Fliegerbombe am Ständeplatz: Entschärfung gelungen; Anwohner kehren zurück in ihre Wohnungen

 

Die Entschärfung der englischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich abgeschlossen.

Von der Evakuierung waren knapp 1500 Menschen betroffen, die ihre Wohnungen am frühen Abend verlassen mussten.

An dem Einsatz waren zirka 300 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Kassel, aller sieben Freiwilliger Feuerwehren der Stadt, der Katastrophenschutzeinheiten von ASB, DRK und Johannitern, des THWs aus Kassel und Hofgeismar sowie des Rettungsdienstes beteiligt.

Hinzu kommen noch die Beamten der Polizei.

Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle und Brandschutzdezernent Dirk Stochla danken allen eingesetzen Kräften – egal ob haupt- oder ehrenamtlich tätig – für ihren Einsatz anlässlich der Evakuierungsaktion.

Ihr Dank geht aber auch die Menschen in dem von der Evakuierung betroffenen Bereich sowie an die Inhaber der dortigen Geschäfte. Die Räumung des Sicherheitsbereiches mit einem Radius von 350 Metern rund um die Fundstelle am Ständeplatz sei äußerst schnell und problemlos verlaufen.

Die Fliegerbombe war am Vormittag auf einer Baustelle am Ständeplatz gefunden worden. Es handelte sich um eine englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit etwa 120 Kilogramm Sprengmitteln und zwei Zündern. Da die Bombe bei den Arbeiten von einem Bagger bewegt worden war, musste sie noch am selben Tag entschärft werden. Um die Auswirkungen auf das alltägliche Leben in der Innenstadt zu minimieren, hatte sich die Einsatzleitung der Feuerwehr in Absprache mit dem Kampfmittelräumdienst dazu entschieden, den Blindgänger zunächst zu sichern und dann am Abend zu entschärfen.

Um 19 Uhr mussten die 1500 Anwohner ihre Wohnungen verlassen und – ebenso wie alle Passanten – den Sicherheitsradius verlassen. Informiert wurden die Betroffenen von der Feuerwehr über die Internetseite www.notfall.kassel.de sowie Meldungen im sozialen Netzwerk Twitter (www.twitter.com/stadtkassel ) unter dem Hashtag #notfallks. Die Polizei unterstützte die Information der betroffenen Anwohner, indem Lautsprecherwagen durch die Straßen fuhren. Auch die umfangreiche mediale Berichterstattung hielt die Betroffenen auf dem Laufenden. Zudem hatte die Feuerwehr über das Servicecenter der Stadt Kassel ein Informationstelefon für Betroffene einrichten lassen.

Während die Polizei den Sicherheitsbereich an den Außengrenzen abgesperrt hatte, kontrollierten 91 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, ob sich innerhalb der Sperrzone noch jemand aufhält. Um 21.20 Uhr konnte festgestellt werden, dass der Sicherheitsbereich geräumt ist – die Entschärfer des Kampfmittelräumdienstes konnten mit ihrer Arbeit beginnen. Um 23.47 Uhr meldeten sie, dass die Bombe entschärft ist.

Für die Evakuierten hatte die Einsatzleitung der Feuerwehr zwei Betreuungsstellen in der documenta-Halle und in der Stadthalle Kongress Palais eingerichtet. Dort wurden etwa 210 Menschen betreut – darunter zehn Kinder. Für die Fahrt vom Evakuierungsbereich zu der Betreungsstelle in der Stadthalle hatte die KVG einen Bus-Verkehr eingerichtet. Acht Personen konnten ihre Wohnung nicht ohne Hilfe verlassen. Sie wurden vom Rettungsdienst abgeholt und nach der erfolgreichen Entschärfung der Bombe wieder nach Hause gefahren.

Im Einsatz waren:

  • die Berufsfeuerwehr Kassel sowie alle sieben Freiwilligen Feuerwehrern der Stadt Kassel
  • die 2 Katastrophenschutz-Sanitätszüge der Stadt Kassel (ASB und DRK)
  • die 2 Katastrophenschutz-Betreuungszüge der Stadt Kassel (DRK und JUH)
  • ein Katastrophenschutz-Betreuungszug aus dem Landkreis Kassel (DRK)
  • das THW Kassel und Hofgeismar
  • der Rettungsdienst von Satdt und Landkreis Kassel
  • die Polizei

www.feuerwehr-kassel.eu

 

 

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