Verteidigung beantragt neuneinhalb Jahre für IS-Extremisten

 

 

Im Prozess gegen einen bereits verurteilten IS-Extremisten haben die Verteidiger am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt neuneinhalb Jahre Haft für ihren Mandanten beantragt.

Der 32 Jahre alte Abdelkarim E.B. habe sich neben der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland auch der Beihilfe zu Kriegsverbrechen schuldig gemacht, hieß es im Schlussvortrag.

Anders als die Bundesanwaltschaft, die das Filmen einer Folterszene in der nordsyrischen Stadt Aleppo durch den Angeklagten als Mittäterschaft gewertet wissen will, stuften die Rechtsanwälte die Rolle ihres Mandanten im Kreise der IS-Kämpfer entsprechend geringer ein.

Die Bundesanwaltschaft hatte bereits am Mittwoch elfeinhalb Jahre Gesamtstrafe für den Angeklagten gefordert.

Er war bereits im November 2016 als IS-Kämpfer vom Staatsschutzsenat zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Er hatte im November 2013 Leichenteile gefallener gegnerischer Soldaten verunglimpft.

Während dieses Verfahrens tauchte ein weiteres Video auf, mit dem E.B. eine Folterszene in einem Haus bei Aleppo festhielt.

Eine neue Anklage der Bundesanwaltschaft und ein weiterer Prozess waren die Folgen.

Der Staatsschutzsenat wird voraussichtlich am 24. September (10.00 Uhr) das Urteil verkünden.

 

 

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