibliotheksarbeit. Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle der Stadtbücherei (sba) organisiert einen stetig wachsenden Verbund von derzeit 111 Schulbibliotheken, bietet Medienservices für alle Frankfurter Schulen und erreicht so rund 57.300 Schülerinnen und Schüler. Sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen in ihrem Schulalltag einen selbstverständlichen Zugang zu Wissen, Information und Literatur.

Zur Preisverleihung lud Oberbürgermeister Peter Feldmann in den Kaisersaal des Frankfurter Römers. Der Autor Feridun Zaimoglu las eine unveröffentlichte Erzählung, in der auch die Bibliothek eine Rolle spielt.

Auch für Oberbürgermeister Peter Feldmann haben die Themen Bildung und Chancengleichheit hohe Priorität: „Frankfurt ist eine schnell wachsende Stadt. Hier leben Kinder aus 177 Nationen. Unsere professionellen Schulbibliotheken stehen allen Schülerinnen und Schülern selbstverständlich in ihrem Alltag offen. Sie leisten damit einen elementaren Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit für alle Frankfurter Kinder.“

Mit der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle wird eine bundesweit einmalige Servicestelle einer Stadtbücherei prämiert, deren Konzept für Kommunen im In- und Ausland Modellcharakter hat. Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung in Frankfurt, steht hinter dem Schulbibliothekarischen Konzept der Stadtbücherei: „Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle der Stadtbücherei setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1974 konsequent für eine moderne, professionelle Schulbibliotheksarbeit mit hohen Standards ein. Das großartige Engagement hat internationalen Vorbildcharakter. Dass die Stadtbücherei mit ihrer Fachabteilung jetzt als ‚Bibliothek des Jahres‘ ausgezeichnet wird, bestätigt das Frankfurter Modell und freut mich außerordentlich.“ Der Preis „Bibliothek des Jahres“ ist mit 20.000 Euro dotiert und wird vom Deutschen Bibliothekverband (dbv) und der Deutsche Telekom Stiftung vergeben. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz, des Deutschen Städtetages, der Deutsche Telekom Stiftung, des Dachverbandes Bibliothek & Information Deutschland und des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Die Bibliothek wurde einstimmig aus einem exzellenten Bewerberfeld ausgewählt. Die Jury unter Vorsitz des dbv-Bundesvorstandsmitglieds Andrea Krieg würdigte mit dieser Entscheidung, dass sich die sba nachhaltig für qualitätsvolle und professionelle Standards einsetzt, die den Raum, das Medienangebot und die Medienbildung der Schulbibliotheken definieren. Als Partner der Schulen kooperieren Schulbibliotheken zukunftsorientiert bei den Kernthemen Medienbildung und Leseförderung. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung und Mitglied der Jury, betont, dass die Stadtbücherei Schulen auch mit digitalen Formaten unterstützt und so „die digitalen Kompetenzen und das eigenständige Lesen von Schülerinnen und Schülern zu verbessert“.

„Diese Entscheidung ist auch ein klares Bekenntnis zur schulbibliothekarischen Arbeit sowie ein deutliches bildungspolitisches Signal für professionelle Schulbibliotheken, die Chancengleichheit, Integration und Teilhabe fördern“, so Barbara Lison, Bundesvorsitzende des dbv. Sie führt weiter aus: „Die Leistungen der Schulbibliotheken im Bildungssystem, ebenso wie die Rolle, die in diesem Kontext die Stadtbibliotheken als Bildungspartner haben, müssen endlich auch in Deutschland öffentlich erkannt und von den politischen Entscheidungsträgern besser unterstützt und anerkannt werden.“ In Frankfurt am Main hat man dies bereits erkannt. Sabine Homilius, die Leiterin der Stadtbücherei, betont: „Schulbibliotheksarbeit ist eine gesellschaftliche Aufgabe und ich freue mich, dass wir hierfür von der Politik anerkannt und gestärkt werden.“

 

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