Mehr Weißstörche in Hessen

 

 

Weißstörche fühlen sich in Hessen immer wohler. Nachdem im Vorjahr 590 Brutpaare gezählt wurden, hat der Bestand in diesem Jahr noch mal um zehn Prozent zugenommen, wie Vogel-Experte Bernd Petri vom Naturschutzbund Nabu Hessen (Wetzlar) am Donnerstag berichtet. Für die Störche neigt sich die Brutzeit dem Ende entgegen. «Die Population hat sich enorm erholt. Das ist eine tolle Entwicklung», sagte Petri. Das liege auch am guten Nahrungsangebot von Regenwürmern, Insekten und Mäuse. Noch vor 25 Jahren galt der Storch als fast ausgestorben in Hessen. Über die Ansiedlung von Weißstörchen in Fulda hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

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Um die Weißstörche zum Brüten zu animieren, greifen die Tierschützer zu Tricks: Vorhandene Nester auf Bäumen und Masten werden mit Farbe oder Kalk bestrichen. So wird Vogel-Kot imitiert. «Nur beschissene Nester sind gute Nester», verdeutlichte Petri. Vogel-Kot und Gebrauchsspuren zeigten den Störchen, dass die Nester bereits benutzt wurden und man dort gut brüten könne.

Am meisten Weißstörche kommen landesweit in Südhessen vor. Mittlerweile hätten sich aber auch Brutpaare über die Wetterau nach Osthessen verlagert. Zum Überwintern fliegen die unter Naturschutz stehenden Störche nach Frankreich, Spanien und Nordafrika.

 

 

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