Ex-Innenminister Milde im Alter von 84 Jahren gestorben

 

 

Politische Weggefährten beschreiben Gottfried Milde als engagiert, kompetent und liebenswürdig. Auch nach seiner aktiven landespolitischen Zeit war sein Rat bei Parteifreunden gefragt. Milde starb am Samstag im Alter von 84 Jahren.

Hessens Landespolitik trauert um den früheren hessischen Innenminister Gottfried Milde (CDU). Er sei am Samstag im Alter von 84 Jahren in seinem Haus im südhessischen Griesheim gestorben, sagte eine Sprecherin der hessischen CDU in Wiesbaden am Montag. Zuvor hatte das «Darmstädter Echo» berichtet. Milde gehörte der ersten CDU-geführten Landesregierung unter Ministerpräsident Walter Wallmann (CDU) an, die 1987 ins Amt gekommenen war.

Das Innenressort verwaltete er ohne große Schlagzeilen, bis er im November 1990 wegen einer Abhöraffäre zurücktrat. Milde hatte im Landtag aus dem Mitschnitt eines Telefonats zwischen einem Journalisten und einem Anwalt zitiert. Dafür musste er wegen Verletzung des Fernmeldegeheimnisses eine Geldbuße von 18000 Mark (rund 9000 Euro) zahlen.

Der gebürtige Breslauer war in Unterfranken aufgewachsen und kam 1953 zum Jura-Studium nach Frankfurt. Nach seinem Examen wurde er 1964 Wirtschafts-Staatsanwalt in Darmstadt. Zwei Jahre später zog er in den Landtag ein, spezialisierte sich dort auf die Rechtspolitik und übernahm 1974 den Fraktionsvorsitz.

 

 

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