Ermittlungen gegen documenta-Verantwortliche eingestellt

 

 

Die Staatsanwaltschaft Kassel hat Vorermittlungen gegen vier Verantwortliche der Kunstausstellung documenta 14 eingestellt. Ein Anfangsverdacht wegen Untreue habe sich nicht bestätigt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Weder das Ergebnis einer Wirtschaftsprüfung noch die Ermittlungen hätten ausreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Geld zweckwidrig verwendet worden sei. Die AfD-Fraktion im Kasseler Rathaus hatte im Oktober 2017 Strafanzeige gegen verschiedene Verantwortliche der documenta 14 erstattet.

Zuvor hatte die 14. Auflage der Kunstausstellung in Kassel ein Defizit von 5,4 Millionen Euro erzielt. Entstanden sein soll das Minus vor allem am Zweitstandort Athen. Es sei nicht anzunehmen, dass die Verantwortlichen der documenta dieses vorsätzlich verursacht hätten, erklärte die Staatsanwaltschaft. Auch deshalb scheide ein Tatverdacht wegen Untreue aus.

Die Ermittlungen richteten sich unter anderem gegen die frühere documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff. «Mit der Entscheidung ist nun der Weg frei für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der documenta», erklärte sie am Donnerstag zur Einstellung des Verfahrens. Durch den Abschluss der strafrechtlichen Aufarbeitung rücke der künstlerische Beitrag der documenta wieder in den Vordergrund: «Insbesondere den Künstlerinnen und Künstlern ist mit der documenta 14 etwas Großartiges gelungen», so Kulenkampff.

 

 

 

 

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