Bad Nauheim bundesweiter Spitzenreiter bei Grundsteuer

 

Vom Johannisberg bietet sich ein schöner Blick auf die Kurstadt Bad Nauheim. Foto: Andreas Arnold

Hessische Kommunen greifen Bürgern und Unternehmen kräftig in die Tasche. Die Grundsteuern stiegen hier im Ländervergleich besonders stark an; eine Kommune ist sogar bundesweiter Spitzenreiter. Das sind die Ergebnisse einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die am Mittwoch in Stuttgart veröffentlicht wurde. Untersucht wurde die Entwicklung der Grundsteuer-B- und der Gewerbesteuerhebesätze aller deutschen Kommunen von 2005 bis 2017.

Bei den Grundsteuern sahen die Autoren der Studie regional erhebliche Unterschiede. In Hessen stieg der durchschnittliche Grundsteuerhebesatz in den vergangenen fünf Jahren um 51 Prozent. 97 Prozent aller Gemeinden in Hessen erhöhte in diesem Zeitraum mindestens ein Mal die Grundsteuer. Zum Vergleich: In Bayern und Baden-Württemberg stiegen die Durchschnittssätze um weniger als fünf Prozent; in zwei Drittel der Gemeinden in diesen beiden Bundesländern blieben die Hebesätze stabil.

Nirgendwo in Deutschland ist laut Ernst & Young die Grundsteuer so hoch wie im mittelhessischen Bad Nauheim: Mit 960 Prozent liege die Gemeinde «an der Spitze aller deutschen Kommunen», schrieben die Autoren der Studie. Die Grundsteuer B wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben und trifft so gut wie alle Bürger – entweder als Hausbesitzer oder über die Mietnebenkosten.

 

 

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