Europaviertel fast fertig: Warnung vor sozialer Spaltung

 

 

Das Frankfurter Europaviertel gehört zu den größten Städtebauprojekten Deutschlands: Seit mehr als zehn Jahren wird auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände ein Quartier zum Wohnen und Arbeiten für rund 40 000 Menschen gebaut. Zum Wohnen sind allein acht Hochhäuser entstanden – oder sind im Bau. Der bundesweit höchste Wohnturm («Grand Tower») hat jetzt im Rohbau seine Rekordhöhe von 172 Metern erreicht.

Inzwischen sind rund 80 Prozent des 90 Hektar großen Areals nahe dem Messegelände verbaut. Die restlichen 20 Prozent sollen nach Angaben der Immobiliengesellschaft Aurelis in den kommenden drei Jahren fertig werden. «Wir haben alles vermarktet», sagt Firmensprecherin Susanne Heck.

Begonnen hat die ehemalige Bahn-Tochter Aurelis 2003 mit der Vermarktung des Geländes. Aurelis, das derzeit noch für die Deutsche Bahn ein Gebäude-Ensemble mit rund 52 000 Quadratmetern baut, ist für die Entwicklung von 67 Hektar zuständig. Den Rest hatte der Immobilienentwickler Vivico übernommen, die inzwischen CA Immo Deutschland heißt.

Unter den mehreren tausend Wohnungen im Europaviertel ist auch staatlich geförderter Wohnraum. Wie viel es sind, kann die Stadt nicht genau beziffern. Es seien nur maximal 20 Prozent, kritisiert der zuständige Ortsvorsteher Oliver Strank. «Das befeuert die soziale Spaltung», sagt der SPD-Politiker unter Hinweis auf den direkt an das Europaviertel angrenzenden Stadtteil Gallus, in dem viele sozial Schwächere wohnen.

 

 

 

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