Wacken Open Air 2018: Review

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Wacken 2018

Hey Ihr Spacken, wart Ihr in Wacken? Wenn Ja dann wisst Ihr ja was abging. An die Metalheads und Wacken Liebhaber, die nicht dabei sein konnten, lest mit Genuss diesen Rückblick, denn Ihr habt echt etwas verpasst.

Auf dem Holy Ground hieß es dieses Jahr, quasi eine Premiere, es kommt kein Wasser aus den Wolken, denn der Wettergott war diesmal auf der Seite der Metaler. In den 4 Tagen wurden die Metalfans von harten Saitenklängen, schnellen Drummern und zartem bis harten Gesängen verzaubert. Das seid 1990 bekannte Dörfchen Wacken in Schleswig-Holstein bebte wieder einmal.

„See You in Wacken – Rain or Shine“ allerdings sollte es diesmal wirklich nur Shine heißen und so wurde den Besuchern immer wieder mitgeteilt, viel zu trinken und offenes Feuer zu vermeiden und drauf zu achten das die Fahrzeuge nicht als Stromaggregat genutzt werden, denn auf dem ausgezehrten Boden hätte es schnell zu Bränden kommen können.

Offiziell beginnt das Wacken Open Air immer am Donnerstag, aber die ersten Metaler trudelten schon seid Montag ein, um einen guten Camping Stellplatz nahe den Duschen zu bekommen. Am Mittwoch war es dann soweit und die ersten Klänge schallten über den Acker. Sepultura ließ das Zelt wahrlich explodieren und die Ordner hatten jede Menge zu tun.

Der Donnerstag sollte allerdings nicht leiser starten. Die deutsche Ikone (Udo) Dirkschneider war auf der Bühne ebenso ein Highlight wie Behemoth, Hatebreed, Cruesome und Watain. Aber das Mega Highlight des Abends war ganz ohne Zweifel Judas Priest. Die Alt Metaler aus Birmingham zeigten ein Hitfeuerwerk, das keinen Zweifel ließ, wir gehören zu den besten des Metal und nicht zum alten Eisen.

 

 

 

Der Freitag sollte ein Tag der Superlative werden, denn beim Start von Thundermother um 11:00 waren schon massig Metalheads auf den Beinen und feierten die Mädels wie die großen, anschließend sollte ein wenig Kannibalismus folgen denn die Canibal Corps heizten den Metalern richtig ein. Neben Korpikilaani und Mr. Big musste man die Jungs von Clawfinger zu den Highlights des Freitags zählen.

 

Eine Wahre Explosion ging über die Louder Stage und die Metaler dankten es am Ende, nach mehr als einer Stunde Befeuerung mir harten Klängen, mit langanhaltenden Zugabe rufen. Running Wild zeigte dem Publikum später, was guter klassischer Metal ist. Der geniale Freitag wurde von Inflames und Ghost dann endgültig abgerundet.

 

 

 

Der Samstag startete in Wacken mit einer Runde Metal Yoga was nach der langen Nacht den Körper wieder auf Touren bringen sollte, denn das heutige Programm sollte, dem der vorangegangene Tage in nichts nachstehen.

High Noon auf dem Acker und Betontod betrat die Bühne. Wie zu erwarten zogen die Jungs gleich Massen auf den Acker. Geschätzte 20.000 Jünger tanzten hüpften und feierten mit der Band.

Auch Knorkator war ein Highlight ohne Frage. Zuerst musste die Secruity via Crowdsurfing zur Bühne transportiert werden, die Fotografen mussten wie eine Horde Tiere auf die Bühne und Frontmann Stumpen ließ es sich danach nicht nehmen auf ein du und du mit den Fans zu gehen. Alestorm verabschiedete parallel die Fotohorden vor der Bühne mit „Es war schön mit euch und wir winken zum Abschied mal alle“.

Aber der Tag war noch lange nicht zu Ende. Auf der Headbanger Stage gab Madball Vollgas und jumpte über die Bühne und hielt Kontakt zu den Fans vor der Stage. Aus Norwegen sollte es mit Solstafair ein weiteres Highlight geben, bevor am Abend es dann richtig abgehen sollte.

Arch Enemy überzog die Bühne mit Feuerwerk, Pyro und Alissa White-Gluz gab richtig Gas. Ihre Stimme ist ein wahres Freudenfeuer für jeden Metalfreund. Der Abend sollte dann düster werden, denn Dimmu Borgir aus Norwegen betrat die Bühne und zeigte das sie zurecht in Wacken mit dabei sind. Mit Ihrem extremen neoklassischen Metalstil der einen Liedtechnisch teils in das dunkle Mittelalter entführt begeisterten Sie die Fans. Die legendären Pommesgabeln wurden in die Luftgestreckt und im Rhythmus geheadbanged. In Extremo sollte dann den Abschluss des 29. Wacken Open Airs besiegeln. Man konnte am Ende die vielen glücklichen Metalheads sehen die zu Ihren Zelten gingen und frühmorgens schon den Heimweg antraten.

 

 

Mit Traditionen soll man nicht brechen

Die Veranstalter des Wacken Open Air haben in Tradition erneut die ersten Bands für die nächste Jubiläumsausgabe des Festivals verkündet. 2019 wird das Festival vom 1. – 3. August stattfinden. Folgende Highlights sind hierfür bereits bestätigt: Sabaton, Parkway Drive, Demons & Wizards, Powerwolf, Airbourne, Rose Tattoo, Within Temptation, Meshuggah, Krokus, Dark Funeral und Avatar!

 

Danksagung an die Fans

„Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei unseren fantastischen Fans aus aller Welt, die erneut eine äußerst friedliche, riesige Metal-Party gefeiert haben“, ergänzt Veranstalter Thomas Jensen. „Die von den Behörden gemeldeten niedrigen Zahlen von Vorfällen wären andernorts eine Sensation, sind in Wacken aber der Normalzustand.

Wir bedanken uns ebenso herzlich bei allen Mitarbeitern, Gewerken und Behörden, die das Wacken Open Air mit viel Schweiß und Herzblut möglich gemacht haben. Und natürlich kann kein Festival ohne Musik funktionieren, wir waren begeistert von den großartigen Auftritten unserer Bands – auch dafür ein ganz dickes Dankeschön!“

See you next Year in Wacken – Rain or Shine

 

 

Pic/text by OPI

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