Raubmord: Anklage fordert mehr als 13 Jahre Haft

 

 

Im Prozess um den Raubmord an einem Schmuckhändler in Frankfurt fordert die Staatsanwaltschaft bis zu 13 Jahre und neun Monate Haft für die drei mutmaßlichen Täter. Vor dem Landgericht Frankfurt plädierte der Anklagevertreter am Donnerstag auf vollendeten Mord, Mordversuch sowie Raub mit Todesfolge. Ein 21 Jahre alter Angeklagter soll die höchste Strafe erhalten, für seinen 27 Jahre alten Komplizen lautete der Antrag auf 13 Jahre und sechs Monate Gefängnis. Der jüngste Beschuldigte soll zwölf Jahre Jugendstrafe erhalten.

Nach Ansicht des Staatsanwaltes überfielen die aus Moldawien stammenden Männer gemeinsam mit einem Mittäter, der derzeit noch in Russland in Auslieferungshaft sitzt, im Oktober 2017 die beiden 78 Jahre alten Eheleute vor deren Haus in Frankfurt-Griesheim. Während der Mann den gewalttätigen Angriff nicht überlebte, konnte die schwer verletzte Frau später noch der Polizei die Türe öffnen. Die drei jetzt Angeklagten wurden in dem schwer gesicherten Gebäude überwältigt, der vierte mutmaßliche Täter hatte vor dem Laden Schmiere gestanden und konnte zunächst entkommen. Der Staatsanwalt sprach von einem «klassischen Raubmord».

Bei der Festnahme wurden bei einem der Täter 4900 Schweizer Franken sowie 6300 Euro gefunden, die er zuvor dem toten Geschäftsmann abgenommen haben soll. Die Männer seien mit einer Brutalität vorgegangen, die selbst langjährige Kriminalbeamte so noch nicht erlebt hätten, sagte der Anklagevertreter.

Am Montag (24.9./13.00) sollen die Nebenklagevertreter und die Verteidiger plädieren. Die Urteilsverkündung ist für den 4. Oktober vorgesehen.

 

 

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